Studie zeigt wachsende Relevanz von Krypto-Währungen in Grossbritannien

Die britische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FCA) hat jüngst eine Studie veröffentlicht, welche die Interaktion der Verbraucher mit Krypto-Währungen im Land unter die Lupe nimmt. Demnach sollen im Vereinigten Königreich rund 3,86% der Bevölkerung Krypto-Währungen besitzen.

Die Studie wurde als Fortführung von bereits veröffentlichten Berichten im Oktober 2018 und März 2019 veröffentlicht. Die Studien wurden von der Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) in Auftrag gegeben, um Einblick in die Grösse des Marktes zu gewinnen und potenzielle Schäden zu identifizieren. Auch geht es der Behörde darum, die Einstellung und das Bewusstsein der Verbraucher für Kryptoassets zu erfassen. Dabei sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie Verbraucher mit dem Kryptoasset-Markt interagieren.

Signifikanter Zunahme der Besitzer von Krypto-Währungen gegenüber dem Vorjahreswert

Aus der neuesten Studie ist zu entnehmen, dass geschätzt 3,86 Prozent der Bevölkerung, oder 1.9 Millionen Erwachsene (über 18 Jahre) in Grossbritannien Krypto-Währungen besitzen. In der vorjährigen Studie lag dieser Wert noch bei rund 3 Prozent. Die Organisation spricht dementsprechend von einem signifikanten Anstieg. Eine genauere Analyse ergab, dass rund 75 Prozent der Besitzer einen Wert von weniger als 1’000 Pfund in Krypto-Währungen halten.

Das technische Wissen scheint bei den meisten Besitzern hoch zu sein. Die meisten Verbraucher sind sich der mit dem fehlenden Schutz und der hohen Volatilität des Produkts verbundenen Risiken bewusst und haben ein gewisses Verständnis für die zugrunde liegende Technologie. Der beliebteste Grund Krypto-Währungen zu erwerben, ist die Spekulation, wobei anerkannt wurde, dass die Preise volatil sind.

Quelle: FCA Studie

Der durchschnittliche Halter von digitalen Vermögenswerten in Grossbritannien ist männlich und über 35 Jahre alt. Die digitalen Vermögenswerte wurden über Kryptobörsen erworben, deren Domizil meistens ausserhalb vom vereinigten Königreich angesiedelt ist. Auch spielt Werbung eine wichtige Rolle beim Erstkontakt mit Krypto-Währungen. Rund 45 Prozent der Personen können sich an Werbeanzeigen aus dem Bereich Krypto erinnern, weitere 35 Prozent behaupten, durch diese eher zum Kauf von Krypto-Währungen geneigt zu haben. 16 Prozent geben an, durch Werbung so beeinflusst worden zu sein, dass sie schlussendlich auch digitale Währungen wie Bitcoin gekauft haben.

Bewusstsein für Krypto-Währungen in Grossbritannien generell ansteigend

Das Bewusstsein für die Branche und Krypto-Währungen im Generellen ist in Grossbritannien nach der Studie angestiegen. Im Vorjahr gaben 42 Prozent der Erwachsenen an, bereits von Krypto-Währungen gehört zu haben. Dem gegenüber stehen 73 Prozent in diesem Jahr. Ob diese Entwicklung auch mit der Präsenz der Krypto-Währungen in den Medien zu tun hat, ist nicht überliefert. Durch vermehrte Berichte über Länder die digitale Währungen planen, oder der Berichterstattung über Facebook’s Libra, könnte das generelle Bewusstsein für Krypto-Währungen gestiegen sein.

Die Gesamtanzahl der Briten, die insgesamt schon Krypto-Währungen in Besitz hatten, liegt bei rund 2,6 Millionen. Die FCA führte ausserdem aus, dass die Allgemeinheit recht gut über die hohe Volatilität, sowie den teilweise mangelnden Schutz der Vermögenswerte aufgeklärt sei. Lediglich der Glaube über eine Einlagensicherung tritt fälschlicherweise recht häufig auf – so vermuten demnach 11 Prozent, dass die Krypto-Vermögenswerte vom Verbraucherschutz gedeckt sind. Dies entspricht immerhin fast 300.000 Personen.

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