Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Glossary » HYPE – Hyperliquid
    Hyperliquid führt Perpetual- und Spot-Orderbücher vollständig on-chain und wickelt Liquidationen über den community-eigenen HLP-Vault ab.

    HYPE – Hyperliquid

    von Redaktion cvj.ch am 22. August 2026 Glossar

    Hyperliquid ist eine eigenständige Layer-1-Blockchain für den Handel mit Perpetual Futures und Spot-Märkten. Das zentrale Orderbuch liegt vollständig on-chain: Orders, Stornierungen, Trades und Liquidationen laufen über den Konsens der Chain statt über eine Preisformel im Liquiditätspool. Den Konsens liefert HyperBFT, ein protokolleigener Algorithmus.

    Hinter dem Protokoll steht die Hyper Foundation, die das Netzwerk-Token HYPE am 29. November 2024 in einem Genesis Event ausgab. Als dezentrale Börse arbeitet Hyperliquid anders als poolbasierte Handelsplätze: Orders treffen dort auf ein Orderbuch mit Preis-Zeit-Priorität und nicht auf einen Liquiditätspool. Den Schwerpunkt bilden Perpetual Futures, also Terminkontrakte ohne Verfallstermin. Auf derselben Chain läuft mit HyperEVM ebenfalls eine Smart-Contract-Umgebung. Hyperliquid bezeichnet deshalb zweierlei: den Handelsplatz und die Blockchain, auf der er läuft.

    Wie funktioniert das Orderbuch von Hyperliquid ohne AMM?

    Hyperliquids Handelsmodul heisst HyperCore und führt die Perpetual- und Spot-Orderbücher on-chain. Jede Order, jede Stornierung, jeder Trade und jede Liquidation durchläuft den HyperBFT-Konsens und ist ab dem folgenden Block final. HyperBFT ist ein protokolleigener Konsensalgorithmus, der auf Ideen von HotStuff aufbaut. Somit liegt der gesamte Marktzustand offen und nicht nur das Ergebnis eines abgeschlossenen Trades.

    Poolbasierte Terminmärkte arbeiten hingegen mit einem Automated Market Maker. Dort bestimmt eine Formel im Liquiditätspool den Preis, und Händler handeln gegen den Pool statt gegeneinander. Ein Orderbuch bildet Angebot und Nachfrage einzeln ab, eine Poolformel hingegen nur deren Saldo. Wer Hyperliquid mit poolbasierten Handelsplätzen wie GMX gleichsetzt, übersieht genau diesen Unterschied. Häufig verwechselt werden ausserdem HyperCore und HyperEVM: HyperCore ist die Handelsmaschine, HyperEVM die Smart-Contract-Umgebung darauf. HyperEVM ist keine eigene Chain, sondern läuft unter demselben Konsens wie die Orderbücher. Smart Contracts lesen dort über Read Precompiles die Preisdaten direkt aus den HyperCore-Büchern, ohne eigene Oracle-Infrastruktur.

    Ebenfalls im Protokoll geregelt ist die Handelsgebühr, die sich nach der Rolle im Orderbuch richtet. Auf der Basisstufe zahlen Maker 0.015% der Handelssumme, Taker 0.045%. Diese Gebühren fliessen vollständig an die Community, also an den HLP-Vault, den Assistance Fund und die Deployer der einzelnen Märkte.

    Woraus sich das HYPE-Angebot zusammensetzt

    Das Gesamtangebot von HYPE, dem Netzwerk-Token von Hyperliquid, ist auf 1 Milliarde Token fixiert. Beim Genesis Event gingen 31% davon unentgeltlich an die Genesis-Teilnehmer, und zwar vollständig entsperrt. Der grösste einzelne Block ist jedoch noch gar nicht geprägt und für künftige Emissionen sowie Community-Belohnungen vorgesehen. Die Anteile der Core Contributors unterlagen zunächst einer einjährigen Sperrfrist ab dem Genesis Event. Eine eigene Zuteilung an Risikokapitalgeber führt die Aufstellung nicht.

