Die Krypto-Handelsplattform BISON der Gruppe Börse Stuttgart hat die Marke von einer Million aktiven Nutzern überschritten. Die BISON Krypto-App verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund 13 Prozent und festigt damit ihre Position als führender regulierter Anbieter im deutschsprachigen Raum.
Das Wachstum fällt dabei in eine Phase erhöhter Marktaktivität. An Tagen, an denen Bitcoin neue Allzeithochs erreichte, registrierte die Plattform entsprechend bis zu sechsmal mehr Neukunden als an durchschnittlichen Handelstagen. Das Volumen der treuhänderisch verwahrten Kryptowährungen erreichte in der Spitze rund 5.2 Milliarden Euro. Bitcoin macht rund die Hälfte aller Transaktionen aus.
Regulierte Infrastruktur als Wettbewerbsvorteil
Die treuhänderische Verwahrung der Kryptowährungen erfolgt durch die Boerse Stuttgart Digital Custody GmbH. Diese Tochtergesellschaft besitzt seit März 2023 die Lizenz als Krypto-Verwahrer und erhielt im Januar 2025 als erster deutscher Anbieter die EU-weite MiCAR-Lizenz von der BaFin. Denn die europäische Markets in Crypto-Assets Regulation schafft einheitliche Vorgaben für Krypto-Anbieter in der gesamten EU.
Für Anleger bedeutet dies: höhere regulatorische Sicherheit im Vergleich zu nicht-lizenzierten Anbietern. Von der Verifizierung über den Handel bis hin zur Verwahrung haben alle beteiligten Unternehmen bei BISON ihren Sitz in Deutschland. Zusätzlich verfügt die Plattform über ein ISO-zertifiziertes Informationsmanagementsystem.
Die BISON Krypto-App bietet derzeit Zugang zu mehr als 50 Kryptowährungen sowie über 2'500 Aktien und ETFs. Der Krypto-Handel ist für Nutzer provisionsfrei, da sich BISON über den Spread finanziert. Darüber hinaus sind alle verwahrten Kryptowährungen durch eine Crime-Versicherung der Munich Re geschützt, die Hot-, Warm- und Cold-Wallets abdeckt.
Strategische Bedeutung für die Börse Stuttgart
Das Krypto-Geschäft hat sich für die Börse Stuttgart zum wesentlichen Umsatztreiber entwickelt. Im Jahr 2024 verdreifachte sich das Krypto-Handelsvolumen und machte somit 25 Prozent der Gesamterlöse aus. Das verwaltete Krypto-Vermögen erreichte Ende 2024 rund 4.3 Milliarden Euro.
"Mehr als eine Million Menschen nutzen nun BISON – ein Meilenstein auf unserem Weg, die Verbreitung von Kryptowährungen voranzutreiben." - Dr. Ulli Spankowski, Co-Founder und CEO von BISON
Im digitalen Geschäft fungiert Börse Stuttgart Digital inzwischen als Infrastrukturpartner für die DZ Bank und die genossenschaftliche Finanzgruppe. Die Zusammenarbeit umfasst den Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen. Zusätzlich legte eine Kooperation mit Amazon Web Services die Grundlage für die Skalierung der institutionellen Krypto-Infrastruktur in Europa. In Zusammenarbeit mit Munich Re wurde zudem ein versichertes Staking-Angebot entwickelt.
Vom Pionier zur etablierten Plattform
BISON startete 2019 als erste Krypto-Handels-App einer traditionellen Börse. Zur Einordnung: Damals notierte Bitcoin bei rund 2'900 Euro. Zunächst nur für deutsche Nutzer verfügbar, ist die App heute jedoch in 72 Ländern zugänglich. Das Produktangebot wuchs von reinem Krypto-Handel auf ein breites Spektrum an Wertpapieren. Seit März 2023 bietet BISON somit auch den vollregulierten Handel mit Aktien und ETFs an.
Die Solarisbank fungiert als Banking-Partner und bietet allen Anlegern für die Euro-Konten eine Einlagensicherung bis zu 100'000 Euro. Mit BISON hat die Gruppe Börse Stuttgart derweil das grösste Digital Business aller europäischen Börsengruppen aufgebaut. Die Gruppe blickt dabei auf über 160 Jahre Expertise im Finanzmarkt zurück.
Wettbewerb und institutionelle Expansion
BISON konkurriert mit etablierten Anbietern wie Bitpanda, Trade Republic und internationalen Börsen wie Coinbase und Kraken. Der Differenzierungsfaktor liegt allerdings in der vollständigen deutschen Regulierung und der Anbindung an eine traditionelle Börseninfrastruktur. Während Bitpanda aus Wien ebenfalls eine MiCAR-Lizenz hält, positioniert sich Trade Republic hingegen als mobiler Broker.
Die institutionelle Expansion schreitet unterdessen voran. In Europa konnte Börse Stuttgart Digital weitere Grosskunden gewinnen, darunter die italienische Grossbank Intesa Sanpaolo und den slowenischen Broker Ilirika. 2025 eröffnete die Gruppe zudem ihren achten Standort in Madrid.
Das Jahr 2025 war für die Börse Stuttgart ein Rekordjahr. Das Handelsvolumen der drei Handelsplätze (Börse Stuttgart, die schwedische NGM und die schweizerische BX Swiss) stieg um 17 Prozent auf 135 Milliarden Euro. Mit der MiCAR-Lizenz verfügt die Gruppe schliesslich über den regulatorischen Rahmen für eine weitere europaweite Expansion.








