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    Der globale Stand der Krypto-Regulierung

    Der globale Stand der Krypto-Regulierung

    von Redaktion cvj.ch am 11. Oktober 2023 Legal/Compliance

    Während einige Krypto-Skeptiker immer noch für ein Verbot von Blockchain-basierten Währungen plädieren, arbeiten Regierungen auf der ganzen Welt an umfassenden regulatorischen Richtlinien für den aufstrebenden Bereich. Ein Blick auf die Krypto-Regulierung in der Schweiz, der EU, den USA und in Asien.

    In einer Zeit, die durch den rasanten Aufstieg von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie gekennzeichnet ist, navigieren Staaten rund um den Globus durch eine komplexe Regulierungslandschaft. Vollständige Verbote der Technologie werden immer seltener, während vernünftige Richtlinien für Krypto-Vermögenswerte in verschiedenen Gerichtsbarkeiten an Zugkraft gewinnen. Eine der ersten Adoptionen eines solchen Ansatzes war die Schweiz - die Heimat des Crypto Valley.

    Ein florierendes Krypto-Ökosystem im Herzen Europas

    Die Schweiz hat früh eine positive Haltung gegenüber Kryptowährungen eingenommen und Schritte unternommen, um sich als globaler Marktführer im Krypto-Bereich zu etablieren. Die Bereitstellung von Krypto-Tauschgeschäften und Verwahrungsdienstleistungen in der Schweiz ist legal und wird von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) reguliert.

    Der Schweizer Bundesrat veröffentlichte im Dezember 2018 einen umfassenden Bericht über den rechtlichen Rahmen für DLT und Blockchain in der Schweiz. Das Schweizer DLT-Gesetz trat 2021 nach einem schnellen, aber gründlichen Gesetzgebungsverfahren in Kraft und ging mit einer Rahmenverordnung einher. Banken wie Swissquote, Zuger Kantonalbank, Luzerner Kantonalbank und PostFinance sind neben spezialisierten Kryptobanken wie SEBA und Sygnum tätig.

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    EU unternimmt erste Schritte zur Regulierung

    Die Europäische Union hat Anfang des Jahres eines der weltweit ersten umfassenden Regelwerke zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten, bekannt als Markets in Crypto Assets (MiCA), verabschiedet. Die MiCA-Verordnung bietet einen einheitlichen Rechtsrahmen für Krypto-Märkte in der EU, und Transaktionen mit Krypto-Vermögenswerten werden auf die gleiche Weise wie traditionelle Geldtransfers erfasst. Die Krypto-Verordnung der EU soll ab 2024 eingeführt werden. Mehrere Banken, darunter die Deutschen Sparkassen, Deutsche Bank und Société Générale, bieten bereits Krypto-Dienstleistungen an oder haben angekündigt, dies zu tun.

    Komplexere Rechtslage in den USA

    Die Regulierung von Kryptowährungen in den USA befindet sich noch in der Entwicklung. Die Biden-Administration klärte die Verwendung und Regulierung von Kryptowährungen im Jahr 2022 und ebnete damit den Weg für klarere Richtlinien. Dennoch wetteifern verschiedene Regulierungsbehörden um die Zuständigkeit über den Bereich, darunter die SEC, die CFTC und das Office of the Comptroller of the Currency (OCC). Insbesondere die SEC hat die Grauzone ausgenutzt und mit einem fragwürdigen "rules by enforcement"-Ansatz Aufmerksamkeit erregt. Die Behörde steht dafür stark in der Kritik und hat bereits mehrere wegweisende Gerichtsverfahren verloren.

    Der Kongress ist in den USA für die Gesetzgebung zuständig. Mehrere Gesetzesentwürfe im Zusammenhang mit Kryptowährungen wurden eingebracht und erörtert. Der wichtigste Gesetzesvorschlag ist der so genannte "Crypto Bill," der im Juli verabschiedet wurde. Der Gesetzentwurf sieht eine progressive Regulierung vor und unterstellt den Bereich der Aufsicht durch die CFTC.

    Auch das traditionelle Finanzwesen hat digitale Vermögenswerte weitgehend in seine Dienstleistungen integriert. So werden beispielsweise Terminkontrakte an der CME und der CBOE gehandelt, und grosse Banken bieten ihren Kunden Dienstleistungen in diesem Bereich an. Futures-basierte ETFs werden ebenfalls an US-Börsen gehandelt. Darüber hinaus ist die zweitgrösste Kryptowährungsbörse, Coinbase, in den USA ansässig und an der NASDAQ notiert.

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    Fragmentierte Ansätze in Asien

    Der regulatorische Rahmen für Kryptowährungen ist fragmentiert und variiert in den asiatischen Ländern auf ganzer Linie. Indiens Haltung zur Regulierung von Kryptowährungen hat sich weiterentwickelt und ging von einem totalen Verbot von Krypto-Aktivitäten über zu Überlegungen zur Regulierung der Branche durch ein bevorstehendes Krypto-Gesetz.

    Die asiatisch-pazifische Region (APAC) weist einige der höchsten Adoptionen und Wachstumsraten von Kryptowährungen auf. Gesetzgeber und Regulierungsbehörden führen innovative Regeln und Richtlinien ein, um die wirtschaftliche Dynamik weiter voranzutreiben. Obwohl Kryptowährungen in China immer noch offiziell verboten sind, öffnet sich die Regierungspartei dem Bereich, wie die Vergabe der ersten Lizenzen für Handelsplattformen in Hongkong zeigt.

    In Japan werden Kryptowährungen und Utility-Token wie BTC und ETH im Rahmen des Gesetzes über Zahlungsdienste als "Krypto-Assets" kategorisiert. Kryptowährungen sind in Singapur legal und das Land bietet ein günstiges regulatorisches Umfeld für Kryptounternehmen. Die Monetary Authority of Singapore (MAS) beaufsichtigt den Krypto-Sektor und legt Richtlinien für digitale Token-Angebote und Kryptowährungsbörsen fest.

    Naher Osten: der nächste Krypto-Hub?

    Die Vereinigten Arabischen Emirate sind mit ihrer kryptofreundlichen Politik zu einer Drehscheibe für neue und etablierte Kryptounternehmen geworden. Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gelten als Spitzenreiter in der Regulierungsstruktur, wobei Dubai das Ziel verfolgt, ein globales Zentrum für Krypto und Blockchain zu werden.

    Die Dubai Financial Services Authority (DFSA) überwacht die Finanzregulierung und ist für die Überwachung der Krypto-Industrie in Dubai zuständig. Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate sind die einzigen Länder des Nahen Ostens, die klare Vorschriften für digitale Vermögenswerte erlassen haben, wobei Bahrain 2019 ein Modul zur Regulierung von Kryptowährungen veröffentlichte.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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