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    Streit um Schuldenobergrenze sorgt für Marktunsicherheit

    Marktkommentar vom 08.07.2022

    von Patrick Heusser am 8. Juli 2022 Marktkommentar

    Wiederkehrender Marktkommentar zu den Geschehnissen an den Kryptomärkten, zusammengefasst vom Crypto Broker Team der Crypto Finance AG.

    Marktkommentar

    Guten Morgen!

    Derzeit handelt Bitcoin (BTC) bei 21'550 USD (+10.2% in 7 Tagen), Ethereum (ETH) bei 1'215 USD (+15.6% in 7 Tagen), und der ETH/BTC-Spread liegt bei 0.0566 (+5.3% in 7 Tagen).

    Bitcoin BTC/USD (daily) / Charts: TradingView

    Die hohe Korrelation zwischen Kryptowährungen und "Risk-On" Vermögenswerten wie dem NDX (+4.7% seit vor einer Woche) ist nach wie vor offensichtlich und das globale makroökonomische Umfeld ist weiterhin eine wichtige Triebkraft für jegliche Kursentwicklungen. Damit Kryptowährungen jedoch nach oben ausbrechen können, muss sich der Staub der jüngsten Ereignisse (UST, Celsius, 3AC, ...) legen und der Markt muss das Vertrauen zurückgewinnen, dass es keine weiteren Leichen im Keller gibt.

    Marktkommentar

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    Nationalbanken sind weiterhin mit Inflationsraten beschäftigt

    Die Nationalbanken rund um den Globus scheinen nicht mehr darum zu konkurrieren, ihre Währungen abzuwerten, um einen komparativen Vorteil für ihre Exportindustrien zu haben. Im Jahr 2022, in dem die Inflation steigt, scheint eine starke Währung von Vorteil zu sein, da sie die Importe verbilligt und somit die Inflation dämpft.

    Ein Akteur, der dieses Rennen gewinnen möchte, ist die Schweizerische Nationalbank. Sie hat vor drei Wochen unerwartet die Zinsen um 50 Basispunkte angehoben. Interessanterweise ist auch bei den Sichteinlagen der SNB eine Trendwende zu beobachten, da sie im Vergleich zum Vormonat um 5.6 Mrd. CHF gesunken sind. Sichteinlagen sind in der Regel ein guter Indikator für die Devisenmarktinterventionen der SNB. Einige Analysten weisen darauf hin, dass der Verkauf von Devisen durch die SNB, um den Schweizer Franken zu verstärken, unwahrscheinlich ist. Sichteinlagen können sich aus einer Vielzahl von Gründen bewegen, darum ist es ebenfalls höchst unwahrscheinlich, dass sie derzeit versucht, den Schweizer Franken zu schwächen.

    Schauen wir uns nun den grossen Akteur an: Die EZB scheint den Kampf gegen die FED zu verlieren. Während der Markt eine weitere Anhebung der US-Leitzinsen um 75 Basispunkte auf 2.25-2.5% Ende Juli erwartet, muss die EZB ihr Versprechen noch einlösen: eine erste Anhebung ihres Leitzinses, der sich immer noch im negativen Bereich befindet. Da die EZB Mühe hat, die Inflation unter Kontrolle zu halten, wird die Einheitswährung unter 1.02 gegenüber dem USD gehandelt. Ein solches Niveau wurde seit 2002 nicht mehr erreicht.

    Frohes Handeln!


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    Über den Autor

    Patrick Heusser
    • Website

    Wenn er nicht an den Crypto Broker Trading Desk gefesselt ist - mit 24/7 Trading verfügbar für unsere Kunden - liefert Patrick Heusser aktuelle Kommentare zu den aufstrebenden Crypto Märkten, sowohl für unsere Kunden als auch für die Finanzpresse. Bevor er zu Crypto Broker stiess war Patrick als Zinshändler bei der UBS tätig und hatte verschiedene Positionen in der IRCC (Interest Rate, Commodity, and Currency) Trading Division in London, New York, Singapur und Zürich inne. Patrick ist Experte für Trading und Risikomanagement und verfügt über Erfahrung in der Führung von Startup Projekten.

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