Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Fokus » Legal/Compliance » Trump-Executive Order öffnet Fed-Zahlungsschienen für Krypto-Firmen
    Trump-Dekret weist die Fed an, Krypto-Firmen Zugang zu Master Accounts und Fedwire zu prüfen. Kraken besitzt den Status bereits seit März.

    Trump-Executive Order öffnet Fed-Zahlungsschienen für Krypto-Firmen

    von Redaktion cvj.ch am 20. Mai 2026 Legal/Compliance

    US-Präsident Donald Trump unterzeichnete die Executive Order "Integrating Financial Technology Innovation into Regulatory Frameworks". Das Dekret weist die Federal Reserve sowie sämtliche Finanzregulatoren der USA an, den Zugang von Nicht-Banken zur zentralen Zahlungsinfrastruktur zu überprüfen.

    Konkret geht es um Fed Master Accounts, das Wholesale-System Fedwire und das Echtzeitsystem FedNow. Die Order setzt verbindliche Fristen. Binnen 90 Tagen müssen SEC, CFTC, OCC, FDIC, CFPB und NCUA bestehende Regeln auf Innovationshindernisse prüfen. Im selben Zeitraum muss die Federal Reserve ein transparentes Antragsverfahren etablieren und über vollständige Anträge auf Master Accounts innerhalb von 90 Tagen entscheiden. Nach 120 Tagen soll die Fed dem Weissen Haus berichten, welche rechtlichen Hürden einer Öffnung der Zahlungsschienen entgegenstehen. Spätestens nach 180 Tagen müssen die Regulatoren konkrete Schritte einleiten.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Was Master Accounts bedeuten

    Ein Fed Master Account ist ein Konto direkt bei einer Federal Reserve Bank. Es ermöglicht den direkten Zugang zu Fedwire, dem zentralen Wholesale-Settlement-System der USA. Banken und zugelassene Institute wickeln damit Zahlungen ohne Intermediärbanken ab. Ohne Master Account bleibt einer Krypto-Firma nur der Umweg über eine Korrespondenzbank. Diese verlangt für jede Transaktion Gebühren und kann im Fall einer gekündigten Geschäftsbeziehung den gesamten operativen Betrieb gefährden.

    Die Order weist das Fed Board of Governors explizit an, den Zugang zu "Reserve Bank payment accounts and services" auch für unversicherte Einlageinstitute und Nicht-Bank-Finanzunternehmen zu evaluieren. Damit adressiert das Weisse Haus genau jene Kategorie, in die Wyoming Special Purpose Depository Institutions wie Custodia Bank oder Kraken Financial fallen. Diese Institute besitzen eine staatliche Lizenz, jedoch keine FDIC-Versicherung, und haben daher in der bisherigen Fed-Praxis einen Sonderstatus.

    Trump unterzeichnete am selben Tag ein zweites Dekret zur Verschärfung des Bank Secrecy Act. Es richtet sich gegen den Bankzugang für Personen ohne Aufenthaltsstatus und steht inhaltlich nicht in direktem Zusammenhang mit der Krypto-Order.

    Kraken als Präzedenzfall

    Bereits am 4. März 2026 hatte die Federal Reserve Bank of Kansas City Kraken Financial als erstem Krypto-Unternehmen überhaupt einen Master Account zugesprochen. Es handelt sich um einen sogenannten "Limited Purpose"- oder "Skinny"-Account der Stufe Tier 3: Zugang zu Fedwire-Settlement, aber kein Zugriff auf das Discount Window, keine Übernachtguthaben und keine Verzinsung auf Reserven. Kraken operiert nach eigenen Angaben aktuell noch im Pilotbetrieb.

    Die Entscheidung der Fed Kansas City fiel vor Abschluss des "Skinny"-Frameworks, das die Fed im Dezember 2025 als Entwurf vorgelegt hatte. Das verärgerte die etablierte Bankenlobby. Jaret Sieburg, Washington-Analyst bei TD Cowen, sprach gegenüber CoinDesk von der "ersten von vielen Federal-Reserve-Genehmigungen für Krypto-Unternehmen". Auf der Liste der Aspiranten stehen laut Branchenberichten Ripple, Anchorage Digital, Circle und erneut Custodia Bank.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Mehr als 50% des Bitcoin Angebots liegen im Verlust. K33 sieht Parallelen zu früheren Bärenmarkt-Tiefs, die binnen Wochen folgten. Hintergrund

    Krypto-Winter: Mehr als 50% des Bitcoin-Angebots im Verlust

    BlackRock reicht vierten S-1-Nachtrag für den Bitcoin Premium Income ETF (BITA) ein. Bloomberg-Analyst erwartet Launch vor Goldman Sachs. Finanzprodukte

    Start für BlackRocks ertragsgenerierenden Bitcoin-ETF rückt näher

    Transparenz im Digital Finance basiert auf Proof of Reserves, Merkle Trees, MPC-Verwahrung und 24/7-Monitoring für Solvenznachweise. Basiswissen

