Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home»Fokus»Hintergrund»Digital Asset Banking – Infrastruktur als Erfolgsfaktor
    Digital Asset Banking - Infrastruktur als Erfolgsfaktor

    Digital Asset Banking – Infrastruktur als Erfolgsfaktor

    von Andy Flury am 20. September 2023 Hintergrund

    Bitcoin hat in den vergangenen neun Monaten um rund 50 Prozent zugelegt. Mit BlackRock hat der weltgrösste Vermögensverwalter einen Bitcoin-ETF beantragt. Deutschlands grösstes Kreditinstitut, die Deutsche Bank, ist gerade im Zulassungsprozess für eine Krypto-Verwahrlizenz. Und dank MiCA kommt regulatorische Sicherheit.

    Dabei sah es im vergangenen Jahr im Kryptomarkt noch ganz anders aus. Im Krypto-Winter 2022 strauchelten Terra-Luna und Celsius, FTX musste ein Insolvenzverfahren einleiten und der Kryptomarkt verlor stark an Wert. Dazu kamen die Insolvenzen der US-Banken Signature und Silvergate mit erheblichen Konsequenzen für den Kryptohandel. Der Blick zurück offenbart viele Schwachstellen, die aktuell bereits behoben werden. Der Blick in die Zukunft zeigt, dass die institutionelle Adoption der neuen Asset-Klasse an einer wichtigen Schwelle steht.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Gegenparteienrisiko minimieren als zentrales Learning für Banken

    Ähnlich wie bei traditionellen Vermögenswerten umfasst der Handel mit Kryptowährungen verschiedene Funktionen wie die Verwahrung oder das Brokerage. Diese sind im TradFi-Bereich strikt voneinander getrennt. Bei FTX & Co. wurde dieser Governance-Grundsatz im Rahmen eines stringenten Risikomanagements jedoch nicht eingehalten. Das Fehlverhalten in einem Bereich hatte damit unmittelbar negativ Einfluss auf das ganze Unternehmen und führte zu dessen Kollaps. Banken sollten also bei der Anbindung von Kryptobörsen und anderen Dienstleistern darauf achten, dass interne Governance-Richtlinien existieren und eingehalten werden.

    Bei der Implementation ihrer Digital-Asset-Banking-Strategie trifft eine Bank zudem auf einen höchst fragmentierten Markt, mit hunderten von zentral und dezentral operierenden Kryptobörsen, OTC Desks und Brokern. Um für sich und ihre Kunden eine Best Execution-Policy zu gewährleisten, die u.a. auch im Rahmen von MiCA gefordert wird, muss eine Bank mehrere Handelsplätze an die eigene Plattform anbinden. Diese können grosse Differenzen bei den Preisen und der Liquidität aufweisen, die sich durch Smart Order Routing opportunistisch ausnutzen lassen.

    Im Rahmen des Risikomanagements ist eine Diversifikation ebenfalls ratsam – denn im Falle eines Kollapses eines Handelsplatzes droht sonst der Totalausfall der Assets. Durch Anbindung mehrerer Handelskontrahenten steigen zwar Komplexität und Liquiditätskosten einer Bank, jedoch wird das Ausfallrisiko signifikant reduziert. Auch ist es erforderlich, die Handelskontrahenten im Rahmen der Due Diligence genauestens zu überprüfen und Haftungsfragen vorab zu klären. Hier sollte z.B. eruiert werden, wer haftet, wenn eine von einem Handelskontrahenten genutzte nachgelagerte Handelsplattform in Zahlungsschwierigkeiten gerät.

    Nach Silvergate und Signature steht smartes Cash-Management im Fokus

    Der diesjährige Kollaps der US-Banken Signature und Silvergate hatte nicht nur dramatische Auswirkungen für die dort investierten Kunden, sondern auch für den Kryptohandel als Ganzes. Denn besagte Banken ermöglichten den sofortigen USD-Transfer an Kryptobörsen und damit die Minimierung der dort geparkten Assets. Alternativen im Cash Management scheinen dabei oft noch nicht ausgereift.

    Stablecoins haben mitunter eine hohe Volatilität und Transaktionen teils Verzögerungen. Sofortige Liquiditätsbereitstellung auf Euro-Basis ist SEPA, doch die Begrenzung der Transaktionshöhe und die mangelnde Marktdurchdringung stellen Hürden für den institutionellen Handel dar. Und der von der Federal Reserve lancierte Instant Payment-Service FedNow muss sich erst noch etablieren, um die gewünschten Netzwerkeffekte zu erzielen. Am ehesten bieten Lösungen für die ausserbörsliche Abwicklung über Anbieter wie Copper ClearLoop oder Fireblocks eine effektive Möglichkeit für effizientes Cash Management – so können Finanzmittel sofort zu den Börsenkonten vor einem Trade transferiert werden.