    ZuteilungMenge (HYPE)Anteil
    Genesis-Verteilung an die Community310'000'00031.0%
    Künftige Emissionen und Community Rewards388'880'00038.888%
    Core Contributors238'000'00023.8%
    Hyper Foundation Budget60'000'0006.0%
    Community Grants3'000'0000.3%
    HIP-2 (Hyperliquidity)120'0000.012%
    Gesamtangebot1'000'000'000100%

    Zudem dient HYPE als natives Gas-Token auf HyperEVM. Das Protokoll verbrennt dort sowohl die Basisgebühr als auch die Priority Fee, wie es EIP-1559 vorsieht. Ein zweiter Verbrennungskanal läuft ferner über den Assistance Fund, eine Systemadresse des Netzwerks. Er wandelt Handelsgebühren als Teil der Ausführung auf der Layer 1 automatisch in HYPE um. Was dort landet, verlässt Umlauf und Gesamtangebot dauerhaft.

    Was bei einer Liquidation über den HLP-Vault passiert

    Jede gehebelte Position auf Hyperliquid trägt eine Maintenance Margin: die Mindestsicherheit, gemessen am Positionswert. Je nach gewählter Hebelstufe liegt diese Schwelle zwischen 1.25% und 16.7%. Unterschreitet eine Position sie, versucht das System zunächst eine reguläre Markt-Order zur Schliessung. Gelingt das im Orderbuch, endet der Vorgang wie ein gewöhnlicher Trade.

    Reicht das nicht, greift ein zweiter Mechanismus. Sinkt das Eigenkapital des Kontos unter zwei Drittel der Maintenance-Margin-Schwelle, übernimmt der Liquidator-Vault die Position als Gegenpartei und wickelt sie über das Orderbuch ab. Dieser Vault gehört zu HLP, dem Hyperliquidity Provider, und damit zum Protokoll selbst. Grosse Positionen wickelt das System ferner gestaffelt ab: Erst geht ein Teil als Markt-Liquidationsorder ins Buch, der Rest folgt nach einer Abkühlphase. Diese Staffelung dämpft Kaskaden, weil sie eine grosse Position nicht auf einen Schlag in ein dünnes Buch wirft.

    HLP gehört der Community. Der Vault stellt zudem Liquidität über mehrere Market-Making-Strategien, führt Liquidationen aus und erhält dafür einen Teil der Handelsgebühren. Gewinne und Verluste dieser Strategien tragen folglich die Einzahlenden. Wer einzahlt, kommt allerdings vier Tage lang nicht an sein Kapital, gerechnet ab der jeweils letzten Einzahlung. Jede neue Einzahlung startet die Frist neu. Kapital kann deshalb nicht binnen Stunden abfliessen.

    Wie dezentral ist Hyperliquid?

    Den Konsens tragen Validatoren, und ins aktive Set rücken die grössten von ihnen nach Gesamt-Stake. Wie viele Plätze dieses Set umfasst, steht allerdings nicht fest und hat sich seit dem Start verändert. Wer kandidieren will, muss mindestens 10'000 HYPE selbst delegieren, und dieser Einsatz bleibt ein Jahr lang gesperrt. Einen Platz im Set garantiert er nicht.

    Genau daran setzte Kritik an. Kam Benbrik vom Node-Betreiber Chorus One kritisierte öffentlich den geschlossenen Quellcode des Node-Binaries und die Abhängigkeit von einer einzigen API. Wer den Code eines Nodes nicht einsehen kann, kann dessen Verhalten auch nicht unabhängig prüfen. Eine einzige API ist ausserdem ein Ausfallpunkt für alle, die über sie zugreifen.

    Hyperliquid antwortete darauf am 8. Januar 2025 öffentlich. Das Team bestritt den Verkauf von Validator-Plätzen und kündigte an, den Quellcode des Nodes zu öffnen, sobald das sicher möglich sei. Eine Frist nannte es dafür jedoch nicht. Die Kritik lag zeitlich also vor dem ersten Eingriff der Validatoren in einen laufenden Markt.

