Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » EZB beziffert Kosten des digitalen Euro für Banken auf bis zu 6 Milliarden Euro
    Der digitale Euro kostet EU-Banken 4-6 Milliarden Euro. Die EZB will mit dem Projekt die Abhängigkeit von Visa und Mastercard reduzieren.

    EZB beziffert Kosten des digitalen Euro für Banken auf bis zu 6 Milliarden Euro

    0
    von Redaktion cvj.ch am 20. Februar 2026 News

    Die Einführung des digitalen Euro wird die europäischen Banken zwischen 4 und 6 Milliarden Euro kosten. So lautet die offizielle Schätzung von Piero Cipollone, Mitglied des EZB-Direktoriums. Cipollone legte die Zahl vor einem italienischen Parlamentsausschuss offen.

    Die Implementierungskosten verteilen sich auf vier Jahre und entsprechen rund 3 Prozent der jährlichen IT-Wartungsbudgets der Banken. Für die EZB selbst fallen Einrichtungskosten von rund 1.3 Milliarden Euro an. Ab 2029 rechnet die Zentralbank mit jährlichen Betriebskosten von etwa 300 bis 320 Millionen Euro. Das Eurosystem trägt diese Ausgaben ähnlich wie bei der Banknotenproduktion. Erstmals liegen nun konkrete Kostenschätzungen für ein Projekt vor, das Europas Zahlungsverkehr grundlegend verändern soll.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Europas Abhängigkeit von US-Zahlungssystemen als strategisches Risiko

    Hinter dem digitalen Euro steckt ein geopolitisches Kalkül. Über drei Viertel aller Kartentransaktionen in Europa laufen über internationale Zahlungssysteme wie Visa und Mastercard. 13 Euroländer sind vollständig auf diese internationalen Netzwerke angewiesen. Denn eigene nationale Kartensysteme existieren dort nicht.

    Cipollone bezeichnete diese Abhängigkeit als strategisches Risiko. Transatlantische Spannungen haben die Bewertung verschärft. Gleichzeitig wachsen Dollar-gebundene Stablecoins wie USDC und USDT rasant, was die Währungssouveränität der EZB zusätzlich unter Druck setzt.

    Die geplante Gebührenstruktur ist entsprechend kalkuliert. Händler sollen weniger zahlen als bei Visa oder Mastercard. Kleine Händler könnten sogar nur die Hälfte der aktuellen Gebühren entrichten. Zugleich bleiben die Gebühren höher als bei nationalen Systemen wie Italiens Bancomat oder Spaniens Bizum. So entsteht Wettbewerbsdruck auf internationale Anbieter, ohne lokale Infrastruktur zu verdrängen.

    Banken als Gewinner: Daten statt nur Gebühren

    Die EZB positioniert den digitalen Euro bewusst als Projekt zum Schutz der Banken. Cipollone argumentierte vor dem italienischen Bankenverband ABI, dass Banken ein existenzielles Interesse am Projekt haben sollten.

    "Banken würden nicht nur Einnahmen verlieren, sondern - noch wichtiger - den Zugang zu Zahlungsdaten ihrer Kunden, Informationen, die sie benötigen, um ihnen andere profitablere Dienstleistungen anzubieten." - Piero Cipollone, Mitglied des EZB-Direktoriums

    Konkret behalten Banken im digitalen Euro-System ihre zentrale Rolle als Wallet-Anbieter. Sie verwalten die digitalen Geldbörsen und haben exklusiven Zugang zu Kundenzahlungsinformationen. Die EZB selbst sieht nur anonymisierte Transaktionscodes, keine Nutzeridentitäten. Damit sichern sich Banken die Datengrundlage für Cross-Selling von Krediten, Versicherungen und Vermögensverwaltung.

    Banken können die Implementierungskosten auch über Händlergebühren refinanzieren. Da die EZB keine Netzwerkgebühren erhebt, entfallen die üblichen Kosten für private Zahlungsnetzwerke. Nicht-verzinste Guthaben mit Haltelimits sollen ausserdem verhindern, dass Einlagen in Krisenzeiten von Bankkonten zum digitalen Euro abfliessen.

    Ray Dalio rät zu 10 bis 15% Gold und einem kleinen Bitcoin-Anteil, weil er in rund drei Jahren eine US-Schuldenkrise erwartet. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Justin Drake von der Ethereum Foundation rät zum Bunker Mode, weil KI-Mathematik ECDSA vor Quantencomputern brechen könnte. Hintergrund

    Ethereum-Forscher warnt vor Bruch der Krypto-Verschlüsselung durch KI

    Finanzprodukte

    Memecoins auf Robinhood Chain verzerren Aktien-Kurse

    Automated Market Makers verwalten Liquiditätspools wie regelgebundene Portfolios. Was das für Impermanent Loss und Absicherung bedeutet. Basiswissen

