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    Decentralized Identity

    DID – Decentralized Identity

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    von Redaktion cvj.ch am 7. November 2025 Glossar

    Decentralized Identity (DID) bezeichnet ein Identitätsmodell, bei dem Nutzer ihre digitalen Identitäten selbst besitzen und verwalten – ohne Abhängigkeit von zentralen Behörden, Unternehmen oder Plattformen. Es bildet die Grundlage für ein datenschutzfreundliches, interoperables Identitätssystem im Web3.

    Bei einer dezentralen Identität liegen persönliche Daten, Nachweise und Zugriffsrechte im Besitz des Nutzers und nicht bei einer zentralen Institution. Identitäten werden über Wallets, kryptografische Schlüssel und verifizierbare Nachweise verwaltet. Dadurch entsteht ein sicheres, portables und fälschungssicheres Modell zur Identifikation im digitalen Raum.

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    Funktionsweise und Zielsetzung

    Decentralized Identity bricht mit dem klassischen Web2-Modell, bei dem Identitäten von Tech-Konzernen, Registern oder Social-Platforms kontrolliert werden. Stattdessen basiert das System auf selbstverwalteten Identitäten, sogenannten „Self-Sovereign Identities“ (SSI). Eine Identität wird dabei über ein Wallet und kryptografische Schlüssel gesteuert, während Nachweise – etwa Führerschein, Ausbildung oder Mitgliedschaften – in Form von Verifiable Credentials gespeichert werden. Diese Nachweise können selektiv geteilt werden, ohne dass Nutzer ihre gesamten Daten preisgeben müssen.

    Das Ziel ist ein Datenschutz-Modell, das Manipulation, Datenmissbrauch und Identitätsdiebstahl erschwert. Nutzer entscheiden selbst, welche Attribute sie teilen und mit wem. Die Kontrolle verschiebt sich von zentralen Datensammlern hin zu einer individuellen Souveränität über digitale Identität.

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    Einsatz in Web3 und realer Wirtschaft

    In der Web3-Welt erleichtert Decentralized Identity die Nutzung von dApps, On-Chain-Profilen und Cross-Platform-Logins. Statt sich mit E-Mail oder Social-Accounts anzumelden, kann ein Nutzer seine Wallet-basierte Identität verwenden, ergänzt um verifizierte Berechtigungen oder KYC-Nachweise, wenn nötig. So entsteht ein verifizierbarer Ruf, der über Plattformen hinweg tragbar ist und nicht gelöscht oder beschränkt werden kann, wenn ein Anbieter verschwindet.

    Auch ausserhalb des Kryptobereichs gewinnt das Konzept an Bedeutung. Regierungen, Banken und Bildungs­einrichtungen testen Lösungen, die amtliche Nachweise digital und fälschungssicher ausstellen, ohne Daten zentral zu speichern. EU-Initiativen zur E-ID-Wallet, Pilotprojekte in Singapur oder Kanada sowie Unternehmenslösungen etwa von Microsoft zeigen, dass decentralized identity sich zum globalen Standard für digitale Ausweise entwickeln könnte.

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