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    CVJ Wochenrückblick

    Wochenrückblick Kalenderwoche 49 – 2021

    von Redaktion cvj.ch am 11. Dezember 2021 News

    Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Kryptowährungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

    Vor wenigen Monaten geriet das Gebiet der Kryptowährungen erstmals namhaft in das Blickfeld der US-Politik. Im Rahmen eines Infrastrukturprogramms, welches umfassende Pakete für den Bau von Strassen, Brücken und anderen Einrichtungen im Wert von einer Billion US-Dollar vorsieht, wurde die Krypto-Branche als neue Steuereinnahmequelle anvisiert. Die schwammigen Formulierungen des Gesetzes hätten jedoch verheerende Implikationen für die innovative Branche, weshalb digitale Vermögenswerte seit diesem Zeitpunkt zum zentralen Diskussionsthema im US-amerikanischen Kongress wurden. Mit dem Bestreben, einen tieferen Einblick in das Gebiet zu bekommen, lud der Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses mehrere Vorstandsvorsitzende grosser Krypto-Firmen im Rahmen einer Erkundungsmission vor. Die CEOs sprachen sich vor dem Gremium über Erwartungen, Gefahren und Nutzen von Kryptowährungen aus. Im Spezifischen wurden klare Regularien gefordert, die eine umfassende Rechtssicherheit gewährleisten und dadurch den Innovationsstandort fördern.

    In den frühen 90er-Jahren nahm das Internet langsam an Fahrt auf. Damals waren E-Mails noch nicht in der Lage, Anhänge wie Dateien oder Fotos zu versenden. Es handelte sich im Wesentlichen um eine Zeit der Informationsflut, die die Nutzer zwar durchstöbern, aber nicht interagieren konnten. Zehn Jahre später waren die Dotcoms in aller Munde. Websites wurden interaktiver, Newsgruppen und Chatrooms entstanden. E-Mails konnten verschiedene Arten von Anhängen enthalten, grafische Benutzeroberflächen (GUI) wurden intuitiver. Gegen Ende des Jahrzehnts wurden Mobiltelefone immer intelligenter, und das Zeitalter der Apps begann. Unternehmen wie Twitter, Facebook, Instagram oder YouTube profitierten vom Netzwerkeffekt und konnten in der Ära Web 2.0 Datenmonopole aufbauen. Nun stehen wir am Anbruch des Web 3.0, wo zentralisierte Server der Vergangenheit angehören und die Kontrolle über immaterielle Güter beim Ersteller verbleiben soll.

    2021 war das Jahr der nicht-fungiblen Token (NFTs). Das Teilgebiet der Krypto-Branche entwickelte sich von einem kleinen Nischengebiet zu einem Milliardenmarkt mit monatlichen Handelsumsätzen im dreistelligen Millionenbereich. Während der Fokus vorerst auf digitalen Bildern lag, liess sich gegen Ende des Jahres eine Verlagerung in andere Branchen erkennen. Durch die neuen technischen Möglichkeiten entstand ein Gaming-Bereich, in welchem die Spieler direkt in der Form von veräusserbaren Token profitieren. Diese Woche überraschte mit Ubisoft der erste traditionelle Videospiel-Gigant die Branche mit der Ankündigung, Gegenstände eines ihrer Spiele mit NFTs zu versehen. Dabei handelt es sich um den ersten bemerkenswerten Schritt eines etablierten Spieleherstellers, das Eigentum an digitalen „In-Game-Gegenständen“ zurück an die Spieler zu geben. Entgegen vieler Erwartungen war die Rezeption der Ankündigung jedoch überwiegend negativ. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Branche weiterentwickelt.

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    Bitcoin hat seit seiner Entstehung eine wilde, exponentielle Preisentwicklung hinter sich. Er hat sich dabei einen Namen als hoch profitabler und gleichzeitig hoch volatiler Vermögenswert geschaffen. Krypto-Veteranen blicken auf mehrere Preiszyklen der jeweiligen Auf- und Abschwünge zurück. Eine Besonderheit, die diese Zyklen beeinflusst ist Bitcoins Inflationsrate, welche sich rund alle 4 Jahre halbiert. Dank der transparenten Blockchain können zusätzlich Metriken untersucht werden die Aufschluss darüber geben, wie Bitcoinbesitzer in verschiedenen Marktphasen reagieren. Ein Blick auf die diversen Modelle, die Bitcoins Marktzyklen anhand der vorhandenen Daten besser einzuschätzen versuchen.

    Ausserdem: Auch im Monat November hat sich im Kryptoökosystem einiges getan. So trat beispielsweise das erste Bitcoin-Upgrade seit 2017 in Kraft. Die Neuerung des Netzwerks ebnet den Weg für einen verbesserten Schutz der Privatsphäre sowie für effizientere Transaktionen. An der Solana-Konferenz in Lissabon trafen sich rund 2000 Teilnehmer, um sich über die Zukunft des Finanzwesens, digitales Eigentum, den Umgang mit Smart-Contract-Plattformen und mehr auszutauschen. Gleichermassen waren aus dem Avalanche und Binance Ökosystem Neuigkeiten zu vernehmen.


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