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    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » Deutscher Bankenverband fordert digitalen Euro
    euro zeichen in front von bankenskyline

    Deutscher Bankenverband fordert digitalen Euro

    von Redaktion cvj.ch am 9. November 2019 News

    Der Verband Deutscher Banken, eine Lobbygruppe von mehr als 200 Privatbanken des Landes, forderte kürzlich in einem Positionspapier die Einführung einer digitalen Version des Euro.

    Im kürzlich veröffentlichten Positionspapier, wird die Notwendigkeit der Einführung eines krypto basierten Euros auf einer gemeinsamen paneuropäischen Zahlungsplattform dargelegt.

    Digitaler Euro Voraussetzung für Bankensektor in der Finanztechnologie-Landschaft wettbewerbsfähig zu bleiben

    Darin wird vorgeschlagen, dass der beste Weg zur Verwirklichung eines digitalen Euro eine Zusammenarbeit zwischen Banken und Regierungen ist. Das Papier argumentiert, dass es für den Bankensektor von entscheidender Bedeutung ist, mit den Zentralbanken zusammenzuarbeiten, um dieses krypto basierte Zahlungssystem zu schaffen. Im Bericht werden elf Positionen hervorgehoben, welche die Ansichten des Verbandes verdeutlichen. Es sei die Voraussetzung, damit der Bankensektor in der sich schnell verändernden Finanztechnologie-Landschaft wettbewerbsfähig bleiben kann.

    Zusammenfassend lassen sich die elf Positionen wie folgt darstellen:

    1. Das Finanzsystem darf nicht durch Kryptowährungen destabilisiert werden.
    2. Der Verband betrachtet programmierbares digitales Geld als eine Innovation mit großem Potenzial.
    3. Es soll eine Kompatibilität zwischen kryptobasierter Euro und dem bestehenden Zahlungssystem errichtet werden, um eine umfassende paneuropäische Zahlungsplattform zu schaffen.
    4. Es muss einen einheitlichen Aufsichts- und Regulierungsrahmen geben. Die Ausgabe und Verwahrung von digitalen Euro sollte mit bestehender Banklizenz möglich sein.
    5. Regulierungsbehörden und Gesetzgeber müssen die notwendigen Schritte unternehmen, um digitale Innovationen zu ermöglichen.
    6. Der europäische Gesetzgeber muss sich auf einen einheitlichen europäischen Ansatz für Finanzinnovationen einigen.
    7. Ein digitaler Euro muss mit einem europäischen (oder globalen) Identitätsstandard einhergehen.
    8. Programmierbares digitales Geld erfordert eine robuste Datenschutzstrategie.
    9. Es muss Rechtsklarheit darüber bestehen, wie ein digitaler Euro verwendet werden kann.
    10. Das deutsche Steuerrecht muss klären, ob programmierbares Geld eine Währung oder ein wirtschaftliches Gut für Steuerzwecke ist.
    11. Es müssen auch Einlagensicherungssysteme für programmierbares Geld existieren, um die Verwendung zu fördern und Vertrauen aufzubauen.

    Dem Bericht ist auch ein Überblick über die verschiedenen Formen des digitalen Geldes zu entnehmen:

    ein überblick über verschiedene formen von digitalem geld und digitalen euro
    Quelle: bankenverband.de

    Forderung nicht neu

    Die Bemerkungen über die Notwendigkeit der Finanzstabilität und eines regulatorischen und rechtlichen Umfelds, welches die Annahme neuer Innovationen begünstigt, sind nichts Neues. So hat bereits im September die Deutschte Bundesregierung eine nationale Blockchain-Strategie veröffentlicht. Neu ist der Wunsch des Bankensektors nach einem kryptobasierten, programmierbaren Euro. Die deutschen Kreditgeber sind fest davon überzeugt, dass programmierbares digitales Geld und seine Verknüpfung mit Smart Contracts in der digitalen Wirtschaft an Bedeutung gewinnen wird.

    Internationaler Wettstreit um digitale Währungen zieht an

    Die jüngste Forderung nach einem digitalen Euro kommt zu einem Zeitpunkt, wo bereits China mit der Einführung einer digitalen Version des Renminbi beginnt und Facebook seit längerem an der Lancierung ihrer eigenen digitalen Währung Libra arbeitet. Auch die Türkei gab diese Woche bekannt an einer digitalen Lira arbeiten zu wollen. Digitale Währungen von Zentralbanken (CBDC) werden somit in nächster Zeit weiterhin für Schlagzeilen sorgen.

     

     

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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