    Der Ablauf des JELLY-Vorfalls im März 2025

    Am 26. März 2025 eröffnete ein Angreifer auf Hyperliquid eine grosse Short-Position im Perpetual-Markt für den Memecoin JELLY. Gegenläufige Long-Positionen hielt er gleichzeitig auf anderen Adressen und blieb dadurch selbst marktneutral. Anschliessend zog er Margin ab. Die Short-Position war folglich unterbesichert, und das Protokoll musste sie liquidieren. Genau darauf zielte der Aufbau.

    Wie vorgesehen übernahm der HLP-Vault die liquidierte Short-Position als Gegenpartei. Später trieb der Angreifer den JELLY-Preis um rund 400% nach oben. Die übernommene Position rutschte daher tief ins Minus, und zwar zulasten der Einzahlenden in HLP. Aus der Vault-Mechanik wurde somit ein Angriffsziel.

    Schliesslich stimmten die Validatoren über ein Delisting des JELLY-Marktes ab. Die Abstimmung war binnen Minuten entschieden. Das Protokoll rechnete alle offenen Positionen zwangsweise zu einem festgesetzten Preis von 0.0095 USD ab. Dieser Preis lag deutlich unter dem manipulierten Marktpreis, und der Angreifer verlor den Gewinn aus der Manipulation. Den Fall löste letztlich eine Governance-Entscheidung, nicht die Liquidationslogik.

    Was Dogecoin von Bitcoin unterscheidet, ist das unbegrenzte Angebot des 2013 als Satire gestarteten Coins mit eigenem US-Spot-ETF. Basiswissen
    5. August 2026

    Was ist Dogecoin? Vom Satire-Projekt zum ETF-Asset

    Was Dogecoin von Bitcoin unterscheidet, ist das unbegrenzte Angebot des 2013 als Satire gestarteten Coins mit eigenem US-Spot-ETF.

    Bitcoin überholt Gold in den USA: Laut dem River-Report besitzen 49.6 Mio. Amerikaner Bitcoin, nur 28.8 Mio. halten noch Gold. Hintergrund
    22. Juli 2026

    Bitcoin überholt Gold bei US-Anlegern erstmals

    Bitcoin überholt Gold in den USA: Laut dem River-Report besitzen 49.6 Mio. Amerikaner Bitcoin, nur 28.8 Mio. halten noch Gold.

    Krypto-Sicherheit hinkt der Multi-Asset-Finanzwelt hinterher: 2025 überstiegen die Krypto-Verluste 4.70 Mrd. USD, ein Plus von 63%.
    22. Juli 2026

    Multi-Asset-Finanzwelt setzt die Krypto-Sicherheit unter Druck

    Kritiker sehen Bitcoin als Kriminellen-Währung. Der Chainalysis Crypto Crime Report zeigt: illegal ist unter 1% des On-Chain-Volumens.
    21. Juli 2026

    Mythos: Bitcoin und Kryptowährungen dienen vor allem der Kriminalität

    Sinkende Qubit-Schätzungen rücken die Quantencomputer-Bedrohung für Bitcoin näher und entfachen eine Debatte um Satoshis Coins.
    20. Juli 2026

    Quantencomputer setzen Bitcoins Kryptographie unter Druck

    Die meisten Krypto-Karten verschweigen ihren Emittenten. Warum sich Schweizer Krypto-Karten unterscheiden, zeigt der Blick auf 141 Karten.
    8. Juli 2026

    Die Bank, die Sie nie gewählt haben: Wer Schweizer Krypto-Karten wirklich ausgibt

    18 Prozent halten Krypto-Anlagen in der Schweiz, zeigt eine IFZ- und LUKB-Studie. Banken sehen Potenzial von bis zu 1 Million Kunden.
    29. Juni 2026

    HSLU- und LUKB-Studie: 18% der Schweizer Bevölkerung halten Krypto-Assets

    29. Juni 2026

    Der 4-jährige Bitcoin-Zyklus bleibt intakt

    Beliebte Artikel
    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.