UBS warnt Kunden erneut vor der „Krypto-Blase“

Der Schweizer Bankenriese UBS hat seine Kunden vor den Risiken gewarnt, die intensivere regulatorische Anforderungen für den Kryptomarkt darstellen. Ein härteres Durchgreifen der Regulierungsbehörden könnte laut der Grossbank zu einem Platzen der „Krypto-Blase“ führen.

In einem Schreiben an ihre Kunden hat die UBS erklärt, weshalb sie digitale Vermögenswerte für zu riskant und ungeeignet hält, um sie professionellen Investoren anzubieten. Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt seien bestrebt, gegen die Krypto-Märkte vorzugehen. Nach einem härteren Durchgreifen könne laut UBS die „Krypto-Blase“ platzen.

Regulatorisches Durchgreifen gegen Kryptowährungen

Ein offensichtliches Beispiel für einen Meinungswechsel bei Regulierungsbehörden ist China. Obwohl die offizielle Haltung schon seit Jahren unklar ist, kam das jüngste Durchgreifen für viele überraschend. Neben Finanzdienstleistungen mit Kryptowährungen war Peking auch mit dem hohen Energieverbrauch von Bitcoin-Mining unzufrieden.

„Wir haben lange davor gewarnt, dass sich die Stimmung der Anleger oder Regulierungsbehörden verschieben könnten und damit die blasenartigen Kryptomärkte platzen lassen. Die Regulierungsbehörden haben gezeigt, dass sie gegen Kryptowährungen vorgehen können und werden.“ – Mitteilung der UBS

Die UBS emfiehlt ihren Kunden deshalb, die Finger von Kryptowährungen zu lassen. Stattdessen sollten die Portfolios von Investoren um weniger riskante Anlagen aufgebaut werden. Als nächstes nannte die Grossbank die USA und Grossbritannien als zwei Länder, die wahrscheinlich gegen die Branche vorgehen werden. Die Finanzmarktaufsichtsbehörde des Vereinigten Königreichs (FCA) hat schon vor einem halben Jahr ein Verbot für Krypto-Derivate verhängt.

Frühere Haltung der UBS zu Bitcoin

In der Vergangenheit äusserte sich die Schweizer Grossbank vermehrt negativ zu digitalen Assets. Bereits im Januar warnte die UBS in einer Studie vor einem potenziellen Totalverlust bei der Investition in Kryptowährungen. Die Autoren beriefen sich vor allem auf regulatorische Unsicherheiten, die Volatilität des Assets und digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) als mögliche Konkurrenz.

Auch hatte die UBS Schwierigkeiten damit, einen „fairen Wert“ für Bitcoin zu errechnen. So konnten sie die Rolle des Assets in einem Portfoliokontext nicht gut bewerten. Einen Vergleich mit der Tulpenmanie im 17. Jahrhundert konnte sich die Grossbank ebenfalls nicht verkneifen. Trotz der harschen Kritik kündigte die UBS im Mai an, dass sie vermögenden Investoren den Zugang zur Assetklasse nicht vorenthalten wollen.

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