Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Aktuell » Köpfe » Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein
    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset.

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    von Redaktion cvj.ch am 22. Dezember 2025 Köpfe

    Der Bridgewater-Gründer Ray Dalio äusserte sich in einem Interview kritisch zu Bitcoin. Der Milliardär hält zwar selbst etwa ein Prozent seines Vermögens in BTC, sieht die Kryptowährung jedoch als ungeeignetes Reserve-Asset.

    Dalio nennt drei zentrale Schwachstellen: die öffentliche Nachverfolgbarkeit von Transaktionen, potenzielle Sicherheitsrisiken durch Quantencomputer sowie die daraus resultierende Unattraktivität für Zentralbanken. Gold bleibe für ihn die überlegene Wertaufbewahrung. Die Äusserungen erfolgen vor dem Hintergrund einer US-Staatsschuldenkrise. Die Verschuldung der USA erreichte im Dezember 2025 rund 38.4 Billionen Dollar. Dalio empfiehlt Anlegern dennoch eine Allokation von 15 Prozent in harte Vermögenswerte – wobei er Gold klar gegenüber Bitcoin priorisiert.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Transparenz als systemisches Risiko

    Im Gespräch mit Nikhil Kamath, Co-Founder von Zerodha, erläuterte Dalio seine Vorbehalte gegenüber Bitcoin als Reservewährung. Die öffentliche Blockchain schaffe ein strukturelles Problem für institutionelle Investoren und Zentralbanken.

    "Transaktionen können in Bitcoin alle verfolgt werden. Man kann überwachen, was die Transaktionen sind, Regierungen können überwachen, was die Transaktionen sind, und Regierungen können in diese Transaktionen eingreifen" – Ray Dalio

    Diese Transparenz unterscheide Bitcoin fundamental von Gold. Während physisches Gold ausserhalb des traditionellen Finanzsystems kaum kontrollierbar sei, ermögliche die Bitcoin-Blockchain pseudonyme Nachverfolgung aller Wallet-Adressen und Transaktionen. Für Reserve-Manager stelle dies ein Risiko dar, da Transaktionen potenziell blockiert oder überwacht werden können. Dalio betonte, dass Gold "das einzige Asset ist, das man besitzen kann, mit dem sie nicht herumspielen und es kontrollieren können". Diese Eigenschaft fehle Bitcoin.

    Technische Vulnerabilität und Zentralbank-Adoption

    Neben der Transparenzproblematik thematisierte Dalio technologische Risiken. Er verwies auf die Möglichkeit, dass Bitcoin eines Tages "geknackt, gebrochen oder kontrolliert" werden könnte. Besonders Quantencomputer stellen eine potenzielle Bedrohung dar. Dalio zog einen Vergleich zu synthetischen Diamanten: Ähnlich wie diese natürliche Diamanten imitieren, könnten künftige Technologien die Knappheit von Bitcoin untergraben.

    Diese strukturellen Schwachstellen führen laut Dalio dazu, dass Bitcoin für Zentralbanken als Reservewährung unattraktiv bleibt. Er führte aus, dass Bitcoin zwar "begrenzt im Angebot und als Geld wahrgenommen wird", jedoch "unwahrscheinlich von Zentralbanken und vielen anderen signifikant gehalten werden wird, aufgrund der Anzahl an Problemen, die es hat". Die begrenzte institutionelle Adoption begrenze gleichzeitig das langfristige Wertsteigerungspotenzial.

    Zum Thema Stablecoins äusserte sich Dalio ebenfalls skeptisch. Diese seien an Fiatwährungen gekoppelt und würden daher "wie die Fiatwährung abwerten". Ausserdem generierten sie keine Zinserträge. Stablecoins würden bislang "hauptsächlich für unmittelbare, schnelle Transaktionen genutzt und nicht als Wertaufbewahrung".

