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    Streit um Schuldenobergrenze sorgt für Marktunsicherheit

    Marktkommentar vom 15.07.2022

    von Matteo Bottacini am 15. Juli 2022 Marktkommentar

    Wiederkehrender Marktkommentar zu den Geschehnissen an den Kryptomärkten, zusammengefasst vom Crypto Broker Team der Crypto Finance AG.

    Marktkommentar

    Guten Morgen!

    Derzeit handelt Bitcoin (BTC) bei 20'790 USD (-4.1% in 7 Tagen), Ethereum (ETH) bei 1'205 USD (-2.7% in 7 Tagen), und der ETH/BTC-Spread liegt bei 0.0581 (+1.54% in 7 Tagen).

    Bitcoin BTC/USD (daily) / Charts: TradingView

    In dieser Woche konzentrierte sich der Markt einmal mehr auf die Veröffentlichung des monatlichen Verbraucherpreisindex in den USA. Dieser lag mit 1.3% (MoM) und 9.1% (YoY) über den Erwartungen. Die Kerninflation (ohne Lebensmittel und Energie) lag ebenfalls über den Erwartungen. Infolgedessen rechnet der Markt nun mit einer 50% Chance auf eine Zinserhöhung um 100 Basispunkte bei der nächsten FED-Entscheidung Ende dieses Monats. Auch die Nationalbank von Kanada überraschte den Markt mit einer Zinserhöhung um 100 Basispunkte; erwartet wurden 75 Basispunkte.

    Marktkommentar

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    Russischer Krieg beeinflusst weiterhin die Märkte

    Zu Beginn des Jahres hätte man diese Entwicklung vor dem Krieg in der Ukraine für nahezu unmöglich gehalten. In der heutigen Zeit schockiert dies die Märkte nicht mehr so sehr, da hoffentlich das meiste schon eingepreist ist. Positiv zu vermerken ist, dass die Rohstoffpreise gegenüber den jüngsten Höchstständen deutlich zurückgegangen sind und Öl jetzt deutlich unter 100 USD gehandelt wird. Dies wird sich letztendlich in den künftigen Verbraucherpreisindizes widerspiegeln.

    Ein aktuelles und möglicherweise in naher Zukunft brisantes Thema ist die Entwicklung der russischen Gasversorgung in Europa. Nord Stream 1 wird derzeit einer jährlichen Wartung unterzogen und es wird diskutiert, ob die Lieferung einer Turbine von Kanada nach Russland mit den Sanktionen in Konflikt steht. Im schlimmsten Fall wird Russland die Gaslieferungen nach Europa nicht wieder aufnehmen und sie von der Lockerung der westlichen Sanktionen abhängig machen. Analysten sind sich einig, dass Europa mit der Einstellung von russischen Gaslieferungen in eine tiefe Rezession stürzen würde. Die Vermutungen spekulieren auf neue Tiefststände, auf welche die Märkte stürzen würden.

    Aktuelle Ereignisse im Kryptobereich

    Gestern veröffentlichte Circle seine erste monatliche Aufschlüsselung seiner USDC-Bestände per Ende Juni. Damit wollte das Unternehmen für mehr Transparenz sorgen und wahrscheinlich einigen Gerüchten auf Twitter über die Qualität der Währungsreserven entgegenwirken. Etwa 75% der im Umlauf befindlichen USDC waren mit US-Staatsanleihen unterlegt (Laufzeiten zwischen dem 5. Juli und dem 29. September), der Rest wurde als Bargeld bei regulierten Finanzinstituten gehalten.

    Auf dem allgemeinen Kryptomarkt werden BTC und ETH im Vergleich zur Vorwoche leicht schwächer gehandelt und bewegen sich weiterhin in einer relativ engen Spanne. DeFi hingegen hat diese Woche gut abgeschnitten: UNI (+23%), AAVE (+22%) und CRV (+14%). Schliesslich gab es laut lookintobitcoin.com einen steilen Anstieg der Wallets, die mehr als 1 BTC halten. Insgesamt gibt es jetzt 884.309 Wallets, was einem jährlichen Anstieg von 84.800 Wallets oder +10.6 % entspricht. Das könnte darauf hinweisen, dass Kleinanleger BTC kaufen.

    Frohes Handeln!


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    Über den Autor

    Matteo Bottacini

      Matteo Bottacini ist Junior Trader bei Crypto Finance (Brokerage) AG. Bevor er zur Firma kam, arbeitete er für Versicherungs- und Beratungsunternehmen in Italien.Matteo hat einen Master of Science in Finance mit einer Spezialisierung in Digital Finance von der Universität Lugano (USI) in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen (HSG), wo er seine These zum Thema "Cryptocurrency Derivatives Pricing and Delta-Neutral Volatility Trading" verfasste. Matteo hat auch ein Zertifikat des Swiss Finance Institute (SFI) und einen Bachelor in Business Administration.

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