    Neben einem zentral verwalteten Liquiditätspool stellt die Automatisierung des Liquiditätsmanagements einen sinnvollen Baustein für das smarte Cash Management dar. Dabei werden einzelne Funktionen wie das Pre-Funding, Rebalancing oder der Zahlungsausgleich automatisiert. Eine weitere Modalität ist das dynamische Cash-Management: so kann während der Handelszeiten das bei den Kryptobörsen geparkte Geld erhöht und ausserhalb der Handelszeiten verringert oder ganz abgezogen werden.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Bitcoin-Quantencomputer-Risiken: ECDSA-Exposition auf secp256k1, NIST-Post-Quanten-Standards und BIP-360-Migrationspfade im Überblick. Hintergrund

    Bitcoin Quantencomputer: Was aktuelle Entwicklungen für die Netzwerksicherheit bedeuten

    JPMorgan warnt: Wiederkehrende DeFi-Exploits und stagnierendes TVL in ETH-Termen bremsen institutionelles Engagement im DeFi-Sektor. DeFi

    JPMorgan: DeFi-Hacks und TVL-Verluste bremsen institutionelle Anleger

    Basiswissen

    Unit Bias im Krypto-Markt: Warum günstige Coins Anleger täuschen

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Bitcoin-Quantencomputer-Risiken: ECDSA-Exposition auf secp256k1, NIST-Post-Quanten-Standards und BIP-360-Migrationspfade im Überblick. Hintergrund

    Bitcoin Quantencomputer: Was aktuelle Entwicklungen für die Netzwerksicherheit bedeuten

    Orchestration des Handelslebenszyklus und nahtlose Integration

    Die technische Umsetzung des Handels mit Kryptowährungen erfordert für eine Bank die Anbindung weiterer Systeme zusätzlich zum Kernbankensystem. Eine für den institutionellen Handel geeignete Verwahrstelle sichert die privaten Schlüssel, die eine sichere Verschlüsselung des Kryptohandels ermöglichen. Ausserdem wird ein System zur Ausführung der Handelsorder, das auf die verschiedenen Kryptobörsen zugreifen kann, benötigt. Schliesslich ist noch eine Lösung zur Orchestrierung der beschriebenen Funktionen sowie zur Einbindung weiterer Funktionen wie dem Liquiditäts- oder Risikomanagement erforderlich. Die Plattform von Wyden bietet derzeit als einzige einen solchen Funktionsumfang. Abschliessend sollten Banken immer ihre eigenen Bedürfnisse und Eigenschaften wie Risikoprofil und Kundenstruktur im Blick behalten, um eine optimale Digital-Asset-Strategie zu entwickeln.

    Banken als etablierte und vertraute Access Points

    Etablierte Finanzinstitute haben klare Anreize, ihre Digital-Asset-Strategien fortzusetzen. Aus Retail- bzw. Investorensicht bietet das Digital-Asset-Offering einer regulierten Bank eine elegante Lösung – schlägt es nämlich eine Brücke zwischen den Bedürfnissen nach Sicherheit und Bequemlichkeit.

    Eine regulierte Bank als "Treuhänderin" von Kryptowährungen gewährleistet für Kunden die sichere Aufbewahrung ihrer Wallets. Darüber hinaus wird der Zugang zu Crypto & Digital Assets erheblich vereinfacht, da die Bank als One-Stop-Shop für alle Asset-Klassen fungiert – von traditionellen Vermögenswerten bis zu Kryptowährungen und DeFi-Produkten. Vermögensberater können umfassend über Risiken aufklären und helfen bei der Portfoliodiversifikation. Der Ausbau des eigenen Angebots über Staking, Tokenisierung usw. steigert dabei den Kundenkomfort, liefert der Bank wertvolle Daten und weitere Touchpoints, und macht sie zeitgleich zum zentralen, vertrauenswürdigen Partner.

    Wenn Banken es schaffen, aus den Fehlern des vergangenen Kryptowinters zu lernen, steht dem Erwachsenwerden des institutionellen Kryptohandels nichts mehr im Wege. Die technologischen Voraussetzungen eines professionellen und vernetzten Handelsökosystems sind da. Nun gilt es, diese im Bankensektor flächendeckend zu implementieren.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Andy Flury
    • Website
    • LinkedIn

    Andy Flury ist Gründer und CEO von Wyden, einem weltweit führenden Technologieanbieter für den institutionellen Handel mit digitalen Vermögenswerten. Davor war er u.a. Partner und Head of Algorithmic Trading beim Schweizer Hedgefonds Linard Capital und leitete Projekte beim Schweizer Nachrichtendienst und bei verschiedenen Grossbanken und Versicherungsgesellschaften. Andy hat einen Master-Abschluss in Industrial Management und Manufacturing Engineering der ETH Zürich und einen Executive MBA der HSG St. Gallen.

    Verwandte Artikel

    Bitcoin-Quantencomputer-Risiken: ECDSA-Exposition auf secp256k1, NIST-Post-Quanten-Standards und BIP-360-Migrationspfade im Überblick.

    Bitcoin Quantencomputer: Was aktuelle Entwicklungen für die Netzwerksicherheit bedeuten

    XRPL-Validator analysiert Quantenrisiko: Nur 0.03% des XRP-Angebots exponiert, bei Bitcoin bis zu 35%. Google setzt Deadline auf 2029.

    Quantenrisiko: Ist XRP sicherer konzipiert als Bitcoin?

    Machtverschiebung bei Krypto-Börsen: Retail schlägt institutionell

    FalconX und Sygnum öffnen Kunden den Zugang zu tokenisierten Kreditfonds über die Desygnate-Plattform und den FalconX Credit Vault.
    6. Mai 2026

    FalconX und Sygnum öffnen regulierten Zugang zu tokenisierten Kreditfonds

    Die FINMA verschärft den Konsumentenschutz im Krypto-Bereich, vergibt erste DLT-Lizenz an BX Digital und plant neue Lizenzkategorien.
    5. Mai 2026

    FINMA verschärft Krypto-Aufsicht und warnt vor Konsumentenrisiken

    Coinbase trägt den Kompromiss zu Stablecoin-Rewards mit. Damit ebnet sich der Weg zum Senatsausschuss-Markup des CLARITY Act.
    4. Mai 2026

    Krypto-Branche knickt ein: Coinbase geht CLARITY-Act-Kompromiss ein

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.