Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » JPMorgan: Strategy-Verkäufe stellen Risiko für Bitcoin dar
    JPMorgan warnt vor Strategy-Bitcoin-Verkäufen: Die Bank sieht ein vermeidbares Zweiwege-Risiko für den gesamten Bitcoin-Markt.

    JPMorgan: Strategy-Verkäufe stellen Risiko für Bitcoin dar

    von Redaktion cvj.ch am 3. Juli 2026 News

    JPMorgan warnt vor Strategys neuer Bitcoin-Verkaufspolitik. In einem aktuellen Report bezeichnet die US-Grossbank die Regelung als „vermeidbares" Twoway-Risiko, weil der grösste Einzelkäufer der Kryptowährung künftig auch als Verkäufer auftreten kann.

    Strategy (vormals MicroStrategy) ist ein börsennotiertes US-Unternehmen, das seit 2020 unter Gründer und Chairman Michael Saylor Bitcoin als primäre Bilanzreserve hält. Käufe finanzierte der Konzern bislang über Aktien- und Anleiheemissionen. Autor des Reports ist Nikolaos Panigirtzoglou, Managing Director der Bank. Ursprünglich folgte das Unternehmen einem reinen Akkumulations-Ansatz ohne Verkäufe. Mit dem am 29. Juni 2026 angekündigten „Digital Credit Capital Framework" öffnet Strategy jedoch erstmals systematisch die Tür für Bitcoin-Verkäufe als Finanzierungsinstrument. Der Konzern hält rund 847'363 BTC, etwa 4.2% des gesamten Angebots. JPMorgan fordert deshalb eine Liquiditätsreserve mit 24 bis 36 Monaten Dividendendeckung, bevor Investoren auf ein Ende weiterer Verkäufe vertrauen können; aktuell deckt die Reserve nur rund 17 Monate.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    JPMorgan fordert grössere Liquiditätsreserve von Strategy

    In der Nacht auf den 2. Juli 2026 veröffentlichte die US-Grossbank den Report. Darin bezeichnet das Institut Strategys neue Politik als „vermeidbares" "Twoway-Flussrisiko" für den Bitcoin-Markt. Gemeint ist damit, dass der Konzern nicht mehr nur als struktureller Käufer auftritt, sondern bei Bedarf auch Bestände abstossen könnte. Letztlich wertet die Bank genau diese Zweiseitigkeit als neue Belastung für den Markt.

    Im Zentrum steht die Forderung nach einer grösseren Liquiditätsreserve. Konkret verlangt JPMorgan, dass Strategy 24 bis 36 Monate an Dividendenzahlungen vorhalten sollte, bevor Investoren auf ein Ausbleiben weiterer Bitcoin-Verkäufe vertrauen können. Aktuell deckt die Barreserve von rund 2.25 Milliarden USD hingegen nur etwa 17 Monate ab. Insgesamt liegt das Unternehmen deutlich unter der von der Bank als beruhigend erachteten Schwelle. Strategy selbst rechnet anders: Zusammen mit den autorisierten Bitcoin-Verkäufen von bis zu 1.25 Milliarden USD sieht der Konzern nach eigenen Angaben eine Deckung von gut zwei Jahren.

    Panigirtzoglou verweist zudem auf die enge Kopplung zwischen Aktienbewertung und Bitcoin-Preis. Da die Bewertung des Unternehmens untrennbar mit dem Kurs der Kryptowährung verknüpft sei, könnten mehr Unsicherheit und Volatilität an den Kryptomärkten die Firmenbewertung belasten. Folglich stiegen die Kosten für die Ausgabe von Aktien und Anleihen, mit denen Strategy weitere Bitcoin-Käufe finanziert. Somit droht ein selbstverstärkender Effekt: Fallende Kurse verteuern die Finanzierung, was neue Käufe erschwert.

