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    Stanley Druckenmiller prognostiziert Stablecoins als globales Zahlungssystem

    Stanley Druckenmiller prognostiziert Stablecoins als globales Zahlungssystem

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    von Redaktion cvj.ch am 14. März 2026 News

    Hedgefonds-Legende Stanley Druckenmiller rechnet damit, dass Stablecoins in 10 bis 15 Jahren die Grundlage des weltweiten Zahlungsverkehrs bilden. Im Interview mit Morgan Stanley nannte der Gründer von Duquesne Capital Management Stablecoins effizienter, schneller und günstiger als bestehende Fiat-Zahlungsinfrastruktur.

    Konkret hob er Tether (USDT) und Circle (USDC) als Beispiele produktiver Blockchain-Nutzung hervor. Gleichzeitig bezeichnete er Kryptowährungen im Allgemeinen als "eine Lösung auf der Suche nach einem Problem". Diese Aussagen fallen in eine Phase, in der die Stablecoin-Marktkapitalisierung mit rund 315 Milliarden USD ein Allzeithoch erreicht hat.

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    Druckenmillers These: Stablecoins ersetzen traditionelle Zahlungswege

    Druckenmiller formulierte seine Kernthese in einem Interview mit Morgan Stanley. Laut dem Starinvestor wird unser gesamtes Zahlungssystem in 10 oder 15 Jahren auf Stablecoins basieren. Die Argumentation folgt einem ökonomischen Kalkül. SWIFT-Überweisungen dauern ein bis fünf Werktage und kosten bis zu 50 USD pro Transaktion. Stablecoin-Transfers hingegen benötigen Sekunden und kosten Centbeträge. Denn für Druckenmiller liegt der Vorteil nicht in der Krypto-Ideologie, sondern in der reinen Effizienz der Technologie. Blockchain und Stablecoins seien "in Bezug auf Produktivität unglaublich nützlich", so der Investor.

    Bemerkenswert ist allerdings die Differenzierung. Druckenmiller trennt klar zwischen Stablecoins als Infrastruktur und dem breiteren Krypto-Markt. Erstere sieht er als konkrete Verbesserung bestehender Systeme. Letzteren hält er dagegen für weitgehend überflüssig.

    Bitcoin als Marke, nicht als Notwendigkeit

    Zum Thema Bitcoin äusserte sich Druckenmiller skeptisch, wenn auch nicht ablehnend. Er bezeichnete Bitcoins Rolle als Wertaufbewahrungsmittel als unnötig und begründete das im Interview wie folgt:

    "Ich bedauere, dass es jemals als Wertaufbewahrungsmittel eingesetzt wurde, denn das war nicht nötig. Aber es ist eine Marke, und die Leute lieben es, also wird es ein Wertaufbewahrungsmittel bleiben." - Stanley Druckenmiller

    Diese Einschätzung passt zu Druckenmillers pragmatischem Investmentstil. Er erkennt Bitcoins Markenwert an, sieht aber keinen fundamentalen Bedarf. Noch 2020 hatte er erklärt, Bitcoin könnte Gold als Wertaufbewahrungsmittel übertreffen. Sechs Jahre später fällt sein Urteil nüchterner aus. Auch zum US-Dollar positionierte sich der Investor. Er zweifle daran, dass der Dollar in 50 Jahren noch Reservewährung sein werde. Zugleich räumte er ein, keine Alternative benennen zu können. Den Dollar bezeichnete er deshalb als "das sauberste schmutzige Hemd" unter den Reservewährungen.

    Druckenmillers Karriere verleiht seinen Aussagen zusätzliches Gewicht. Er gründete Duquesne Capital Management 1981. Den Fonds schloss er 2010 nach durchschnittlich 30 Prozent Jahresrendite, ohne ein einziges Verlustjahr. Gemeinsam mit George Soros spekulierte er 1992 erfolgreich gegen das britische Pfund. Schon im Mai 2021 erklärte er, Blockchain könnte die USD-Zahlungsinfrastruktur ersetzen. Seine aktuelle Prognose zu Stablecoins konkretisiert daher diese frühere Einschätzung.

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    Stablecoin-Markt auf Rekordniveau

    Druckenmillers Prognose trifft auf einen Markt in Bewegung. Die Stablecoin-Marktkapitalisierung liegt bei rund 315 Milliarden USD - ein neues Allzeithoch. Insgesamt stieg das Umlaufangebot seit Anfang 2024 um mehr als 180 Milliarden USD. Das bereinigte Transfervolumen erreichte 2025 rund 11 Billionen USD.

    Marktkapitalisierung aller Stablecoins / Quelle: DeFi Llama

    Die australische Investmentbank Macquarie veröffentlichte Anfang März 2026 eine Analyse mit ähnlicher Stossrichtung. Stablecoins entwickeln sich demnach von einem Nischen-Krypto-Handelsinstrument zu einer potenziellen Schicht der globalen Finanzinfrastruktur.

    Traditionelle Finanzinstitute positionieren sich entsprechend. Visa und Mastercard unterstützen inzwischen USDC-Abwicklung on-chain. JPMorgan betreibt ein tokenisiertes Einlagenprodukt, während Citi und HSBC eigene Token-Services testen. Daneben erklärte US-Finanzminister Scott Bessent, der Stablecoin-Markt könnte bis 2030 auf 3 Billionen USD anwachsen.

    GENIUS Act schafft regulatorischen Rahmen

    Die institutionelle Adoption profitiert vom regulatorischen Fortschritt in den USA. Präsident Trump unterzeichnete den GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins Act) am 18. Juli 2025. Es handelt sich dabei um das erste US-Bundesgesetz zu Krypto-Assets.

    Das Gesetz verlangt eine 1:1-Deckung mit Cash oder kurzfristigen US-Staatsanleihen sowie monatliche Offenlegung der Reserven. Es stuft Stablecoins weder als Wertpapiere noch als Rohstoffe ein, sondern schafft eine eigene regulatorische Kategorie. Somit erhalten Emittenten und institutionelle Nutzer gleichermassen Rechtsklarheit.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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