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    Citi plant Krypto-Custody-Dienst ab 2026 – Traditionsbank auf digitalem Kurs

    Citi plant Krypto-Verwahrung ab 2026

    0
    von Redaktion cvj.ch am 16. Oktober 2025 News

    Die Globalbank Citi kündigte an, bis 2026 eine Dienstleistung für die Krypto-Verwahrung einzuführen. Die Bank will institutionellen Kunden erlauben, native digitale Assets wie Bitcoin oder Ether sicher über Citi-Infrastruktur zu verwalten.

    Citi arbeitet seit rund zwei bis drei Jahren an dem Projekt und prüft sowohl eigene Lösungen als auch Partnerschaften mit Dritten. Ziel sei es, ein „glaubwürdiges Custody-Produkt“ für Asset Manager und andere Kunden zu schaffen. Neben Custody zieht Citi auch die Emission eines Stablecoins in Betracht, wie CNBC berichtet.

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    Technische Herangehensweise

    Biswarup Chatterjee, Citi’s Global Head of Partnerships & Innovation, erklärte, dass Citi eine hybride Strategie verfolge: Einige Custody-Komponenten sollen intern entwickelt werden, während andere - insbesondere für bestimmte Vermögenswerte - extern und flexibel gestaltet werden könnten. Citi plant zudem, seine bestehende Plattform Citi Token Services auszubauen, die bereits Token-basierte Zahlungen zwischen internationalen Standorten ermöglicht.

    Der Vorstoss von Citi reiht sich in eine grössere Bewegung traditioneller Banken ein, die Schritte ins Krypto-Ökosystem unternehmen. Während Konkurrenten wie JPMorgan sich bisher gegen eigene Custody-Services stellten, wagt Citi den nächsten Schritt in der Integration digitaler Assets in das klassische Bankgeschäft. Zugleich steht Citi vor regulatorischen Herausforderungen - Sicherheitsanforderungen, Compliance und klare Richtlinien sind unerlässlich, um Vertrauen bei institutionellen Investoren zu gewinnen.

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    Kontext

    Mit dem geplanten Einstieg in das Custody-Geschäft positioniert sich Citi direkt neben Wettbewerbern wie BNY Mellon und Standard Chartered, die bereits eigene Verwahrlösungen für digitale Vermögenswerte anbieten. Citi könnte jedoch durch seine globale Reichweite und bestehende Infrastruktur einen entscheidenden Vorteil haben. Das Vertrauen institutioneller Kunden in etablierte Finanzinstitute spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere in einem Umfeld, in dem viele Kryptounternehmen weiterhin mit regulatorischen Unsicherheiten und Sicherheitsrisiken kämpfen.

    Der geplante Einstieg von Citi in die Krypto-Verwahrung unterstreicht, wie stark sich die Grenze zwischen traditionellen Finanzdienstleistungen und digitalen Vermögenswerten auflöst. Während viele Banken noch zögern, geht Citi mit einem klaren Plan und regulatorischer Vorbereitung voran. Sollte das Projekt 2026 erfolgreich starten, könnte die Bank eine führende Rolle bei der institutionellen Integration von Krypto-Assets einnehmen und gleichzeitig den Druck auf andere Grossbanken erhöhen, nachzuziehen. Damit setzt Citi ein deutliches Zeichen: Die Zukunft des globalen Finanzsystems wird ohne digitale Assets kaum denkbar sein.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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