Telegram’s TON-Blockchain-Projekt wird von SEC gebremst

Investoren von Telegram wurden informiert, dass das TON-Blockchain-Projekt nicht wie geplant zum 30. Oktober startet, sondern vorerst auf den 30. April 2020 verschoben wird.

In einer Mail, welche an die Investoren versendet wurde, geht Telegram auf die kürzlich aufgetretenen Probleme mit der SEC ein. Die SEC (Securities and Exchange Commision) erwirkte eine einstweilige Verfügung, die es dem Messenger-Unternehmen untersagt TON zu starten und Telegram-Token auszugeben. Die Begründung dafür lautet, dass die Telegram-Token keine registrierten Wertpapiere sind.

Gegenüber den Investoren, welche sich an dem ICO im Umfang von 850 Millionen Dollar in 2 Tranchen beteiligt hatten, verkündete Telegram folgendes via Mail:

„Wir hatten geplant, das TON-Netzwerk Ende Oktober zu starten. Die jüngste SEC-Klage hat diesen Zeitplan jedoch unerreichbar gemacht. Wir sind mit der Rechtslage der SEC nicht einverstanden und beabsichtigen, die Klage entschieden zu verteidigen. Wir schlagen vor, die Frist zu verlängern, um zusätzliche Zeit für die Lösung der Klage der SEC und die Zusammenarbeit mit anderen Regierungsbehörden im Vorfeld der Inbetriebnahme des TON-Netzwerks zu gewinnen.“

Telegram betonte, dass der Entscheid auch ein Vorteil für Unternehmen sein kann, die an Anwendungen für das TON-Netzwerk arbeiten. Das Unternehmen verwies auf die zusätzliche Zeit, welche eine Verschiebung des Projektes nach sich ziehen würde.

Zustimmung der Investoren notwendig

Die Frist wird sich nur verlängern, wenn die Mehrheit der Tokenbesitzer (Investoren) zustimmen. Beim Entscheid handelt es sich um zwei verschiedene Investorengruppen, welche jeweils im Februar 2018 sowie im März 2018 Token gekauft haben. Um die Verlängerung zu genehmigen, müssen beide zustimmen.

Telegram wendet sich dabei wie folgt an die Investoren der zweiten Runde:

«Investoren in der zweiten Runde müssen ein Formular unterschreiben, das die Verlängerung vor dem 23. Oktober genehmigt. Entscheidet sich die Mehrheit dagegen, können diese Investoren „rund 77 Prozent“ ihres Geldes zurückbekommen.»

„Investoren, die in der ersten Runde eingestiegen waren, werden in einer separaten Mitteilung informiert“, so das Unternehmen weiter. Sollte die Frist verlängert werden, plant Telegram bis zum 30. April weitere 80 Millionen Dollar auszugeben.

Telegram bedankt sich weiterhin für die Unterstützung der Investoren um «sicherzustellen, dass wir mit unserer Vision für TON fortfahren können». Eine Gerichtsverhandlung mit der SEC ist für den 24. Oktober in New York datiert.

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