    Automated Market Makers als dezentrale Portfolio-Manager

    Ray Dalio rät zu 10 bis 15% Gold und einem kleinen Bitcoin-Anteil, weil er in rund drei Jahren eine US-Schuldenkrise erwartet. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Justin Drake von der Ethereum Foundation rät zum Bunker Mode, weil KI-Mathematik ECDSA vor Quantencomputern brechen könnte. Hintergrund

    Ethereum-Forscher warnt vor Bruch der Krypto-Verschlüsselung durch KI

    Legislativer Durchbruch nach zwei Jahren Stillstand

    Das Europäische Parlament gab im Februar 2026 erstmals eine bedeutende Zustimmung zum digitalen Euro. Damit endet ein zweijähriger Stillstand. Der Wechsel des Berichterstatters von Stefan Berger zu Fernando Navarrete Rojas im Dezember 2024 hat den Prozess offenbar beschleunigt.

    Bereits im Dezember 2025 einigte sich der EU-Rat auf eine Verhandlungsposition. Schlüsselfunktionen blieben erhalten, darunter der Status als gesetzliches Zahlungsmittel, die verpflichtende Akzeptanz durch Händler und die Offline-Funktionalität. Die Vorbereitungsphase des Projekts lief von November 2023 bis Oktober 2025. In dieser Zeit entwarf die EZB das Regelwerk, wählte Anbieter für Systemkomponenten aus und betrieb eine Innovationsplattform für Marktexperimente. Seit November 2025 befindet sich das Projekt in der technischen Bereitschaftsphase.

    EZB-Forschung aus der Vorbereitungsphase ergab, dass der digitale Euro den Wettbewerb im europäischen Zahlungsmarkt fördern könnte. 66 Prozent der befragten Europäer zeigten Interesse an dem Projekt. Neben dem digitalen Euro treibt die EZB weitere Infrastrukturprojekte voran, darunter Pontes, eine DLT-basierte Settlement-Lösung, und die Erweiterung des TIPS-Systems für grenzüberschreitende Sofortzahlungen.

    Datenschutz-Debatte und Bargeld-Koexistenz

    Cipollone adressierte Kritiker des digitalen Euro direkt. Überwachungsbedenken seien "Fake News". Technisch basiert der Datenschutz auf einer Aufgabentrennung. Die EZB verarbeitet nur anonymisierte Transaktionscodes, während Banken die Nutzeridentitäten exklusiv verwalten. Somit ähnelt das Datenschutzniveau laut EZB dem von Bargeld, wobei Anti-Geldwäsche-Anforderungen erfüllt bleiben.

    Parallel modernisiert die EZB ihre Banknoten. Präsidentin Christine Lagarde kündigte im Oktober 2025 eine Neugestaltung an. Der digitale Euro ergänzt demnach das physische Bargeld als digitale Variante, statt es zu ersetzen. Die Offline-Funktionalität soll Zahlungen auch bei Konnektivitätsausfällen ermöglichen.

    Im März 2026 beginnt die Auswahl der Payment Service Provider. Das Europäische Parlament stimmt voraussichtlich im Juni 2026 ab. Falls die Regulierung 2026 verabschiedet wird, könnte ein Pilotprojekt ab Mitte 2027 starten. Die erste offizielle Ausgabe des digitalen Euro peilt die EZB für 2029 an.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • X (Twitter)
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    a16z crypto plant laut The Information die Umbenennung in a16z frontier samt breiterem Mandat, General Partner Ali Yahya soll gehen.

    Krypto-Arm von a16z streicht „crypto“ aus dem Namen

    Solana Alpenglow ersetzt am 21. Oktober das Konsensverfahren TowerBFT, Validatoren zahlen danach 0.8 SOL pro Epoche statt Vote-Gebühren.

    Solana Alpenglow Upgrade soll Finalität auf 150 Millisekunden senken

    JPMorgan schaltet seinen Einlagen-Token JPM Coin auf Ethereum frei, nach Base die zweite öffentliche Chain für institutionelle Kunden.

    JPMorgan bringt JPM Coin auf Ethereum

    Comments are closed.

    a16z crypto plant laut The Information die Umbenennung in a16z frontier samt breiterem Mandat, General Partner Ali Yahya soll gehen.
    22. Oktober 2026

    Krypto-Arm von a16z streicht „crypto“ aus dem Namen

    Die OCC hat ihre Schlussregel zum GENIUS Act publiziert, gültig ab Januar 2027, und prüft Stablecoin-Belohnungen über Partner einzeln.
    21. Oktober 2026

    US-Bankenaufsicht OCC legt Stablecoin-Regeln zum GENIUS Act vor

    Die FINMA hat erstmals einen Bitcoin-ETF in der Schweiz bewilligt, der als Publikumsfonds auch privaten Anlegern offensteht.
    20. Oktober 2026

    FINMA bewilligt ersten Bitcoin-ETF der Schweiz

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche
    © 2026 ThemeSphere. Designed by ThemeSphere.

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.