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    Sie sind hier:Home » Fokus » Legal/Compliance » Trezor erleichtert Auszahlungen an selbstverwaltete Wallets mit AOPP
    Ein Datenleck bei Trezors Versandpartner ShipMonk legt Kontaktdaten von 13'689 Kunden offen; Geräte und Schlüssel bleiben sicher.

    Trezor erleichtert Auszahlungen an selbstverwaltete Wallets mit AOPP

    0
    von Redaktion cvj.ch am 27. Januar 2022 Legal/Compliance

    In der Schweiz ist ein Virtual Asset Service Provider (VASP) gesetzlich verpflichtet, einen Eigentumsnachweis für die Wallet-Adresse eines Kunden zu verlangen, bevor Abhebungen und Einzahlungen vorgenommen werden können. Hardware-Wallet-Firma Trezor möchte diesen Prozess vereinfachen.

    Trezor, einer der grössten Hersteller von Hardware Wallets, ist der jüngste Anbieter, der das Address Ownership Proof Protocol (AOPP) integriert, um die verschärften regulatorischen Anforderungen für Virtual Asset Service Providers (VASPs) zu erfüllen, die von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) in Übereinstimmung mit der Financial Action Task Force (FATF) Travel Rule festgelegt wurden.

    Eigentumsnachweis für selbstverwaltete Wallets

    Als eine der proaktivsten Aufsichtsbehörden verlangt die FINMA mit der Umsetzung der Travel Rule von den VASPs, dass sie bei Transaktionen zu und von selbstverwalteten Wallets (auch "Unhosted Wallets" genannt) überprüfen, ob ihr Kunde die Abhebungsadresse tatsächlich kontrolliert. Überweisungen mit selbstverwalteten Wallets, die nicht von ihren Kunden kontrolliert werden, sind kaum noch möglich. Der Nutzer muss mit geeigneten technischen Mitteln nachweisen, dass er Eigentümer der Wallet ist. Derzeit tun die meisten VASPs dies, indem sie die Nutzer auffordern, einen Screenshot ihrer Wallet einzureichen oder einen Satoshi-Test durchzuführen, bei dem eine bestimmte Menge an Coins an eine verifizierte Wallet geschickt wird, um deren Erhalt zu bestätigen.

    “Wir sehen eine zunehmende Nutzung von selbstverwalteten Wallets, da die Vorschriften in der Schweiz die Kunden ermutigen, Transaktionen ausserhalb von Kryptobörsen durchzuführen. Aber die derzeitigen Verifizierungsprozesse sind sowohl für die Verbraucher als auch für die Compliance-Teams mühsam und riskant. Mithilfe von AOPP kann ein VASP jede beliebige Wallet genau identifizieren und mit ihr Transaktionen durchführen. Dies senkt die Kosten für die Einhaltung von Vorschriften und den betrieblichen Aufwand und gewährleistet gleichzeitig den Schutz der Privatsphäre und der Daten von Nutzern und VASPs.” - Lucas Betschart, CEO bei 21 Analytics

    Marek Palatinus, CEO von SatoshiLabs, dem Hersteller der Trezor Hardware Wallet, schliesst sich dieser Meinung an. Er ist der Ansicht, dass AOPP es für Nutzer einfacher und schneller macht, ihr Krypto-Vermögen an einen sicheren Ort abzuheben. Schweizer VASPs wie die SEBA Bank und Relai sowie die Hardware- und Software-Wallets Bitbox, BlueWallet und Sparrow haben sich ebenfalls der Einführung von AOPP angeschlossen, um die verschärften Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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