    Strategy öffnet mit neuem Framework die Tür für Bitcoin-Verkäufe

    Auslöser der Warnung ist das „Digital Credit Capital Framework", das Strategy am 29. Juni 2026 ankündigte. Das Regelwerk autorisiert den Verkauf von bis zu 1.25 Milliarden USD in Bitcoin, um eine USD-Reserve für Vorzugsdividenden und Zinszahlungen zu speisen. Die Verkäufe dienen ausschliesslich der USD-Reserve für Zahlungsverpflichtungen, nicht neuen Investitionen. Zudem gilt eine Mindestdeckung von zwölf Monaten für diese Verpflichtungen. Für ein Unternehmen, das seit 2020 ausschliesslich akkumulierte, ist das ein struktureller Bruch.

    Das Framework geht jedoch über reine Verkäufe hinaus. Gleichzeitig erhöhte Strategy die STRC-Vorzugsdividende per 1. Juli 2026 von 11.5% auf 12%. Ferner autorisierte der Konzern Rückkaufprogramme von je bis zu 1 Milliarde USD, einerseits für Digital-Credit-Wertpapiere wie STRC, STRF, STRD und STRK, andererseits für Class-A-Stammaktien. Beide Programme laufen ohne Verfallsdatum.

    Zuvor hatte bereits ein Ereignis die Nervosität am Markt offengelegt. Ende Mai 2026 verkaufte das Unternehmen 32 BTC im Wert von rund 2.5 Millionen USD zur Dividendenfinanzierung. Die Meldung Anfang Juni verunsicherte Investoren. Letztlich trug sie zu einem Kursrückgang von über 50% gegenüber dem Allzeithoch Ende 2025 bei. CEO Phong Le ordnet den Strategiewechsel dennoch als bewusste Weiterentwicklung ein.

    „Strategy entwickelt sich von einseitiger Kapitalausgabe zu aktivem Kapitalmanagement. Wir beabsichtigen, zwischen der Ausgabe von Wertpapieren bei attraktiven Kapitalbedingungen und dem Rückkauf von Wertpapieren zu wechseln, wenn unsere Instrumente auf Niveaus handeln, die Rückkäufe wertsteigernd machen." - Phong Le, CEO, Strategy Inc.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    18 Prozent halten Krypto-Anlagen in der Schweiz, zeigt eine IFZ- und LUKB-Studie. Banken sehen Potenzial von bis zu 1 Million Kunden. Hintergrund

    HSLU- und LUKB-Studie: 18% der Schweizer Bevölkerung halten Krypto-Assets

    Robinhood weitet seine Perpetual Futures in Europa auf Rohstoffe und Devisen aus und plant den Krypto-Launch in Grossbritannien. Finanzprodukte

    Robinhood erweitert europäische Perpetual Futures auf Rohstoffe

    Transparenz im Digital Finance basiert auf Proof of Reserves, Merkle Trees, MPC-Verwahrung und 24/7-Monitoring für Solvenznachweise. Basiswissen

    Transparenz als Fundament der Sicherheit im Digital Finance

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    18 Prozent halten Krypto-Anlagen in der Schweiz, zeigt eine IFZ- und LUKB-Studie. Banken sehen Potenzial von bis zu 1 Million Kunden. Hintergrund

    HSLU- und LUKB-Studie: 18% der Schweizer Bevölkerung halten Krypto-Assets

    Warum Strategys Gewicht den Bitcoin-Markt überproportional bewegt

    Strategys Bedeutung für den Bitcoin-Markt ergibt sich aus schierer Grösse. Mit rund 847'363 BTC hält das Unternehmen etwa 4% bis 4.2% des gesamten Angebots und ist damit der grösste Einzelhalter weltweit. Noch aussagekräftiger ist der Fluss: Laut JPMorgan entfielen rund 70% der geschätzten Netto-Krypto-Zuflüsse des Jahres 2026 auf Strategys Käufe. Allein 2026 investierte der Konzern nach Schätzungen der Bank rund 13.7 Milliarden USD in Bitcoin. Die Bank warnte zuvor bereits wiederholt vor Konzentrationsrisiken bei bitcoinbesicherten Unternehmensfinanzierungen.

