Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » World-Gold-Council-Chef David Tait sieht Bitcoin bei null
    Der Gold-Lobby-Chef David Tait erwartet für Bitcoin einen Kurs von null, während BlackRocks IBIT in 341 Tagen 70 Mrd. USD einsammelte.

    World-Gold-Council-Chef David Tait sieht Bitcoin bei null

    von Redaktion cvj.ch am 17. August 2026 News

    David Tait, CEO des World Gold Council, sieht Bitcoin auf dem Weg gegen null. Der Chef der globalen Gold-Lobby nannte seine Einschätzung in einem Interview „reinen Instinkt als Trader", ohne Modell und ohne Zieldatum.

    Der World Gold Council ist die Branchenorganisation der globalen Goldindustrie mit Sitz in London. Er vertritt die Interessen der Goldminenbetreiber und wirbt bei institutionellen Anlegern für Gold als Anlageklasse. Tait führt die Organisation seit Anfang 2019. Das Interview mit Finanzjournalist David Lin entstand ursprünglich im Mai 2026. Erst jetzt, drei Monate später ging der Ausschnitt auf X viral. Aus der Krypto-Branche kam prompt Widerspruch.

     

    Tait sieht Bitcoin als gescheiterte Krisenabsicherung

    Zunächst ist Taits Argument enger gefasst, als es die Schlagzeile nahelegt. Bitcoin sollte aus seiner Sicht ein Gegengewicht zu Risikopositionen bilden, eine Art Versicherung gegen Verwerfungen an den Aktienmärkten. Diese Rolle hat die Kryptowährung jedoch nicht ausgefüllt. In Stressphasen handle Bitcoin wie ein Risikoasset mit hohem Beta, statt die Aktienbewegung abzufedern. Als Referenzfall dient in der Berichterstattung der Krieg zwischen den USA und Iran. Gold legte damals zu, Bitcoin gab nach.

    Damit berührt Tait eine ältere Debatte im Markt. Sie dreht sich um die Frage, ob Bitcoin als digitales Gold taugt oder als Risikoasset handelt. Für Tait fehlt der Kryptowährung folglich genau die Eigenschaft, die Gold im Portfolio rechtfertigt. Ein Zieldatum nannte er nicht, ein Bewertungsmodell ebenso wenig.

    „Ich dachte, es sollte ein Ausgleich sein, etwas, mit dem man das Risiko einer Risikoasset-Position kompensieren kann. Das hat es in diesem Ausmass nicht wirklich getan. Es ist nur meine persönliche Meinung, reiner Instinkt als Trader." - David Tait, CEO World Gold Council

    Auffällig ist, dass Tait daraus keinen Totalverzicht ableitet. Wer Gold halte, solle ebenfalls Bitcoin halten, und umgekehrt. Beide Anlagen glichen sich in Krisenphasen gegenseitig aus. Ausserdem trennt er Bitcoin scharf von Stablecoins. Für dollargedeckte Token sieht er konkrete institutionelle Anwendungsfälle im Zahlungsverkehr, im Settlement und als Sicherheit. Damit spricht er dieser Produktkategorie exakt jene Funktion zu, die er Bitcoin abspricht. Seine Skepsis richtet sich letztlich gegen Bitcoin als Wertspeicher, nicht gegen digitale Assets insgesamt. Diese Differenzierung ging in der Aufregung um das Video weitgehend unter.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Krypto-Szene wirft Tait Interessenkonflikt vor

    Die Kritik setzte deshalb weniger am Inhalt an als an der Position des Absenders. Der World Gold Council finanziert sich über die Goldminenindustrie und arbeitet daran, Gold in institutionellen Portfolios zu verankern. Gleichzeitig konkurriert Bitcoin mit Gold um genau dieses Kapital. Eine Nullprognose des obersten Gold-Lobbyisten trifft daher auf ein skeptisches Publikum. Der Interessenkonflikt liegt offen, zumal der Verband die Nachfrage nach dem Edelmetall aktiv fördert.

    Der Kapitalfluss institutioneller Anleger zeichnet insgesamt ein anderes Bild. BlackRocks Spot-Bitcoin-ETF IBIT erreichte rund 70 Mrd. USD verwaltetes Vermögen in 341 Tagen. Kein anderer ETF sammelte dieses Volumen bislang schneller ein. Der Gold-ETF GLD von State Street benötigte hingegen rund 1'700 Tage für ein vergleichbares Niveau. Das entspricht etwa 4.6 Jahren. Bitcoin-Produkte erreichten die Schwelle somit rund fünfmal schneller als das Gold-Pendant.

