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    Tornado Cash Entwickler wegen Geldwäscherei verhaftet

    Tornado Cash Entwickler wegen Geldwäscherei verhaftet

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    von Redaktion cvj.ch am 25. August 2023 | Aktualisiert 31. März 2025 Legal/Compliance

    Die Gründer und Entwickler von Tornado Cash, einem Open-Source Tool zur Wahrung der Privatsphäre auf Ethereum, sehen sich in den USA mit Anschuldigungen zur Geldwäsche und Verstössen gegen US-Sanktionen konfrontiert.

    Der Krypto "Mixer" Tornado Cash befindet sich erneut in den Schlagzeilen. Vor einem Jahr schrieb das US-Finanzministerium Geschichte, als es das Protokoll als ersten Smart Contract auf die Sanktionsliste setzte. Kurz darauf wurde der Tornado Cash Entwickler Alexey Pertsev in den Niederlanden festgenommen. Bis im April 2023 verweilte Pertsev in einem niederländischen Gefängnis, bevor die Behörden ihn unter Hausarrest stellten. Nun hat der Southern District of New York formell eine Anklageschrift über die beiden Mitgründer Roman Storm und Roman Semenov veröffentlicht.

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    Geldwäsche und Verstösse gegen US-Sanktionen

    Die Anklage dreht sich um angebliche Geldwäscheaktivitäten und Verstösse gegen US-Sanktionen. Die Anklageschrift bezieht sich auf die Gründung, den Betrieb und die Förderung von Tornado Cash. Das Protokoll soll bis dato über 1 Milliarde US-Dollar an Geldwäschetransaktionen ermöglicht haben. Unter anderem benutzte die sanktionierte nordkoreanische Cybercrime-Organisation Lazarus das Projekt zur Verschleierung gestohlener Gelder. Die Angeklagten hätten gewusst, dass der von ihnen betriebene Tornado Cash-Dienst an diesen sanktionswidrigen Transaktionen beteiligt war.

    Zwar sperrte Tornado Cash diverse Kryptowährungsadressen im webbasierten Frontend, seit das OFAC Transaktionen mit der nordkoreanischen Hackergruppe Lazarus in Verbindung brachte. Allerdings ist der quelloffene Code in einem unveränderlichen Smart Contract hinterlegt, den die Behörden in einem einmaligen Fall mit Sanktionen belegten.

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    Missbrauch von Open-Source-Software

    Das quelloffene Protokoll von Tornado Cash funktioniert durch die Vermischung mehrerer Transaktionen, um die ursprüngliche Geldquelle zu verschleiern und den Nutzern dadurch Anonymität zu ermöglichen. Obwohl die Gründer das Tool mit der Absicht erschufen, die Privatsphäre im Ethereum-Ökosystem zu verbessern, missbrauchten betrügerische Akteure den Dienst ebenfalls für illegale Aktivitäten.

    Die US-Behörden machen die Gründer von Tornado Cash nun für die Folgen ihrer Open-Source-Software verantwortlich. Dieser Vorwurf wirft verschiedene rechtliche und ethische Fragen auf. Schliesslich sind Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain unveränderbar und werden von einem dezentralen Netzwerk an Knoten (engl. = Nodes) betrieben. Von Seiten der Open-Source-Gemeinschaft war deswegen ein öffentlicher Aufschrei zu vernehmen.

    Privacy is a fundamental human right. The same goes for financial privacy.

    If all the Tornado Cash devs did was write code, their arrest is an infringement on those rights.

    — Coin Bureau (@coinbureau) August 24, 2023

    Das US-Justizministerium hat keine weiteren Details über die spezifischen Fälle von Missbrauch oder das Ausmass der angeblichen Verstösse veröffentlicht. Smart Contract-Entwickler werden die Entwicklungen des Falles jetzt genau beobachten müssen. Der Prozess wird zweifelsohne einen Präzedenzfall für künftige Klagen gegen andere Open-Source-Software und ihre Gründer schaffen.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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