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    BNY Mellon testet tokenisierte Einlagen für Blockchain-Zahlungen

    BNY Mellon testet tokenisierte Einlagen für Blockchain-Zahlungen

    von Redaktion cvj.ch am 10. Oktober 2025 Blockchain

    BNY Mellon, die älteste Bank der USA, testet tokenisierte Einlagen für Blockchain-basierte Zahlungen. Ziel ist es, Bankguthaben als digitale Token abzubilden und damit effizientere, schnellere und transparentere Transaktionen zu ermöglichen.

    Die Bank of New York Mellon (BNY Mellon), die älteste Bank der USA und globaler Schwergewicht im Asset- und Zahlungsmanagement, testet den Einsatz tokenisierter Einlagen, um Zahlungen künftig direkt über Blockchain-Netzwerke abzuwickeln. Wie Bloomberg berichtet, untersucht die Bank, wie Kundenguthaben in Form digitaler Token auf einer Blockchain abgebildet werden können, um Zahlungen effizienter, schneller und transparenter zu gestalten.

    Mit diesem Schritt reagiert BNY auf die zunehmende Digitalisierung des Finanzsektors und den wachsenden Wettbewerb durch Stablecoins und Blockchain-basierte Zahlungssysteme.

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    Neue Infrastruktur für das Zahlungswesen

    Die Treasury-Services-Sparte von BNY verarbeitet täglich rund 2,5 Billionen US-Dollar an Zahlungen. Tokenisierte Einlagen könnten diesen Prozess grundlegend verändern, indem sie klassische Bankeinlagen eins zu eins digital repräsentieren. Anders als Stablecoins wären diese Token vollständig durch regulierte Bankguthaben gedeckt und direkt in die bestehende Bankinfrastruktur integriert.

    Ziel ist es, eine Brücke zwischen traditionellen Bankkonten und Blockchain-Zahlungssystemen zu schaffen – ein Schritt, der Echtzeittransaktionen rund um die Uhr ermöglichen könnte. Laut Bloomberg erklärte Carl Slabicki, Co-Head der Zahlungsplattformen bei BNY Mellon, dass sich die Bank auf eine Zukunft vorbereite, in der Blockchain-basierte Zahlungsflüsse Teil des institutionellen Standards sein könnten. Die Tests konzentrieren sich zunächst auf interne Transaktionen zwischen Tochtergesellschaften. Erst in einer zweiten Phase wäre die Anbindung an externe Netzwerke geplant.

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    Konkurrenz durch JPMorgan und HSBC

    Mit diesem Projekt reiht sich BNY Mellon in eine wachsende Liste globaler Finanzhäuser ein, die Blockchain für den Zahlungsverkehr nutzen wollen. JPMorgan betreibt mit „Onyx“ bereits ein eigenes Blockchain-Netzwerk, das täglich Transaktionen in Milliardenhöhe abwickelt. HSBC experimentiert ebenfalls mit tokenisierten Einlagen für den internationalen Zahlungsverkehr.

    BNY könnte sich mit seiner breiten Kundenbasis und Marktstellung als ein zentraler Infrastrukturpartner für regulierte Blockchain-Zahlungen etablieren. Ein funktionierendes Modell würde es Banken erlauben, Zahlungen unabhängig von Öffnungszeiten in Echtzeit zu verarbeiten, Liquidität effizienter zu steuern und regulatorische Transparenz zu erhöhen.

    Bedeutung im grösseren Kontext

    Die Tests von BNY Mellon sind mehr als ein technisches Experiment. Sie zeigen, dass Banken beginnen, Blockchain nicht nur als Anlagevehikel oder „Krypto-Spielerei“ zu betrachten, sondern als Kerninfrastruktur für das globale Finanzsystem. Während Stablecoins bislang die Innovationsführerschaft beanspruchten, könnten tokenisierte Einlagen der Banken das Spielfeld verschieben – mit voller regulatorischer Einbettung und direkter Anbindung an bestehende Finanzstrukturen.

    Damit zeichnet sich eine Zukunft ab, in der traditionelle Zahlungsnetze, Stablecoins und tokenisierte Bankeinlagen parallel existieren. Ob diese Systeme kooperieren oder konkurrieren, wird bestimmen, wie sich das internationale Zahlungswesen in den kommenden Jahren entwickelt. BNY Mellon positioniert sich mit seinen Tests frühzeitig als Brückenbauer in diese neue Ära.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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