    Diese Konzentration macht jede Änderung der Kaufpolitik daher systemisch relevant. Wenn ein einzelner Akteur den Grossteil der Nettonachfrage stellt, wirkt sein Rückzug oder gar ein Verkauf überproportional auf den Preis. Gleichzeitig zeigt der ETF-Markt bereits Schwäche: Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten im Juni 2026 Netto-Abflüsse von rund 4 Milliarden USD. Eine 13-tägige Abfluss-Serie drehte die Jahresflüsse erstmals ins Minus. Fällt Strategy als Käufer teilweise aus, fehlt dem Markt somit eine zentrale Stütze.

    STRC bleibt trotz Kurserholung unter dem Nennwert

    Zunächst reagierte der Markt positiv auf das neue Framework. Die MSTR-Aktie legte seit der Ankündigung vom 29. Juni 2026 um rund 20% zu und notierte zuletzt bei etwa 93.39 USD. Gemessen am Tief von rund 82 USD am 26. Juni 2026 entspricht das einem Plus von knapp 14%. Über die längere Frist bleibt das Bild allerdings getrübt: Gegenüber dem Vorjahresstand liegt die Aktie weiterhin rund 75% im Minus.

    Nicht alle Instrumente profitieren hingegen von der Erholung. Die STRC-Vorzugsaktien handelten zuletzt bei rund 87.50 USD. Das liegt unter dem Nennwert von 100 USD, der für gewinnbringende Neuemissionen nötig wäre. Solange diese Papiere unter pari notieren, bleibt ein zentraler Finanzierungskanal des Frameworks eingeschränkt.

    Der breitere Bitcoin-Markt zeigte sich derweil freundlicher. Bitcoin stieg am 2. Juli 2026 um bis zu 3.4% auf rund 62'127 USD. Auslöser war allerdings nicht Strategy, sondern ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht. Die US-Wirtschaft schuf im Juni nur 57'000 neue Stellen, deutlich unter der Konsenserwartung von 110'000 bis 129'000. Schwächere Arbeitsmarktdaten nähren Zinssenkungserwartungen, was risikoreichere Anlagen wie Bitcoin stützt.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Ethereum Institutional startet als Non-Profit von Bitmine, Sharplink und Joe Lubin als Anlaufstelle für Banken und Vermögensverwalter.

    Ethereum Institutional wird zur Wall-Street-Anlaufstelle

    Trumps Finanzoffenlegung weist für 2025 über 1.4 Mrd. USD Krypto-Einkommen aus. Kryptowährungen sind damit seine grösste Einkommensquelle.

    Trump meldet 1.4 Mrd. USD Krypto-Einkommen für 2025

    Über 100 Finanzkonzerne wie BlackRock, Visa und Mastercard gründen das Konsortium Open Standard und planen den OpenUSD Stablecoin für H2.

    OpenUSD: BlackRock, BNY, Visa, Stripe und weitere planen Dollar-Stablecoin

    JPMorgan warnt vor Strategy-Bitcoin-Verkäufen: Die Bank sieht ein vermeidbares Zweiwege-Risiko für den gesamten Bitcoin-Markt.
    3. Juli 2026

    JPMorgan: Strategy-Verkäufe stellen Risiko für Bitcoin dar

    Sechs Schweizer Krypto-Dienstleister haben eine MiCA-CASP-Autorisierung. AMINA war weltweit erste, Sygnum und Bitcoin Suisse folgten später.
    3. Juli 2026

    Schweizer Krypto-Dienstleister sichern sich MiCA-Autorisierung

    Ethereum Institutional startet als Non-Profit von Bitmine, Sharplink und Joe Lubin als Anlaufstelle für Banken und Vermögensverwalter.
    3. Juli 2026

    Ethereum Institutional wird zur Wall-Street-Anlaufstelle

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.