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    fornerly Telegram TON the open network Toncoin

    Was ist das Telegram-Netzwerk TON?

    von Redaktion cvj.ch am 12. Oktober 2023 Hintergrund

    The Open Network (TON) der Social-Media-Plattform Telegram ist eine dezentrale Blockchain, die zur Vermittlung von Zahlungen innerhalb des Ökosystems der App dient. Eine Übersicht zum TON-Netzwerk sowie dessen kontroverse Geschichte.

    Im Januar 2018 stellte Pavel Durov, Gründer der Social-Media-App Telegram, das TON-Projekt in einem offiziellen Blogbeitrag vor. Im Anschluss an diese Ankündigung führte Telegram im Februar 2018 ein bedeutendes Initial Coin Offering (ICO) durch und sammelte für seine Kryptowährung Gram eine beachtliche Summe von 1.7 Milliarden USD. Dieses ICO ging als eines der grössten Fundraising-Events seiner Art in die Geschichte ein. Der nachfolgende Kampf mit Regulatoren sollte sich allerdings als wegweisend herausstellen und die Entwicklung der Plattform um Jahre verzögern.

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    Fall und Aufstieg zieht sich über Jahre

    Telegram unterstützte das TON-Projekt am 30. April 2018 mit der Veröffentlichung eines umfassenden 132-seitigen Whitepapers, das einen detaillierten Überblick über die technischen Feinheiten der TON-Blockchain und ihre breitere Vision bot. Im Oktober 2019 standen jedoch rechtliche Herausforderungen an, als die United States Securities and Exchange Commission (SEC) rechtliche Schritte gegen Telegram Group Inc. und das TON-Projekt einleitete. Die SEC behauptete, dass die Gram-Token, die während des ICO verkauft wurden, nicht registrierte Wertpapiere darstellten. Dabei handelte es sich um eine der ersten prominenten Krypto-Klagen der SEC.

    Letztendlich traf Pavel Durov am 11. Oktober 2019 die schwierige Entscheidung, das TON-Projekt aufgrund der enormen rechtlichen Hindernisse und regulatorischen Probleme einzustellen. Das offizielle Ende des ursprünglichen Projekts kam am 12. Mai 2020, als Durov einen Kompromiss von Telegram mit der SEC bekannt gab. Dieser beinhaltete eine Geldstrafe in Höhe von 18.5 Mio USD und die Rückzahlung von 1.2 Milliarden USD an die Investoren, was das offizielle Ende des Projekts in dieser Form bedeutete.

    TON wird zu Open Network

    Der Übergang von Telegrams TON zu "The Open Network" fand am 3. August 2021 statt. Die Entscheidung kam zustande, da Telegram nicht mehr an dem Projekt arbeiten konnte und auf die Bitte der Community (The Open Network) reagierte, alle Ressourcen an sie als Hauptentwickler zu übertragen. Das neue Team plante, das Projekt so fortzuführen, wie es ursprünglich von Telegram geplant war und sicherzustellen, dass die Implementierungen der ursprünglichen Dokumentation befolgt werden.

    TON sollte eine Plattform mit integrierter Blockchain-Technologie darstellen, die für Peer-to-Peer-Interaktionen, umfangreiche Speicherung und vielseitiges Service-Hosting ausgelegt ist. Ein neues Whitepaper befasst sich mit den Eigenschaften der heutigen TON-Plattform. Mit der Fähigkeit, Millionen von Transaktionen in Sekundenbruchteilen zu verwalten, sei TON nicht nur nutzerorientiert, sondern auch auf Dienstleister ausgerichtet.

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    Web3-Ökosystem auf Telegram ausgeweitet

    Ähnlich wie andere Smart Contract Plattformen wird TON als einen ausgedehnten, dezentralen Supercomputer beschrieben, der eine Reihe von Diensten im grossen Stil bereitstellen kann. Die Plattform umfasst eine Reihe von integralen Komponenten wie die TON-Blockchain, DNS, Storage und gehostete Websites. Herzstück der Plattform ist die Social-Media-App Telegram. Verschiedene Applikationen versprechen nahtlose Blockchain-Integrationen direkt über die Plattform. Doch auch die üblichen DeFi- und NFT-Anwendungen sind auf TON anzutreffen.

    Als Tauschmittel innerhalb des TON-Ökosystems dient der Toncoin. Der Token ermöglicht die Transaktionen und schafft Anreize für den Betrieb von Knoten. Dies soll im Einklang mit dem allgemeinen Ziel von TON stehen, eine dezentrale Plattform für eine Vielzahl von Anwendungen und Diensten bereitzustellen, wobei Toncoin als finanzielles Rückgrat dient.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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