Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Fokus » Legal/Compliance » Demokratischer Midterm-Sieg könnte Krypto-Vorstoss bremsen
    Ein Sieg der Demokraten bei den Midterms stoppt die Deregulierung kaum, bringt Krypto-Firmen und Banken aber Vorladungen und Anhörungen.

    Demokratischer Midterm-Sieg könnte Krypto-Vorstoss bremsen

    0
    von Redaktion cvj.ch am 13. Oktober 2026 Legal/Compliance

    Gewinnen die Demokraten bei den Midterms im November eine Kammer des Kongresses, können sie die Deregulierung für Banken und Krypto-Firmen zwar kaum stoppen. Sie erhielten jedoch Vorladungsrechte und grössere Ermittlerstäbe, ihr Druck liefe über Anhörungen statt über Gesetze.

    Bei den Zwischenwahlen in den USA stehen alle zwei Jahre sämtliche Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats zur Wahl. Wer eine Kammer gewinnt, besetzt dort die Ausschussvorsitze und kontrolliert damit Anhörungen, Vorladungen und die Aufsicht über die Regierung. Neue Gesetze scheitern allerdings weiterhin am Veto des republikanischen Präsidenten Donald Trump. Seit ihrem Amtsantritt lockert die Trump-Regierung Regeln und Aufsicht für Banken, Krypto-Firmen und Prediction Markets, um Kapital und Arbeitsplätze in den USA zu halten. Diese Lockerung läuft über die Behörden und ist deshalb per Gesetz kaum umkehrbar. Vor der Wahl am 03. November 2026 sehen Umfragen die Demokraten im Repräsentantenhaus als Favoriten und im Senat leicht vorn.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Ein Wahlsieg gäbe den Demokraten Vorladungsrechte

    Das Recht, Vorladungen zu erlassen, liegt im Kongress bei den Ausschussvorsitzenden der Mehrheitspartei. Gewinnen die Demokraten nur eine Kammer, bleibt ihre Kontrolle folglich auf diese Kammer beschränkt. Dort könnten sie ihre Ermittlerstäbe aufstocken sowie Behördenchefs und CEOs zur Aussage laden. Per Gesetz liesse sich die Agenda hingegen nicht stoppen. Die Deregulierung läuft über Verwaltungsrecht, also über Entscheide der Behörden selbst. Der Kongress kann diesen Weg mit Anhörungen unter Druck setzen, ihn aber nicht per Gesetz versperren.

    Spürbar wäre dieser Druck dennoch. Branchenvertreter erwarten, dass vor allem Chefs überparteilicher Gremien Anfragen aus dem Kongress nicht einfach ignorieren können. Bei stark umstrittenen Themen könnten sie deswegen vorsichtiger agieren. Zudem kosten Anfragen und die Vorbereitung auf Anhörungen Zeit, die für Politikvorhaben fehlt. Reibungsflächen existieren schon heute. Trumps Regulatoren gewähren Banken grosse Kapitalerleichterungen und gerieten in Anhörungen bereits mit Demokraten aneinander.

    Wie wahrscheinlich ein Machtwechsel ist, beziffern Märkte und Modelle nur als Bandbreite. Stand heute gab Polymarket den Demokraten 91% für das Repräsentantenhaus und 63% für den Senat. Einen Sieg in beiden Kammern bewertete die Plattform mit 62%. Kalshi sah die Partei im Senat bei 61%. Die Wahlmodelle streuten vergleichsweise breit. Silver Bulletin sah die Demokraten im Repräsentantenhaus bei rund 93% und im Senat bei rund 75%. Poliwave kam auf 84% beziehungsweise 61%. Auffällig ist, dass Prediction Markets somit zugleich Barometer der Wahl und Gegenstand der angekündigten Aufsicht sind.

