Hedgefonds-Manager Ray Dalio beschäftigt sich erneut mit Bitcoin

Ray Dalio, Gründer von Hedgefonds Bridgewater Associates, bleibt weiterhin negativ gegenüber Bitcoin eingestellt. Er fasste seine Kritik erneut zusammen, doch zeigte sich offen für Gegenargumente. Trotz seines Enthusiasmus für Gold sieht er in der Kryptowährung keine Zukunft.

Der Milliardär Ray Dalio ist Gründer der weltweit grössten Hedgefonds-Firma Bridewater Associates und gehörte einige Jahre zu den 100 reichsten Leuten der Welt. Obwohl der Investor kein Fan von Fiatgeld ist, hat er sich schon 2017 negativ gegenüber Bitcoin ausgesprochen. Auch am diesjährigen WEF war er zwar der Meinung „cash is trash“, doch Bitcoin sei im Gegensatz zu Gold keine Alternative. Gestern zeigte er sich auf Twitter jedoch offen für Kritik und gab zu, dass er „womöglich etwas bei Bitcoin übersieht“.

Die Bitcoin-Kritik von Ray Dalio

In einer Reihe von Tweets legte der Investor schliesslich seine Kritik an der Kryptowährung dar, die sich seit 2017 scheinbar nicht gross geändert hat. Er unterteilt sie in vier Punkte:

  • Bitcoin sei kein gutes Tauschmittel mit wenig Einsatzmöglichkeiten. Dies würde wahrscheinlich an der hohen Volatilität liegen.
  • Die Kryptowährung sei kein gutes Wertaufbewahrungsmittel. Die hohe Volatilität und schwache Korrelation mit Preisen von Alltagsgegenständen würde seine Kaufkraft nämlich nicht gut schützen.
  • Falls sich Bitcoin trotzdem durchsetzt, würden laut Dalio viele Regierungen Bitcoin verbieten.
  • Zuletzt kann er sich nicht vorstellen, dass Zentralbanken, grosse institutionelle Investoren und multinationale Unternehmen die Kryptowährung nutzen werden.

Trotzdem zeigte er sich auf Twitter offen für Gegenargumente. Er sagte, dass er gerne korrigiert wird, falls er in diesen Dingen falsch liegt und ihm tatsächlich etwas entgangen ist. In tausenden von Kommentaren wurde auch auf seine Kritik geantwortet. Alle seiner Punkte wurden übrigens in Lyn Alden’s ausführlichem Artikel „7 Bitcoin Missverständnisse“ adressiert.

Meinungsänderungen bei anderen Investoren

Dieses Jahr haben einige (besonders institutionelle) Investoren ihre Einstellung gegenüber Bitcoin geändert. Als erster bekannter Hedgefonds-Manager sah Paul Tudor Jones diesen Mai Potenzial in Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel. Er verglich, wie viele andere auch, Bitcoin mit Gold als Absicherung gegen Inflation. Ausserdem bezeichnete er die Kryptowährung als das momentan „schnellste Pferd“ auf dem Markt.

Ein anderer ehemaliger Bitcoin-Gegner ist Ex-Prudential CEO George Ball. Auch er sah als entscheidender Faktor das zunehmende Quantitative Easing (QE) von Zentralbanken.

„Ich habe das noch nie zuvor gesagt, und ich war schon immer ein Blockchain-, Kryptowährungs- und Bitcoin-Gegner. Aber wie Sie jetzt sehen, kann die Regierung die Märkte nicht ewig stimulieren, die Liquiditätsflut wird ein Ende haben. […] Dies wird wahrscheinlich dazu führen, dass sehr wohlhabende Investoren und Händler auf Bitcoin oder etwas Ähnliches zurückgreifen werden.“ – George Ball, Ex-Prudential CEO

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