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    Krypto-Assets bei Raiffeisen ab 2027: Die Schweizer Genossenschaftsbank bietet Handel und Verwahrung mit Sygnum als Partner.

    Exklusiv: Raiffeisen bietet ab 2027 Krypto-Handel und -Verwahrung an

    von Redaktion cvj.ch am 29. Mai 2026 News

    Die Raiffeisen Schweiz steigt ins Krypto-Geschäft ein: Im Verlauf von 2027 wird die Bank den Handel und die Verwahrung ausgewählter Kryptowährungen anbieten. Das bestätigte die Genossenschaft gegenüber CVJ.CH, wobei die Sygnum Bank als externer Partner fungiert.

    Raiffeisen Schweiz ist eine Genossenschaft aus 212 rechtlich selbstständigen Banken mit Hauptsitz in St. Gallen. Gemessen an der Bilanzsumme von rund 323 Mrd. CHF ist sie zunächst die zweitgrösste Schweizer Bankengruppe nach der UBS. Nach Kundenzahl ist sie hingegen die grösste Retailbank des Landes. Das Geschäftsmodell beruht dabei auf lokalem Retailbanking: Hypotheken, Spareinlagen und Anlageberatung für Privatpersonen sowie KMU. Allein die Hypothekarforderungen summierten sich Ende 2025 auf 230.9 Mrd. CHF. Zudem zählte die Gruppe 3.7 Millionen Kunden, 225.8 Mrd. CHF Kundeneinlagen und ein Depotvolumen von 59.7 Mrd. CHF. Die Bank baut für das baldige Krypto-Angebot keine eigene Infrastruktur auf, sondern setzt auf Sygnum als externen Anbieter.

    Krypto-Handel und -Verwahrung bei Raiffeisen ab 2027

    Um den sich wandelnden Bedürfnissen ihrer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden, entwickle die Bank ihr Angebot kontinuierlich weiter. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten in Kryptowährungen über einen sicheren, lokal verankerten und vertrauten Anbieter habe sich Raiffeisen entschieden, im Verlauf von 2027 ein Angebot für den Handel und die Verwahrung ausgewählter Kryptowährungen bereitzustellen.

    Welche Coins das Angebot umfasst, hat die Bank bislang nicht kommuniziert. Ebenso bleibt offen, in welchem Quartal der Start erfolgt. Nach sorgfältiger Evaluation habe sich Raiffeisen für Sygnum als externen Partner entschieden. Sygnum ist eine regulierte Schweizer Bank mit Krypto-Fokus und bringe umfassende Expertise mit, um Raiffeisen bei der Einführung und Weiterentwicklung des Angebots zu unterstützen.

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    Regulierte Infrastruktur statt Eigenentwicklung

    Sygnum ist eine FINMA-regulierte Schweizer Bank mit Fokus auf digitale Vermögenswerte. Das Institut wurde zunächst 2018 gegründet und erhielt im August 2019 seine Banklizenz. Zusätzlich hält es eine Lizenz der Finanzaufsicht MAS in Singapur. Im Januar 2025 erreichte Sygnum später nach einer von Fulgur Ventures angeführten Finanzierungsrunde von 58 Mio. USD den Unicorn-Status mit einer Bewertung von über 1 Mrd. USD.

    Geschäftlich konzentriert sich der Anbieter auf das B2B-Segment. Über eine API-basierte Plattform binden mehr als 20 Partnerbanken weltweit Krypto-Dienstleistungen in ihr eigenes Angebot ein, darunter Kauf, Verkauf, Verwahrung und Tokenisierung. Hinzu kommen ferner Compliance-Beratung und eine modulare Produktpalette, aus der jede Bank das passende Paket wählt. Für Raiffeisen ist Sygnum kein unbekannter Akteur. Zuvor arbeiteten beide Häuser bereits zusammen, unter anderem in einer gemeinsamen Sandbox für einen CHF-Stablecoin. Daran sind ebenfalls UBS, PostFinance, die Zürcher Kantonalbank und die BCV beteiligt.

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    Schweizer Banken setzen auf Krypto-Handel

    Raiffeisen handelt nicht isoliert, sondern reiht sich in einen bereits laufenden Markttrend ein. Die Schweiz führt weltweit beim Krypto-Banking: Rund 20 Banken bieten hierzulande entsprechende Dienstleistungen an, mehr als in jedem anderen Land. Darunter befinden sich einige der grössten Institute der Schweiz, darunter PostFinance und die Kantonalbanken aus Zürich, Zug, Luzern und St. Gallen. Auch die UBS will ihren vermögenden Kunden bald den Krypto-Handel anbieten. Im Hintergrund stehen mit AMINA und Sygnum zudem zwei FINMA-regulierte Krypto-Spezialbanken, die den Markt als B2B-Infrastruktur bedienen.

    Viele der Banken handeln jedoch nicht aus strategischem Vertrauen in den Bereich. Vielmehr fordern Kunden von ihrer Hausbank ein Angebot, andernfalls weichen sie auf spezialisierte Anbieter wie Swissquote oder eine Krypto-Börse aus. Das führt zu erheblichen Abflüssen; die Zürcher Kantonalbank bezifferte diese auf mindestens 600 Millionen Franken. PostFinance wiederum nannte über eine Milliarde CHF. Nach dem Einstieg der Raiffeisen bleibt die Megabank UBS nun die letzte der führenden Häuser des Landes, die ihren Retail-Kunden keinen direkten Zugang zu Krypto-Assets ermöglicht.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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