CFOs deutscher Konzerne sehen in Krypto-Währungen keine Wettbewerbsvorteile

Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat die Relevanz von Krypto-Währungen unter deutschen Aktiengesellschaften analysiert. Dabei sind Krypto-Werte wie Bitcoin laut der Untersuchung für die Konzerne bislang eher von untergeordneter Bedeutung.

Untersucht wurden im Rahmen der Studie die Adaption von Kryptowährungen bei börsennotierten Deutschen Firmen. Dabei recherchierten die Autoren Lars Andraschko und Bernd Britzelmaier von der Business School Pforzheim verschiedene Aspekte deutscher Unternehmen im Umgang mit Krypto-Währungen. So wurde beispielsweise untersucht, ob die befragten Unternehmen durch die Einführung von Krypto-Währungen in Zukunft Wettbewerbsvorteile erzielen würden. Auch die Integration von Krypto-Währungen in das eigene Geschäftsmodell, oder Investitionen in den Bereich wurden thematisiert. Die empirische Umfrage wurde unter 31 CFOs von börsennotierten Deutschen Unternehmen durchgeführt.

Blockchain Technologie gegenüber Krypto-Währungen bevorzugt

Eine Investition in digitale Währungen wie Bitcoin, erachten dabei nur circa 10 Prozent der Konzerne für sinnvoll. Investiert ist allerdings keines der befragten Unternehmen. Es ist jedoch eine allgemein ablehnende Haltung gegenüber Krypto-Währungen bei den befragten deutschen kapitalmarktorientierten Unternehmen erkennbar.

Von der tatsächlichen Integration von Krypto-Währungen in ein bestehendes Geschäftsmodell war nur ein Konzern überzeugt. Es zeigte sich hingegen, dass die Unternehmen viel von der zugrunde liegenden Blockchain-Technologie halten. Mehr als ein Viertel der Befragten haben dabei angegeben, potenzielle Vorteile im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge (IoT) sowie bei der Abwicklung von Kleinzahlungen (Micropayments) zu erkennen.

Regulatorische Unsicherheiten und Volatilität werden als grösste Barrieren gesehen

Mögliche Hindernisse sehen die Befragten in der regulatorischen Unsicherheit, sowie in der hohen Preisvolatilität. Die Chancen, welche genannt wurden, waren beispielsweise niedrige Transaktionskosten sowie der Wegfall von überflüssigen Vermittlern. Für eine weitergehende Adaption von Krypto-Währungen sehen die CFO’s hauptsächlich den Bedarf an erhöhter Benutzerfreundlichkeit, langfristiger Preisstabilität und einer klaren Regulierung.

Hinsichtlich Verbesserungen auf regulatorischer Ebene, finden in Deutschland allerdings immer wieder Fortschritte statt. So hat beispielsweise die BaFin den Banken die Verwahrung sowie den Verkauf von Krypto-Währungen ab 2020 genehmigt.

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Redaktion cvj.ch

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