    Waters, Warren und Casten könnten die Ausschüsse prägen

    Im Repräsentantenhaus ist Maxine Waters die ranghöchste Demokratin im Finanzausschuss, dem House Financial Services Committee. Als frühere Vorsitzende lud sie die CEOs der grössten US-Banken vor. Bei einem erneuten Vorsitz rechnen Beobachter daher wieder mit solchen Auftritten. Im Senat gilt Elizabeth Warren, die ranghöchste Demokratin im Senate Banking Committee, als Favoritin für den dortigen Vorsitz. Ihre Kritik richtet sich zuletzt allerdings stärker gegen grosse KI-Firmen, denen sie Sonderzugang zur Regierung und Einfluss auf die Politik vorhält. Beide Politikerinnen thematisieren ausserdem wiederholt die hohen Wohnkosten und kritisieren den Abbau des Konsumentenschutzes.

    Für die Krypto-Branche ist eine andere Personalie heikler. Krypto-Manager befürchten, dass der Abgeordnete Sean Casten Waters den Vorsitz im Finanzausschuss streitig machen könnte. Im September berichtete Punchbowl News, Casten habe einen solchen Schritt erwogen, sein Sprecher äusserte sich nicht. Seine Bilanz erklärt die Sorge. 2024 legte er einen Gesetzentwurf gegen Krypto-Werkzeuge vor, die aus seiner Sicht Geldwäsche begünstigen. Ein Jahr später stimmte er gegen den CLARITY Act, das geplante Marktstrukturgesetz für Krypto, und verwies auf Risiken für Amerikaner.

    Ferner nennen Juristen und Analysten weitere wahrscheinliche Ziele der Ausschüsse. Dazu zählen die gelockerte Bankenaufsicht mit reduzierter Durchsetzung und die Rolle der Wall Street bei der Finanzierung des KI-Booms und neuer Rechenzentren. Ebenso dürfte der Einfluss der Finanzbranche auf Wohnungsmarkt und Lebenshaltungskosten zur Sprache kommen. Sämtliche Vorsitze sind vorerst Erwartungen, entschieden ist keiner.

    Ray Dalio rät zu 10 bis 15% Gold und einem kleinen Bitcoin-Anteil, weil er in rund drei Jahren eine US-Schuldenkrise erwartet. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Justin Drake von der Ethereum Foundation rät zum Bunker Mode, weil KI-Mathematik ECDSA vor Quantencomputern brechen könnte. Hintergrund

    Ethereum-Forscher warnt vor Bruch der Krypto-Verschlüsselung durch KI

    Finanzprodukte

    Memecoins auf Robinhood Chain verzerren Aktien-Kurse

    Automated Market Makers verwalten Liquiditätspools wie regelgebundene Portfolios. Was das für Impermanent Loss und Absicherung bedeutet. Basiswissen

    Automated Market Makers als dezentrale Portfolio-Manager

    Ray Dalio rät zu 10 bis 15% Gold und einem kleinen Bitcoin-Anteil, weil er in rund drei Jahren eine US-Schuldenkrise erwartet. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Justin Drake von der Ethereum Foundation rät zum Bunker Mode, weil KI-Mathematik ECDSA vor Quantencomputern brechen könnte. Hintergrund

    Ethereum-Forscher warnt vor Bruch der Krypto-Verschlüsselung durch KI

    Prediction Markets und Trump-Verbindungen im Fokus

    Nach früheren Medienberichten bereiten Demokraten Untersuchungen zu den Verbindungen von Präsident Trump und seiner Familie zur Krypto- und Prediction-Market-Branche vor. Diese Geschäfte werten sie als Interessenkonflikt. Betroffen wären damit auch Unternehmen, die mit der Präsidentenfamilie Geschäfte machen.

    Gleichzeitig verlangen Demokraten mehr Aufsicht über Prediction Markets, also Plattformen, auf denen Nutzer mit Kontrakten auf den Ausgang realer Ereignisse setzen. Aus ihrer Sicht öffnen diese Märkte neue Wege für Missbrauch. Sie sehen zudem ein Risiko für die nationale Sicherheit, weil Regierungsinsider vertrauliche Informationen weitergeben könnten. Die Anbieter betonen hingegen, sie bekämpften Missbrauch aktiv. Ro Khanna, Demokrat im House Oversight Committee, sah Ende September ebenfalls Prüfbedarf bei Krypto-Transaktionen aus Gründen der nationalen Sicherheit.

