Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home»Fokus»Legal/Compliance»Tornado Cash-Entwickler Roman Storm kämpft vor Gericht um Freispruch
    Tornado Cash-Entwickler Roman Storm kämpft vor Gericht um Freispruch. Richterin Failla prüft den Acquittal-Antrag - Retrial im Oktober.

    Tornado Cash-Entwickler Roman Storm kämpft vor Gericht um Freispruch

    von Redaktion cvj.ch am 10. April 2026 Legal/Compliance

    Tornado Cash ist ein dezentraler Mixing-Dienst auf Ethereum, der Kryptotransaktionen anonymisiert. Das US-Finanzministerium sanktionierte das Protokoll im August 2022 - laut Behörden wurden darüber seit 2019 über 7 Milliarden Dollar gewaschen, ein erheblicher Teil davon von Nordkoreas Lazarus Group.

    Einer der drei Mitgründer: der Entwickler Roman Storm. Die Behörden verhafteten Storm im August 2023 und klagten ihn in drei Punkten an: Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransferbusiness, Geldwäscheverschwörung und Sanktionsverstoss. Im August 2025 sprach ihn eine Jury im ersten Punkt schuldig - dafür drohen bis zu fünf Jahre Haft. Bei den zwei weiteren Anklagepunkten konnte sich die Jury nicht einigen. Eine Verurteilung dort hätte eine kombinierte Maximalstrafe von rund 40 Jahren zur Folge. Storm reichte daraufhin einen 59-seitigen Antrag auf Urteilsaufhebung ein. Am 9. April hörte Richterin Katherine Polk Failla am U.S. District Court in New York die Argumente beider Seiten. Sie hat nun mehrere Wochen Bedenkzeit.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Richterin hinterfragt die Anklage

    Auffällig war Faillas Verhalten gegenüber der Staatsanwaltschaft. Sie fragte Ankläger Ban Arad direkt, ob das blosse Erstellen von Tornado Cash ein Verbrechen sei. Arad verneinte. Als Failla nachhakte, ob das Aufrechterhalten des Protokolls strafbar sei, deutete Arad dies als möglicherweise kriminell an. Failla konterte trocken: "Sie waren besser dran, bevor Sie angefangen haben zu reden."

    Die Richterin warnte allerdings beide Seiten davor, ihre Fragen überzuinterpretieren. "Lesen Sie nicht zu viel in meine Fragen hinein. Wenn ich mich bereits entschieden hätte, hätte ich Sie nicht alle herbestellt." Verteidiger Brian Klein, Partner bei der Kanzlei Cooley, stützte seinen Acquittal-Antrag auf das Supreme-Court-Urteil Cox Communications v. Sony Music. Sein zentrales Argument: Blosses Wissen über Missbrauch einer Software beweise keine kriminelle Absicht.

    Das DOJ wies diesen Ansatz in einem Schreiben vom 7. April zurück. Das Cox-Urteil habe "keinerlei Ähnlichkeit" mit Storms Fall. Denn Storm habe Tornado Cash nicht nur programmiert, sondern aktiv eingesetzt, gewartet und aktualisiert - während er Millionen an Gebühren kassierte. Er habe dies getan, obwohl ihm bekannt war, dass sanktionierte Hacker die Plattform nutzten.

    Widersprüchliche Signale aus Washington

    Der Fall offenbart einen bemerkenswerten Widerspruch innerhalb der Trump-Administration. DOJ-Beamter Matthew Galeotti erklärte nach dem August-Urteil, das blosse Schreiben von Code ohne böse Absicht sei kein Verbrechen. Bei wirklich dezentralisierten Protokollen, die nur Peer-to-Peer-Transaktionen automatisieren, genehmige das DOJ keine neuen Strafverfolgungen mehr.

    Jay Clayton als amtierender US-Staatsanwalt für das Southern District of New York treibt die Anklage gegen Storm dennoch weiter voran. Er beantragte einen Wiederholungsprozess zwischen dem 5. und 12. Oktober 2026 für die zwei verbliebenen Anklagepunkte. Was dabei untergeht - die allgemeine DOJ-Linie und die konkrete Strafverfolgung in New York widersprechen sich direkt.

    66 Organisationen haben die Trump-Administration aufgefordert, die Strafverfolgung einzustellen. Darunter befinden sich Coinbase, Block, Paradigm, Multicoin Capital, die Solana Foundation, die Blockchain Association und die Uniswap Foundation. Der DeFi Education Fund, Coin Center und die Blockchain Association reichten zusätzlich amicus briefs ein.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Bitcoin-Quantencomputer-Risiken: ECDSA-Exposition auf secp256k1, NIST-Post-Quanten-Standards und BIP-360-Migrationspfade im Überblick. Hintergrund

    Bitcoin Quantencomputer: Was aktuelle Entwicklungen für die Netzwerksicherheit bedeuten

    JPMorgan warnt: Wiederkehrende DeFi-Exploits und stagnierendes TVL in ETH-Termen bremsen institutionelles Engagement im DeFi-Sektor. DeFi

