Marktrückblick Kalenderwoche 2 – 2021

Eine zusammenfassende wöchentliche Rückschau auf die Geschehnisse an den Kryptomärkten mit Fokus auf Trendsektoren, Liquidität, Volatilität, Spreads und mehr in Zusammenarbeit mit Marktdatenanbieter Kaiko.

Die letzten 7 Tage an den Kryptomärkten:

  • Preisentwicklungen: Die Märkte sind im vollen Preisfindungsmodus mit Preisschwankungen, die jetzt so extrem sind wie der Marktcrash im März.
  • Handelsvolumen: Während die Mehrheit des Bitcoin-Handelsvolumens gegen Tether (USDT) auftritt, ist der Anteil des Bitcoin-USD-Volumens seit Beginn der Hausse gestiegen, was auf eine institutionelle Präsenz hinweist.
  • Orderbuch-Liquidität: Es gibt einen Mangel an Käufern und Verkäufern in den Orderbüchern von BTC-USD, was erklären könnte, warum Bitcoin auf dem Weg zu rekordverdächtigen Höchstständen wenig Widerstand erfahren hat.
  • Volatilität und Korrelationen: Die Korrelation von Bitcoin mit Gold ist in dieser Woche stark gesunken, während die Korrelation mit Aktien zugenommen hat.

Preisfindung verursacht Peitschenhiebe auf die Märkte

Steigende Profite liessen die gesamte Marktkapitalisierung von Krypto-Assets zum ersten Mal über $1 Billion steigen, inmitten einer der turbulentesten Wochen in der politischen Geschichte der USA. Bitcoin und Ethereum schlossen am Sonntagabend bei $38k bzw. $1,2k, bevor sie in den frühen Morgenstunden des Montags prompt zweistellig abstürzten. Sogar XRP stieg um satte 39%, während Ripple mit einer Klage der SEC konfrontiert wurde. Es ist klar, dass die Kryptowährungsmärkte im Preisfindungsmodus sind, mit null Präzedenzfällen von Unterstützung und Widerstand, was die technische Analyse für zukünftige Preisvorhersagen zu einem fast sisyphushaften Unterfangen macht.

Anteil des US-Dollar-Volumens steigt im Verhältnis zu Tether

Während der Grossteil des Bitcoin-Handelsvolumens gegen Tether (USDT) stattfindet, ist der Anteil des Bitcoin-USD-Volumens seit Beginn der Hausse gestiegen. Im vergangenen Jahr lag das BTC-USD-Volumen bei etwa 30% im Vergleich zu 70% bei Tether. Seit Mitte Oktober ist dieser Prozentsatz auf mehr als 40% gestiegen, was auf eine institutionelle Präsenz in den Kryptowährungsmärkten hindeutet. Institutionen ziehen es in der Regel vor, mit Fiat-Währungen zu handeln und nicht mit Tether, das mehr regulatorische Risiken birgt, obwohl die Märkte liquider sind.

Ein Mangel an Käufern und Verkäufern in den Orderbüchern

Marktrückblick Kryptomärkte

Unsere Freunde von Chainalysis haben On-Chain-Daten analysiert und herausgefunden, dass es wahrscheinlich einen Mangel an Bitcoin-Verkäufern gibt, aufgrund der niedrigen Volumina der Börsen-Inflows. Durch die Analyse von Börsenmarktdaten können wir beobachten, dass es in der Tat einen Mangel an Kauf- und Verkaufsaufträgen in den Bitcoin-Dollar Orderbüchern zu geben scheint. Dies könnte ein Grund dafür sein, warum der Preis von Bitcoin im letzten Monat wenig Widerstand erfahren hat, was zu rekordverdächtigen Höchstständen führte. Je geringer die Anzahl der Aufträge in einem Orderbuch ist, desto einfacher ist es für grosse Marktkaufaufträge, den Preis eines Assets in die Höhe zu treiben. Das Tempo, mit dem Bitcoin zu Rekordhöhen aufgestiegen ist, resultiert wahrscheinlich aus einem Zustrom neuer Käufer und einem Mangel an Liquidität auf der Angebotsseite.

Korrelation von Bitcoin mit Gold stürzt weiter ab

Marktrückblick Kryptomärkte

Bitcoins 30-Tage-Korrelation mit Gold liegt nun bei -0.329 und setzt damit seinen Abwärtstrend fort, der Ende November begann. Die Korrelation des Krypto-Assets mit Aktien hat sich im Laufe der Woche verstärkt, da die Märkte trotz einer riesigen politischen Krise in Washington weiter ansteigen. Der dramatische Höhepunkt dieser Wahlsaison läutet eine blaue Welle ein, die eine Ausweitung der Staatsausgaben und des Quantitative Easing (QE) verspricht, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu beheben – eine Aussicht, die in der Finanzindustrie einige Nerven gekostet hat. Aber es scheint, dass diese Sorgen noch nicht auf die Aktienmärkte übergeschwappt sind, die weiterhin riesige Anstiege verzeichnen. Manche beginnen es mit einer Blase zu vergleichen, die von den Realitäten der pandemiebetroffenen Wirtschaft abgekoppelt ist.

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Redaktion cvj.ch

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