    Das Weisse Haus liess eine Anfrage zu den Plänen der Demokraten unbeantwortet. Zuvor hatte ein Sprecher der Opposition im September vorgeworfen, sie wolle die Agenda des Präsidenten behindern und ihn grundlos angreifen.

    Nach den Midterms drohen Krypto-Firmen vor allem Schlagzeilen

    Für Unternehmen bedeutet Aufsicht durch den Kongress meist Rechts- und Beratungskosten. Schwerer wiegen nach Einschätzung von Juristen und Analysten jedoch negative Schlagzeilen und Reputationsschäden. Erste Vorboten gibt es schon. Anwälte berichten, dass Mandanten bereits Briefe von Ermittlern zu ihren Kontakten mit der Regierung erhalten haben. Die Kanzleien bereiten ihre Mandanten deshalb darauf vor, dass aus solchen Anfragen formelle Untersuchungen werden.

    Frühere Anhörungen zeigen, wie weit dieser Druck reichen kann. Nach Aussagen vor dem Kongress änderten Grossbanken ihre Überziehungsgebühren und den Schutz vor Betrug. Im Fall von Wells Fargo trat CEO John Stumpf 2016 nach Anhörungen zum Skandal um Scheinkonten abrupt zurück. Eine Gesetzesänderung war dafür letztlich nicht nötig. Wie schnell Kongressbefunde auf Börsenkurse durchschlagen, zeigte Anfang Oktober der Online-Broker Webull. Zunächst veröffentlichte der überparteiliche China-Sonderausschuss des Repräsentantenhauses einen Bericht über die China-Verbindungen des Unternehmens. Infolge des Berichts fiel die Aktie auf ein Beinahe-Viermonatstief. Es handelt sich um einen Befund des Kongresses, nicht um eine Massnahme der SEC oder der FINRA. Webull widerspricht und verweist auf Ungenauigkeiten im Bericht.

    Auch die Krypto-Gesetzgebung hängt am Kräfteverhältnis im Kongress. Am 15. September 2026 lehnte der Senat einen Verfahrensantrag zum CLARITY Act mit 49 zu 50 Stimmen ab, nötig gewesen wären 60. Einen neuen Anlauf kann es daher frühestens im neuen Kongress ab Januar 2027 geben, dann womöglich unter demokratischer Führung.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • X (Twitter)
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    FinCEN zieht die Mixing-Regel von 2023 und den Wallet-Vorschlag von 2020 zurück, während EU und Schweiz Eigentumsnachweise fordern.

    FinCEN gibt die geplante Krypto-Travel-Rule auf

    Die SEC will Investmentberatern und Fonds die Krypto-Verwahrung über Staats-Trust-Gesellschaften und eng begrenzt in Eigenregie erlauben.

    SEC will Krypto-Verwahrung für Investmentberater regeln

    Laut einem US-Senatsbericht nutzten 84% von 846 Iran-Wallets fast nur USDT, Tether verweist auf knapp 550 Mio. USD an Sperren.

    US-Senator fordert Ermittlungen gegen Tether wegen Iran-Wallets

    Comments are closed.

    Ein Sieg der Demokraten bei den Midterms stoppt die Deregulierung kaum, bringt Krypto-Firmen und Banken aber Vorladungen und Anhörungen.
    13. Oktober 2026

    Demokratischer Midterm-Sieg könnte Krypto-Vorstoss bremsen

    RippleX hat einen XRP-Ledger-Bug behoben, der vermutlich seit 2015 im Code steckte und XRP über die Gesamtmenge hinaus erzeugen konnte.
    12. Oktober 2026

    Kritischer XRP-Bug: Angreifer hätten Billionen an Token erzeugen können

    CVJ Wochenrückblick
    10. Oktober 2026

    Wochenrückblick: Wird Künstliche Intelligenz öffentliche Bitcoin-Adressen knacken?

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche
    © 2026 ThemeSphere. Designed by ThemeSphere.

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.