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    Shiba Inu-Blockchain "Shibarium" geht live

    Shiba Inu-Blockchain „Shibarium“ geht live

    von Redaktion cvj.ch am 17. August 2023 News

    Für über ein Jahr warteten Halter des Memecoins Shiba Inu (SHIB) auf den Start der Layer-2-Blockchain Shibarium. Die Plattform verspricht Ethereum-Nutzern ein Umfeld mit tiefen Gebühren und dezentralen Spielen, unterscheidet sich jedoch nicht stark von bestehenden Skalierungslösungen.

    Shibarium ist Teil einer grösseren Strategie, um Shiba Inu als ein legitimes Blockchain-Projekt zu etablieren. Der von der beliebten Hunderasse Shiba Inu inspirierte und vom Dogecoin (DOGE) beeinflusste Token SHIB wurde im August 2020 als reiner Memecoin eingeführt. Innerhalb weniger Monate schoss der Token rasant an und überholte gegen Ende des marktweiten Aufschwungs (Oktober 2021) kurzzeitig das Urgestein Dogecoin. Gelingt mit Shibarium der Sprung zu einem ernstzunehmenden DeFi-Akteur?

    Update 17.08.2023: Der Smart Contract zur Überbrückung von Kryptowährungen auf die Shibarium-Blockchain wies gleich nach dem Start technische Probleme auf. Über 2 Mio. USD stecken aktuell darin fest.

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    Shiba Inu entspringt dem Memecoin-Boom

    Memecoins sind eine Kategorie digitaler Währungen, die ihren Wert in erster Linie durch ihre Popularität im Internet gewinnen. Wie der Name nahelegt, beruhen diese Kryptowährungen in der Regel auf Memes, Witzen oder kulturellen Anspielungen. Der erste populäre Memecoin war Dogecoin, der im Jahr 2013 als Referenz auf das damals beliebte Internet-Meme "Doge" gegründet wurde. Dabei handelt es sich um einen Hund der japanischen Rasse Shiba Inu, dessen Bildunterschriften in gebrochenem Englisch den Monolog des Hundes auf unsinnige Weise wiedergeben. Ähnlich wie die humorvollen Ursprünge der Internetsensation sollte auch die Kryptowährung Dogecoin nie einen "Nutzen" aufweisen.

    Dank wiederholten Kommentaren des SpaceX-Gründers Elon Musk im Frühjahr 2021 erlebte die Popularität der Witzwährung einen rasanten Schub. Innerhalb weniger Monate war Dogecoin in allen Medien vertreten und reihte sich in die Top 10 der Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung ein. Dies schürte eine neue Welle für die Kategorie der Memecoins, von der der bereits im August 2020 lancierte SHIB-Token massgeblich profitierte. Eine Art Rivalität zwischen den beiden Shiba Inu-inspirierten Kryptowährungen etablierte sich. Der Hauptunterschied: SHIB besitzt nach wie vor einen aktiven Entwickler, während Dogecoin der Herkunft der Memecoins treu blieb.

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    Shibarium: der nächste Schritt zur DeFi-Intergration

    Shiba Inu (SHIB) sollte anders als Dogecoin durch strategische Integrationen des Entwicklerteams über die Kategorie der Witzwährungen hinauswachsen. Durch die Lancierung der dezentralen Börse ShibaSwap drang die Kryptowährung erstmals in den DeFi-Bereich vor. Dabei handelte es sich um eine Kopie (engl. = Fork) der dezentralen Börse SushiSwap, wurde jedoch mit einem eigenen Liquiditätsprogramm (Yield Farming) und dem Governance-Token BONE erweitert. Der nächste Schritt zur Legitimierung des ehemaligen Memecoins sollte eine eigene Blockchain sein.

    Statt einem Konkurrenten zu Ethereum entschieden sich die Shiba Inu-Entwickler für eine darauf aufbauende Layer-2-Lösung. Dadurch soll Shibarium schnellere und billigere Transaktionen für die Nutzer bieten. Als Währung für Transaktionsgebühren dient der SHIB-Token. Um als Node (dt. = Knoten) an der Transaktionsvalidierung teilzunehmen, erfordert das Netzwerk die Sperrung von 10'000 BONE (rund 12'000 USD). Auch die anderen Ökosystem-Token TREAT und LEASH sollen dank Plattformen auf der Blockchain neuen Nutzen erhalten.

    So befindet sich Shiba Inu (SHIB) aktuell an einem Scheideweg und steht vor der schwierigen Herausforderung, seine Identität neu zu definieren. Den ursprünglichen Erfolg hatte der Memecoin als Witzwährung und Konkurrent zu Dogecoin. Doch nun soll der Fokus auf ein seriöses DeFi-Ökosystem verschoben werden. Reichen dafür Kopien bestehender Plattformen mit einem niedlichen Hunde-Rebranding?

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    Über den Autor

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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