    JPMorgan: DeFi-Hacks und TVL-Verluste bremsen institutionelle Anleger

    Basiswissen

    Unit Bias im Krypto-Markt: Warum günstige Coins Anleger täuschen

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Bitcoin-Quantencomputer-Risiken: ECDSA-Exposition auf secp256k1, NIST-Post-Quanten-Standards und BIP-360-Migrationspfade im Überblick. Hintergrund

    Bitcoin Quantencomputer: Was aktuelle Entwicklungen für die Netzwerksicherheit bedeuten

    Parallelen zum Fall Pertsev

    Storm ist nicht der einzige Tornado Cash-Entwickler vor Gericht. Die niederländischen Behörden verhafteten Co-Entwickler Alexey Pertsev, einen russischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Amsterdam, bereits im August 2022. Ein niederländisches Gericht verurteilte ihn im Mai 2024 wegen Geldwäsche von 2.2 Milliarden Dollar zu 64 Monaten Haft. Das Gericht ordnete die Einziehung von Kryptowährungen im Wert von 1.9 Millionen Euro sowie eines Porsches an.

    Richterin Henrieke Slaar urteilte damals: "Tornado Cash ist seiner Natur und Funktionsweise nach ein Werkzeug, das für Kriminelle bestimmt ist." Pertsevs Anwältin prüft derzeit eine Berufung, gestützt auf das Fifth-Circuit-Urteil zu den OFAC-Sanktionen. Dritter Mitgründer Roman Semenov erhielt im August 2023 ebenfalls eine Anklage. Sein Verfahren läuft weiterhin.

    OFAC-Sanktionen aufgehoben, Strafverfahren bleibt

    Die regulatorische Ausgangslage hat sich seit Storms Verhaftung verschoben. Das OFAC sanktionierte Tornado Cash als ersten Code in der Geschichte der Behörde - doch im November 2024 entschied der Fifth Circuit, dass OFAC seine Kompetenzen überschritten habe. Unveränderliche Smart Contracts seien kein sanktionierbares "Eigentum". Daraufhin hob OFAC im März 2025 sämtliche Tornado Cash-Sanktionen offiziell auf. Trotz dieses Rückzugs auf regulatorischer Ebene läuft das Strafverfahren gegen Storm weiter.

    Auch der Kongress bewegt sich. Im Juli 2025 verabschiedete das Repräsentantenhaus den CLARITY Act mit 294 zu 134 Stimmen. Im Februar 2026 folgte ein weiterer biparteiischer Gesetzentwurf zum Schutz von Code-Entwicklern vor Strafverfolgung. Der DeFi Education Fund warnte in seinem amicus brief deutlich. Falls Storms Verurteilung Bestand habe, besässe die Regierung "unbegrenzte Macht, jeden Software-Entwickler strafrechtlich zu verfolgen, dessen Code später von Dritten missbraucht wird." Richterin Failla liess am Ende der Anhörung erkennen, dass sie Termine für einen Wiederholungsprozess Ende 2026 im Blick hat. Sollte sie den Acquittal-Antrag ablehnen, steht der Retrial für Oktober 2026 an.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch

      Die CVJ Redaktion besteht aus einem Team von Blockchain Experten und informiert täglich und unabhängig über die spannendsten Neuigkeiten.

      Verwandte Artikel

      Kanada kündigt im Spring Economic Statement nationales Verbot von Krypto-Geldautomaten (ATMs) an. Rund 4'000 Maschinen sind betroffen.

      Kanada verbietet Krypto-Geldautomaten (ATMs)

      New York verklagt Coinbase und Gemini wegen Prediction Markets. AG James fordert 3.4 Mrd. USD. COIN-Aktie fällt um 6 Prozent.

      New York verklagt Coinbase und Gemini wegen Prediction Markets

      CLARITY Act am 15. April 2026 aus US-Senatskalender gestrichen: Stablecoin-Yield blockiert weiterhin Markup im Banking Committee.

      US-Senat streicht CLARITY Act vom Kalender

      Robinhood verfehlt Q1 2026: Krypto-Umsatz halbiert auf 134 Mio. USD, Aktie fällt 11 Prozent. Schwab und Coinbase verschärfen Wettbewerb.
      30. April 2026

      Robinhood verfehlt Q1-Schätzungen: Krypto-Umsatz halbiert sich

      Kanada kündigt im Spring Economic Statement nationales Verbot von Krypto-Geldautomaten (ATMs) an. Rund 4'000 Maschinen sind betroffen.
      29. April 2026

      Kanada verbietet Krypto-Geldautomaten (ATMs)

      OKX, BlackRock und Standard Chartered machen tokenisierte Real-World Assets (RWAs) als Margin-Sicherheit unter G-SIB-Custody nutzbar.
      29. April 2026

      OKX, BlackRock und Standard Chartered nutzen tokenisierte Treasuries als Sicherheit

      twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

      Über Crypto Valley Journal
      Über Crypto Valley Journal

      Am Puls der Bewegung

      • Akademie
      • Kontakt
      • Werbung
      • Über uns
      • Partner
      • Impressum
      • Datenschutz
      • Disclaimer
      Suche

      Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.