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Der ECON-Ausschuss des EU-Parlaments hat den Rechtsrahmen für den digitalen Euro genehmigt und Trilog-Verhandlungen angeordnet. Hintergrund

    EU-Parlament billigt Rechtsrahmen für digitalen Euro

    BlackRock reicht vierten S-1-Nachtrag für den Bitcoin Premium Income ETF (BITA) ein. Bloomberg-Analyst erwartet Launch vor Goldman Sachs. Finanzprodukte

    Start für BlackRocks ertragsgenerierenden Bitcoin-ETF rückt näher

    Transparenz im Digital Finance basiert auf Proof of Reserves, Merkle Trees, MPC-Verwahrung und 24/7-Monitoring für Solvenznachweise. Basiswissen

    Transparenz als Fundament der Sicherheit im Digital Finance

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Der ECON-Ausschuss des EU-Parlaments hat den Rechtsrahmen für den digitalen Euro genehmigt und Trilog-Verhandlungen angeordnet. Hintergrund

    EU-Parlament billigt Rechtsrahmen für digitalen Euro

    Portfolio-Empfehlung trotz Kritik

    Trotz seiner Kritik hält Dalio persönlich Bitcoin und empfiehlt eine strategische Allokation. In früheren Statements im November 2025 bestätigte er gegenüber CNBC, dass etwa ein Prozent seines Portfolios in Bitcoin investiert sei. Diese Position halte er bereits seit Jahren.

    Im Juli 2025 erhöhte Dalio jedoch seine Empfehlung für harte Vermögenswerte deutlich. Angesichts der steigenden US-Verschuldung riet er Anlegern, 15 Prozent ihres Portfolios in Gold oder Bitcoin zu allokieren. Diese Empfehlung stellt eine Verschiebung gegenüber seiner früheren Empfehlung von ein bis zwei Prozent dar. Der Hintergrund sind Projektionen des US-Finanzministeriums, das für das dritte Quartal 2025 zusätzliche Kreditaufnahmen von einer Billion Dollar prognostizierte.

    Dalio warnte, dass der "wirtschaftliche Herzinfarkt", der durch die steigende Verschuldung wahrscheinlich ausgelöst werde, noch nicht in den Währungs- und Anleihemärkten eingepreist sei. Die Staatsverschuldung der USA überschritt im Oktober 2025 erstmals 38 Billionen Dollar und erreichte Anfang Dezember 38.4 Billionen. Die jährlichen Zinszahlungen erreichten im Fiskaljahr 2025 rund 980 Milliarden Dollar – nahezu das Dreifache der 345 Milliarden aus dem Jahr 2020.

    Gold als Präferenz

    Innerhalb seiner 15-Prozent-Empfehlung priorisiert Dalio Gold klar vor Bitcoin. Er bezeichnete Gold als "Eckpfeiler der nicht-traditionellen Vermögensbewahrung" und bekräftigte, dass er generell eine Allokation von fünf bis 15 Prozent in Gold für angemessen halte. Im Interview mit Kamath formulierte er seine Haltung eindeutig: "Ich halte ein wenig Bitcoin. Ich habe ein wenig Bitcoin. Aber für mich ist es nicht so attraktiv wie Gold."

    Die Bevorzugung basiert auf Golds 5'000-jähriger Historie als Wertaufbewahrungsmittel. Bitcoin habe zwar seine fortgesetzte Existenz unter Beweis gestellt, rangiere jedoch in der Hierarchie der harten Assets weiterhin auf Platz zwei. Dalio betonte, dass Gold im Gegensatz zu Bitcoin nicht von Regierungen kontrolliert oder manipuliert werden könne, sobald es sich im Besitz eines Investors befinde.

