Visa stellt Patentantrag für Digitalwährung auf der Blockchain

Das US-Unternehmen Visa hat eine Patentanmeldung für eine eigene digitale Währung auf Basis der Blockchain beantragt. Der Antrag wurde bereits im November 2018 bei der US-Behörde eingereicht. Mit der kürzlich erfolgten Veröffentlichung wurden die Details publik.

Visa möchte mithilfe der Blockchain und tokenisierten US Dollars die Effizienz im Zahlungsnetzwerk verbessern. Der vollständige eingereichte Antrag teilt sich auf zwei verschiedene Ansätze auf. Beschrieben als ‚Digitale Fiat-Währung‘ soll demnach eine Möglichkeit aus einem öffentlichen Schlüssel bestehen, der mit einem Wallet (digitale Brieftasche) verbunden ist. Der andere Ansatz vermerkt die «Entfernung der physischen Währung aus dem Umlauf eines Fiat-Währungssystems».

Patent zieht auch andere Währungen als USD in Erwägung

Laut einem Bericht von Forbes soll das Patent dabei nicht nur den US-Dollar in Betracht gezogen werden, sondern könnte auch auf andere Fiat-Währungen, wie beispielsweise den Euro, den Yen oder das britische Pfund angewendet werden. Dabei wird der zentrale Prozess zur Schaffung von digitalen Währungen folgendermassen beschrieben:

Immer wenn eine digitale Fiat-Währung im Wert von beispielshalber einem Dollar erzeugt wird, muss eine zentrale Prüfstelle sicherstellen, dass dementsprechend der gleiche Wert in Form von physischem Geld aus dem Umlauf genommen wird. Dies ist zwingend notwendig, um den Wert der digitalen Fiat-Währung zu regulieren.

Visa kündigte bereits im Juni letzten Jahres an, in den 125 Billionen Dollar schweren Markt für grenzüberschreitende Business-to-Business-Transaktionen (B2B) einzutreten. Dabei will das Unternehmen auf die Bockchain Technologie setzten um Zahlungen schneller, billiger und transparenter zu machen.

Visa und andere Zahlungsdienstleister kehrten zuletzt Facebook’s Libra Projekt den Rücken

Das US-Unternehmen Visa hatte sich im vergangenen Jahr dem Libra Projekt von Facebook angeschlossen. Nachdem der regulatorische, sowie der Druck von Regierungsseiten immer grösser wurde, hatte sich der Anbieter gegen Ende des Jahres dazu entschlossen, die Libra Association wieder zu verlassen. Neben Visa waren auch andere Zahlungsdienstleister, wie Ebay, Stripe oder MasterCard ausgestiegen. Die Zahlungsunternehmen befürchten, dass der Umgang mit Benutzerdaten und der Datenschutz bei Facebook im Allgemeinen, einen negativen Einfluss auf die Regulierungsbehörden haben wird. Die Aussagen der entsprechenden Unternehmen schliessen allesamt eine Zusammenarbeit mit der Libra Association zu einem späteren Zeitpunkt nicht aus. Es werde weiterhin geprüft, „ob alle erforderlichen regulatorischen Erwartungen zukünftig vollständig zu erfüllen seien“.

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Redaktion cvj.ch

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