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    Coinbase gründet Expertengremium gegen Risiken durch Quantencomputer

    Coinbase gründet Expertengremium gegen Risiken durch Quantencomputer

    von Redaktion cvj.ch am 23. Januar 2026 Hintergrund

    Die US-Kryptobörse Coinbase hat ein unabhängiges Advisory Board für Quantencomputing und Blockchain-Sicherheit ins Leben gerufen, um die langfristigen Risiken zu analysieren, die durch Fortschritte in der Quantencomputing-Technologie für Bitcoin, Ethereum und andere Netzwerke entstehen könnten.

    Coinbase kündigte die neue beratende Expertengruppe im eigenen Blog an. Der Fokus liegt auf der Bewertung, wie sich leistungsstarke Quantencomputer auf heute genutzte kryptografische Standards auswirken könnten und welche Massnahmen nötig sind, um Blockchain-Protokolle langfristig zu schützen. Trotz aktueller Sicherheit klassischer Kryptographie will Coinbase proaktiv Lösungen entwickeln, da die Umstellung auf post-quantensichere Verfahren Zeit, Forschung und breit angelegte Kooperation erfordert.

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    Warum Quantum-Risiken relevant sind

    Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum basieren auf elliptischer Kurvenkryptographie, die gegen klassische Computer praktisch nicht angreifbar ist. Theoretisch könnten jedoch genügend leistungsfähige Quantencomputer diese Schutzmechanismen brechen, insbesondere durch Algorithmen wie Shor’s Algorithmus. Damit wäre es möglich, aus einer öffentlichen Adresse den zugehörigen Private Key zu berechnen und so Kontrolle über Wallets zu erlangen.

    Aktuelle Quantenmaschinen sind zwar noch weit von der nötigen Rechenleistung entfernt, doch Forscher und Industrieakteure warnen, dass praktische Bedrohungen innerhalb eines Jahrzehnts denkbar sind, wenn Fortschritte in der Technologie weiter beschleunigt werden. Dies hat bereits zu verstärkter Forschung zu post-quantensicheren Signatur- und Schlüsselmethoden geführt.

    Coinbase’s Advisory Board bringt führende Experten aus Quantencomputing, Kryptographie und Blockchain-Forschung zusammen. Dazu gehören renommierte Akademiker und Spezialisten aus Institutionen wie Stanford, der University of Texas und der Ethereum-Forschungsgemeinschaft.

    Das Gremium soll:

    • Risikoanalysen veröffentlichen, die die aktuelle und potenzielle künftige Bedrohung durch Quantencomputer für Blockchains darstellen.
    • Empfehlungen entwickeln, wie Entwickler, Wallet-Anbieter und Netzwerke ihre Systeme robuster gegen Quantenangriffe machen können.
    • In Echtzeit auf bahnbrechende Durchbrüche in der Quantenforschung reagieren und praktische Leitlinien für die Industrie bereitstellen.

    Das Board wird Anfang 2027 seine erste öffentlich zugängliche Positionsschrift veröffentlichen und darin eine umfassende Risikobewertung sowie konkrete Handlungsempfehlungen vorlegen.

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    Die Ankündigung reflektiert ein wachsendes Bewusstsein in der Krypto-Branche, dass langfristige Risiken nicht ignoriert werden dürfen, auch wenn sie heute noch theoretisch erscheinen. Während klassische Sicherheitsmodelle derzeit noch als robust gelten, zeigt sich, dass ein frühzeitiges Engagement mit post-quantensicheren Algorithmen und Protokollupgrades entscheidend sein wird, sobald Quantenmaschinen quantitativ leistungsstärker werden.

    Längst nicht alle Blockchain-Projekte haben formelle Strategien für sogenannte post-quantum-Kryptographie. Coinbase’s Schritt signalisiert, dass institutionelle Akteure nicht nur auf regulatorische Fragen achten, sondern auch wissenschaftlich fundierte Zukunftssicherheit in ihre Risiko-Roadmaps aufnehmen.

    Coinbase verfolgt parallel interne Massnahmen wie die Aktualisierung von Schlüssel-Management-Systemen und adressiert potenzielle Schwachstellen in bestehenden Adressierungsmodellen. Das Advisory Board ergänzt diese technischen Bemühungen durch externe, unabhängige Forschung und Empfehlungen, die für die gesamte Branche relevant sein sollen.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch

      Die CVJ Redaktion besteht aus einem Team von Blockchain Experten und informiert täglich und unabhängig über die spannendsten Neuigkeiten.

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