    Transparenz als Fundament der Sicherheit im Digital Finance

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Mehr als 50% des Bitcoin Angebots liegen im Verlust. K33 sieht Parallelen zu früheren Bärenmarkt-Tiefs, die binnen Wochen folgten. Hintergrund

    Krypto-Winter: Mehr als 50% des Bitcoin-Angebots im Verlust

    Operation Choke Point 2.0 als Hintergrund

    Die Order markiert den vorläufigen Schlusspunkt einer Auseinandersetzung, die sich seit dem FTX-Kollaps im November 2022 zugespitzt hatte. In den Monaten danach forderten FDIC-Regionalbüros laut Dokumenten, die Coinbase per FOIA erstritt, in 23 Fällen Banken auf, Krypto-Aktivitäten zu "pausieren". Die Federal Reserve klassifizierte parallel Stablecoin-Services, On-Chain-Settlement und Krypto-Custody als "high-risk innovation" mit erhöhter Prüfpflicht. Die Krypto-Branche bezeichnete dieses koordinierte Vorgehen als "Operation Choke Point 2.0".

    Custodia Bank wurde zum Testfall. Die von Caitlin Long gegründete Wyoming SPDI reichte im Oktober 2020 einen Master-Account-Antrag ein. Üblicherweise erfolgt die Bearbeitung innerhalb einer Woche. Nach 19 Monaten Stillstand kam am 27. Januar 2023 die formale Ablehnung durch die Fed Kansas City, begründet mit "Safety and soundness"-Bedenken. Court Discovery in der anschliessenden Klage zeigte, dass das Fed Board of Governors in Washington an der Ablehnung mitgewirkt hatte. Im März 2026 wies der U.S. Court of Appeals for the 10th Circuit Custodias Berufung mit 7:3 Stimmen endgültig ab.

    Mit dem Amtsantritt Trumps zogen OCC und FDIC ihre restriktive Krypto-Guidance bereits 2025 zurück. Die Fed strich ihre eigene Policy ebenfalls. Hinzu kommt der personelle Wechsel an der Spitze. Der Senat bestätigte Kevin Warsh am 13. Mai 2026 mit 54:45 Stimmen als neuen Fed-Vorsitzenden, die knappste Abstimmung in der jüngeren Fed-Geschichte. Warsh ist der erste Fed-Chef mit persönlichem Krypto-Engagement: Beteiligungen am Bitcoin-Zahlungs-Startup Flashnet, am Vermögensverwalter Bitwise sowie am Stablecoin-Projekt Basis. Er positioniert sich gegen eine US-CBDC und befürwortet privatwirtschaftliche Stablecoins.

    Executive Order zwingt zum Handeln

    Die 90-Tage-Frist für die Fed entspricht exakt der Bearbeitungszeit, die das Dekret den Krypto-Antragstellern künftig garantieren soll. Damit schliesst die Order den Custodia-Stillstand von 19 Monaten formal aus. Die Order schafft jedoch keinen automatischen Anspruch auf einen Master Account. Sie zwingt die Fed lediglich zu Verfahrenstransparenz und zeitlicher Disziplin. Dabei bleiben die inhaltlichen "Safety and soundness"-Kriterien bestehen.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    EU Russland Krypto-Sanktionen: Das 21. Paket schlägt erstmals ein Krypto-Dienstleistungsverbot gegen ganze Drittländer vor.

    EU-Kommission plant erweiterte Krypto-Sanktionen gegen Russland

    Eine Reuters-Analyse beziffert die Krypto-Gewinne der Trump-Familie auf 2.3 Mrd. USD, während Anleger gleich hohe Buchverluste tragen.

    Trump-Familie verdient 2.3 Mrd. USD durch Krypto-Projekte

    Bessent fordert den Clarity Act bis Sommer und bestätigt Fortschritte bei der strategischen Bitcoin-Reserve der USA mit 328'372 BTC.

    Clarity Act: Scott Bessent drängt auf Verabschiedung

    Citigroup lanciert tokenisierte Aktien privater Unternehmen auf der FINMA-lizenzierten SDX-Plattform, zunächst nur für nicht-US-Investoren.
    11. Juni 2026

    Citigroup lanciert tokenisierte Aktien auf Schweizer SDX

    BlackRock reicht vierten S-1-Nachtrag für den Bitcoin Premium Income ETF (BITA) ein. Bloomberg-Analyst erwartet Launch vor Goldman Sachs.
    11. Juni 2026

    Start für BlackRocks ertragsgenerierenden Bitcoin-ETF rückt näher

    Ripple lanciert ein Toolkit für agentische Zahlungen auf dem XRPL mit x402-Protokoll, XRP und RLUSD. Was Entwickler erwartet.
    11. Juni 2026

    XRP News: Ripple lanciert Toolkit für agentische Zahlungen

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.