    Der Vergleich mit GLD dient als Mass für institutionelle Adoption. Verwaltetes Vermögen misst dabei die Summe der Kundengelder in einem Fonds. Solche Produkte halten Bitcoin physisch und bilden den Kurs über einen börsengehandelten Anteil ab. Grossanleger erhalten folglich Zugang zur Kryptowährung, ohne Verwahrung und Schlüsselmanagement selbst zu organisieren.

    Ray Dalio rät zu 10 bis 15% Gold und einem kleinen Bitcoin-Anteil, weil er in rund drei Jahren eine US-Schuldenkrise erwartet. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Ein Datenleck bei Trezors Versandpartner ShipMonk legt Kontaktdaten von 13'689 Kunden offen; Geräte und Schlüssel bleiben sicher. Hintergrund

    Hardware Wallet Vergleich 2026: Ledger vs. Trezor – Neue Modelle, neue Risiken

    Finanzprodukte

    Memecoins auf Robinhood Chain verzerren Aktien-Kurse

    Basiswissen

    Unit Bias im Krypto-Markt: Warum günstige Coins Anleger täuschen

    Ray Dalio rät zu 10 bis 15% Gold und einem kleinen Bitcoin-Anteil, weil er in rund drei Jahren eine US-Schuldenkrise erwartet. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Ein Datenleck bei Trezors Versandpartner ShipMonk legt Kontaktdaten von 13'689 Kunden offen; Geräte und Schlüssel bleiben sicher. Hintergrund

    Hardware Wallet Vergleich 2026: Ledger vs. Trezor – Neue Modelle, neue Risiken

    World Gold Council setzt selbst auf Tokenisierung

    Während Tait Bitcoin abschreibt, arbeitet seine Organisation an einer eigenen Blockchain-Anwendung. Unter dem Namen „Gold-as-a-Service" entwickelt der Verband eine digitale Plattform zur Tokenisierung von physischem Gold. Ein White Paper liegt vor, ein Proof of Concept ist für Ende 2026 geplant. Zielgruppe sind ausdrücklich krypto-native Nutzer. Das Vorhaben richtet sich ebenso an jene Anlegergruppe, deren Leitwährung der CEO bei null sieht. Solche Token bilden hinterlegte Goldbestände digital ab und lassen sich rund um die Uhr übertragen. Der Verband will das Edelmetall damit in dieselben Infrastrukturen bringen, die Bitcoin gross gemacht haben. Die Distanzierung des CEO gilt somit der Anlage, nicht der Technologie dahinter.

    Den Hintergrund liefert die Goldrally des laufenden Jahres. Als Treiber gelten einerseits die auf rund 39 Bio. USD gestiegene US-Staatsverschuldung und andererseits die Goldkäufe asiatischer Zentralbanken. Weiterhin kaufen die Notenbanken seit rund drei Jahren kontinuierlich zu und diversifizieren so ihre Reserven. Fragile Währungen sichern sie über das Edelmetall ab. Zeitweise trug die Rally den Goldpreis 2026 über 5'000 USD je Unze. Aktuell liegt er dennoch bei rund 4'400 USD.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Armada-Aktionäre stimmen am 30. September über die Fusion mit Evernorth ab, die XRP-Treasury soll danach an der Nasdaq notieren.

    XRP-Treasury: Evernorth Nasdaq-Listing rückt näher

    CVJ Wochenrückblick

    Wochenrückblick: Erste Signale deuten auf Bitcoin-Bullenmarkt hin

    Bitget bestätigt einen Hack über 351.6 Mio. USD aus Hot- und Warm-Wallets, vermutet Nordkorea dahinter und setzt Auszahlungen aus.

    Krypto-Börse Bitget verliert bei einem Hack 351.6 Mio. USD

    Armada-Aktionäre stimmen am 30. September über die Fusion mit Evernorth ab, die XRP-Treasury soll danach an der Nasdaq notieren.
    28. September 2026

    XRP-Treasury: Evernorth Nasdaq-Listing rückt näher

    CVJ Wochenrückblick
    26. September 2026

    Wochenrückblick: Erste Signale deuten auf Bitcoin-Bullenmarkt hin

    Bitget bestätigt einen Hack über 351.6 Mio. USD aus Hot- und Warm-Wallets, vermutet Nordkorea dahinter und setzt Auszahlungen aus.
    25. September 2026

    Krypto-Börse Bitget verliert bei einem Hack 351.6 Mio. USD

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.