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    Goldman Sachs CEO David Solomon besitzt Bitcoin. Beim World Liberty Forum bestätigt er den Wandel der Investmentbank hin zu Krypto-Assets.
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    Goldman Sachs CEO Solomon bestätigt erstmals persönlichen Bitcoin-Besitz

    von Redaktion cvj.ch am 19. Februar 2026 News

    David Solomon, CEO von Goldman Sachs, gab beim World Liberty Forum in Mar-a-Lago erstmals öffentlich zu, dass er Bitcoin besitzt. Konkret bezeichnete der langjährige Krypto-Skeptiker seine Position als "very little" und sich selbst als keinen guten Bitcoin-Prognostiker.

    Dieses Bekenntnis fällt in eine Phase, in der Goldman Sachs sein Krypto-Engagement ausbaut. Per Ende 2025 hielt die Investmentbank nämlich rund 2.36 Milliarden USD in Krypto-ETFs - darunter erstmals auch Positionen in XRP- und Solana-ETFs. Solomons persönliche Wende spiegelt somit einen breiteren Strategiewechsel der gesamten Bank wider.

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    Vom Skeptiker zum Krypto-Investor

    Solomon vertrat jahrelang eine zweigeteilte Position. Blockchain-Technologie begrüsste er, Bitcoin als Anlageklasse lehnte er hingegen ab. Noch am 30. Juli 2024 bezeichnete er Bitcoin gegenüber CNBC als "speculative investment". Im Januar 2025 stellte er entsprechend klar: Goldman Sachs könne Bitcoin weder besitzen noch handeln.

    Doch am World Liberty Forum klang der Goldman-Chef anders. Er räumte ein, dass sich die Situation "very recently" geändert habe. Solomon sagte:

    "Ich versuche immer noch zu verstehen, wie sich Bitcoin verhält. Ich besitze ein wenig Bitcoin, sehr wenig." - David Solomon, CEO Goldman Sachs

    Welcher Faktor die interne Kehrtwende auslöste, liess Solomon dennoch offen. Denkbar sind regulatorische Lockerungen unter der Trump-Administration oder eine überarbeitete Compliance-Richtlinie der Bank. Denn der GENIUS Act, im Juli 2025 von Präsident Trump unterzeichnet, schuf den ersten regulatorischen Rahmen für Stablecoins in den USA. Solomon selbst forderte beim Forum daher ein regelbasiertes System für die gesamte Krypto-Regulierung.

    Goldman Sachs baut Krypto-Portfolio um

    Die Zahlen zeigen ein differenziertes Bild. Per 31. Dezember 2025 hielt Goldman Sachs rund 1.06 Milliarden USD in Spot-Bitcoin-ETFs. Das entspricht einer Reduktion von rund 39 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Gleichzeitig beliefen sich die Ethereum-ETF-Bestände auf etwa 1 Milliarde USD - ein Rückgang von 27 Prozent.

    Der Marktkontext erklärt die Kürzungen. Bitcoin fiel im vierten Quartal 2025 von 126'000 USD auf rund 88'400 USD. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten branchenweit Abflüsse von 1.15 Milliarden USD, Ethereum-ETFs sogar 1.46 Milliarden USD. Goldman Sachs reduzierte folglich im Einklang mit dem Gesamtmarkt.

    Parallel diversifizierte die Bank ihr Portfolio. Neue Positionen in XRP-ETFs (152 Millionen USD) und Solana-ETFs (109 Millionen USD) erschienen erstmals im Q4-Filing. Insgesamt lag das Krypto-ETF-Exposure per Ende 2025 bei rund 2.36 Milliarden USD über vier verschiedene Assets.

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    Wall Street vollzieht Krypto-Wende

    Solomon steht mit seinem Wandel nicht allein. Die Führungsetagen der grössten US-Banken haben ihre Haltung zu Bitcoin in den vergangenen zwei Jahren grundlegend verändert. JPMorgan-Chef Jamie Dimon etwa bezeichnete Bitcoin 2017 als "Betrug" und 2024 als "Pet Rock". Dennoch kündigte er im Mai 2025 an, dass seine Bank Kunden Bitcoin-Käufe ermöglichen werde. BlackRock-CEO Larry Fink wiederum wandelte sich vom Kritiker zum Befürworter. Er verwaltet mit dem iShares Bitcoin Trust mittlerweile über 57 Milliarden USD.

    Franklin Templeton, mit 1.7 Billionen USD Assets under Management, engagiert sich ebenfalls aktiv in Krypto und Tokenisierung. CEO Jenny Johnson sprach beim World Liberty Forum. Neben ihr traten NYSE-Präsident Lynn Martin und Nasdaq-CEO Adena Friedman auf. Das Zusammentreffen von Finanzbranche und Politik an einem von der Trump-Familie organisierten Event verdeutlicht so die neue Dynamik.

    Solomon selbst treibt die Transformation bei Goldman Sachs über mehrere Kanäle voran. Im Januar 2026 bestätigte er beim Q4-Earnings-Call, dass dedizierte Teams an Tokenisierung und Stablecoin-Technologie arbeiten. Zunächst traf er sich in den ersten zwei Januarwochen persönlich mit den CEOs zweier grosser Prediction-Market-Unternehmen. Allerdings warnte er auch vor überzogenen Erwartungen - das Tempo des Wandels könnte langsamer ausfallen, als manche Experten prognostizieren.

    World Liberty Forum als Krypto-Schaufenster

    Das World Liberty Forum versammelte über 300 Führungskräfte aus Finanzen, Technologie und Politik. Organisiert hatte es World Liberty Financial, gegründet im Oktober 2024 von Donald Trump und seinen Söhnen. Das Unternehmen lancierte im März 2025 den Stablecoin USD1, gedeckt durch US-Treasuries und Cash-Äquivalente. Per Februar 2026 erreichte USD1 eine Zirkulation von rund 5 Milliarden USD und gilt damit als fünftgrösster Stablecoin weltweit.

    Geschäftsergebnisse lieferte das Forum ebenfalls. Apex Group, ein Finanzdienstleister mit 3.5 Billionen USD Assets under Management, kündigte eine Partnerschaft mit World Liberty Financial an. Konkret soll USD1 als Zahlungsschiene für tokenisierte Fonds dienen. Abonnements, Rücknahmen und Ausschüttungen wickelt der Stablecoin ab. Apex plant ferner, tokenisierte WLFI-Assets auf der Plattform der London Stock Exchange Group anzubieten. Der WLFI-Token stieg am Eventtag um rund 18 Prozent auf etwa 0.12 USD.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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