Zu Besuch bei der Blockchain Challenge 2019 – Teil 2

Im Rahmen der Blockchain Challenge, werden studentische Projekte der Wirtschafts-wissenschaftlichen Fakultät im Rahmen der Blockchain vorgestellt. Veranstalter des Events ist das «Center for Innovative Finance» der Universität Basel. Teil 2.

Teil 1 der Blockchain Challenge 2019 hier.

Ausschreibungsverfahren von Bauprojekten, Bearing Point

Ausschreibungsverfahren von Bauprojekten sind häufig komplex. Genau dieser Thematik hat sich das Team „Bearing Point“ gewidmet und die Prozesse von Genehmigungsverfahren hin zu Vergabeverfahren bis zum Vertragsabschluss untersucht. Da in diese Prozesse diverse Parteien mit unterschiedlichen Interessen involviert sind, sind hohe Prozesskosten und Vertrauensprobleme das Resultat. Durch die Blockchain-Technologie können Verfahren automatisiert abgewickelt werden und der Projektverlauf kann transparent und ohne Manipulationsmöglichkeiten festgehalten werden. Die Glaubwürdigkeit sowie die Nachvollziehbarkeit würde den involvierten Parteien erhöhte Rechtssicherheit und Kosteneinsparungen bieten.

Team Bearing-Point

Infrastrukturzugang für Passagierschiffe, Port of Switzerland

Das Unternehmen Port of Switzerland versorgt Schiffe der Fahrgastkabinenschifffahrt während des Aufenthalts in Basel mit einem Anliegeplatz sowie der benötigten Infrastruktur (Trinkwasser, Strom, Abfallentsorgungsmöglichkeiten). Diese Prozesse laufen aktuell manuell und daraus resultierend sehr ineffizient ab. Das Team hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Reservierungen, den Infrastrukturzugang sowie die Bezahlung vollständig online und automatisiert abzuwickeln. Dafür hat das Team eine Implementierung der Hyperledger Fabric Blockchain vorgeschlagen. Bei erfolgreicher Umsetzung des Projektes würde sich diese Lösung auf andere Häfen in Europa replizieren lassen.

Team Port of Switzerland

Datenhoheit und Gebäudedigitalisierung, innoQ

Durch den Fortschritt in der Digitalisierung werden auch im Gebäudebereich viele Datenmengen gesammelt. Das Unternehmen innoQ setzt es sich zum Ziel, jeder Person die Kontrolle über die eigenen Daten zu ermöglichen. Die Studierenden sollten im Rahmen dieses Projektes ein System entwickeln, welches den Kunden die Möglichkeit bietet, selbstständig zu entscheiden wer Zugriff auf die eigenen Daten erhält und in welchem Umfang dies geschieht. Die Blockchain soll diesen Ausleseprozess transparent protokollieren. Ausserdem soll es die Anwendung ermöglichen, den Nutzer für die Bereitstellung der persönlichen Daten automatisch zu entlohnen.

Blockchain Badi Karte, Sympany

Im Rahmen einer neuen Kundenbindungsmassnahme hat die Krankenversicherung Sympany eine Aktion ins Leben gerufen, welche unter dem Titel „Gratis ins Bad“ fungiert. Sympany-Kunden die jünger als 26 Jahre sind, können mit der ihnen dafür zugesandten Mitgliederkarte kostenlos die Freibäder der Region besuchen. Die Bäder werden anschliessend von der Sympany für die registrierten Besucher entschädigt – bisher erfolgt die Kontrolle der Gratiseintritte allerdings durch eine händische Erfassung. Die Studierenden haben im Rahmen dieses Falles den Prozess analysiert, einen möglichen Einsatz der Blockchain-Technologie geprüft und mithilfe einer App ein Modell umgesetzt. 

Team Sympany

Automatisiertes Zahlungsarchiv, Verein Vorsorge Schweiz

Der Verein Vorsorge Schweiz, welcher der Dachverband der Freizügigkeitsstiftungen ist, hat im Rahmen der Challenge von den Studierenden wissen wollen, ob der Schriftverkehr zwischen Vorsorgenehmer und der Stiftung effizienter aufgezogen werden könnte. Dadurch sollen sowohl der Eintritt, als auch der Austritt eines Kunden in die Stiftung erfasst werden. Weiterhin sollen auch Zahlungsein- und Ausgänge über die Blockchain erfasst werden. Die zehnjährige Aufbewahrungspflicht der Daten, welche bei den Freizügigkeitsstiftungen verpflichtend ist, soll durch diese Methode ebenfalls gewährleistet werden. Das Studierendenteam hat darum die Implementierung via Hyperlegder Iroha vorgeschlagen, da es in dieser Lösung grosse Vorteile betreffend der Integrität der Daten sieht. Auch eine starke Effizienzsteigerung soll daraus folgen.

CHF Stablecoin für Basellandschaftliche Kantonalbank

Die Challenge der BLKB war es, ein Konzept für eine an den Schweizer Franken gekoppelte Krypto-Währung zu entwerfen – einen Stablecoin. Fokus des Projektes lag auf dem technischen Prototypen, dem Business-Case sowie den rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Studierenden mussten ausserdem die Risiken evaluieren und Lösungsansätze finden. Auch die Frage, ob eine Parität zum Schweizer Franken ein Vorteil ist, wurde dabei analysiert. Das Team, welches an diesem Projekt arbeitete, stand allerdings ausser Konkurrenz. Die Mitorganisatoren des gesamten Events hatten sich aufgrund eines ausscheidenden Teams kurzfristig bereit erklärt, diesen spannenden Case zu übernehmen und haben die dementsprechende Vorstellung innerhalb weniger Tage realisiert. Eine tolle Leistung!

Team BLKB

 In Kürze werden wir einen dritten und abschliessenden Teil zur Blockchain Challenge publizieren.

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Redaktion cvj.ch

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