    Gegenargumente: Wo Dalios Kritik zu kurz greift

    Mehrere von Dalios Argumenten halten einer näheren Prüfung nicht stand. Seine Behauptung, Gold könne im Gegensatz zu Bitcoin nicht von Regierungen kontrolliert werden, ignoriert historische Präzedenzfälle. Im Jahr 1933 konfiszierte die US-Regierung mit Executive Order 6102 privates Gold und zwang Bürger unter Strafandrohung zum Verkauf an die Federal Reserve. Bitcoin in Eigenverwahrung lässt sich hingegen durch eine Seed-Phrase im Gedächtnis speichern und unsichtbar über Grenzen transportieren. Die erwähnte Beschlagnahmung von 15 Milliarden Dollar in Bitcoin bezog sich auf den Bitfinex-Hack – also auf kriminell erlangtes Vermögen, nicht auf legitime Anleger. Bei ordnungsgemässer Selbstverwahrung bleibt Bitcoin praktisch unkonfiszierbar. Gold erfordert dagegen physische Lagerung, Verifizierung durch Dritte und ist bei Transport leicht identifizierbar.

    Auch die Quantencomputer-Bedrohung relativiert sich bei genauerer Betrachtung. Quantenrechner, die Bitcoins Kryptographie brechen könnten, liegen nach Experteneinschätzungen noch ein Jahrzehnt entfernt. Zudem würde ein solcher Durchbruch nicht nur Bitcoin, sondern das gesamte globale Bankensystem, militärische Kommunikation und kritische Infrastruktur gefährden. Bitcoin-Entwickler arbeiten bereits an quantenresistenten Signaturen und könnten das Protokoll bei Bedarf aktualisieren. Trotzdem ist die Bedrohung vorhanden und Bitcoin muss einen Konsens für eine Lösung der Quantenbedrohung finden, was keine triviale Herausforderungen für ein dezentrales Netzwerk darstellt.

    Dalios Transparenz-Argument vernachlässigt zudem technologische Entwicklungen. Lösungen wie das Lightning-Network ermöglicht Transaktionen ausserhalb der Haupt-Blockchain, die nicht öffentlich einsehbar sind. Auch vermischen dedizierte Protokolle Transaktionen mehrerer Nutzer und erschweren die Rückverfolgung erheblich. Zuletzt übertrifft Bitcoin Gold bei der Portabilität deutlich: Milliardenwerte lassen sich theoretisch in einer Wallet auf einem USB-Stick oder sogar als memorierte Seed-Phrase transportieren – unsichtbar und ohne physische Spur. Grosse Goldmengen erfordern dagegen gepanzerte Transporte, Versicherungen und hinterlassen bei jeder Grenzkontrolle dokumentierte Spuren.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Trump verpflichtet US-Bundesbehörden per Executive Order zur Post-Quanten-Migration bis 2031. Was die Fristen für Bitcoin & Co. bedeuten.

    Trump setzt US-Behörden Deadline für Post-Quanten-Migration

    Ein japanischer Pensionsfonds setzt auf Krypto-Assets: 1% seines Vermögens ab Geschäftsjahr 2026 als Absicherung gegen Währungsrisiken.

    Japanischer Pensionsfonds plant 1% Krypto-Allokation

    Strategy verkaufte Ende Mai 32 Bitcoin und kaufte eine Woche später 1'550 zurück. Was der Schritt über Bitcoin-Treasuries verrät.

    Strategy verkauft Bitcoin: Was das für Bitcoin-Treasuries bedeutet

    Die Ethereum Foundation kürzt ihr Budget um 40 Prozent, streicht 54 Stellen und ordnet sich neu als schlankes Endowment in fünf Cluster.
    24. Juni 2026

    Ethereum Foundation kürzt Budget um 40 Prozent

    Vier US-Strafverfolgungsorganisationen warnen, dass Section 604 des Clarity Act Ermittlungen gegen Krypto-Kriminalität behindern würde.
    24. Juni 2026

    Clarity Act: Gegenwind wächst aus der US-Verwaltung

    Cboe lanciert Prediction Markets mit binären Optionen auf den S&P 500 im SEC-Rahmen und tritt damit gegen Kalshi und Polymarket an.
    24. Juni 2026

    Cboe bringt Prediction Markets in den S&P-500-Handel

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.