Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Fokus » Legal/Compliance » Illinois unterzeichnet 0.2% Steuer auf Krypto-Transfers
    Illinois führt als erster US-Bundesstaat eine Transaktionssteuer von 0.2% auf digitale Vermögenswerte, inklusive Krypto-Transfers, ein.

    Illinois unterzeichnet 0.2% Steuer auf Krypto-Transfers

    von Redaktion cvj.ch am 18. Juni 2026 Legal/Compliance

    Illinois-Gouverneur J.B. Pritzker hat SB 3019 unterzeichnet und damit die erste Krypto-Steuer auf staatlicher Ebene in den USA geschaffen. Die transaktionsbasierte Abgabe von 0.2% auf digitale Vermögenswerte wird ab Januar 2027 wirksam.

    Der darin enthaltene Digital Asset Privilege Tax Act erhebt die Abgabe auf den Wert der von Illinois-Kunden empfangenen digitalen Vermögenswerte. Sie erfasst dabei Kauf, Halten, Transfer und Verwahrung, einschliesslich Transfers zwischen eigenen Konten desselben Nutzers. Eingebettet ist die Steuer in Artikel 3 von SB 3019, dem Fiskaljahrbudget 2027 über 55.9 Mrd. USD, das insgesamt mehr als 800 Mio. USD an neuen Steuereinnahmen vorsieht. Zuvor hatte Illinois bereits 2025 den Digital Assets and Consumer Protection Act verabschiedet, der Konsumentenschutz und Registrierungspflichten bei der IDFPR einführte. Jährlich soll die neue Abgabe rund 60 Mio. USD einbringen. Registrierte Broker ziehen sie ebenso ein, weshalb Einzelpersonen nicht direkt besteuert werden.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Illinois Krypto-Steuer trifft Börsen, Verwahrstellen und Transfer-Dienstleister

    Die Abgabe beträgt 0.2% auf den Wert der digitalen Vermögenswerte, die Illinois-Kunden empfangen. Eingezogen wird sie nicht von den Nutzern selbst, sondern von registrierten Brokern, die als steuerpflichtige Stelle fungieren. Damit verlagert der Gesetzgeber die administrative Last auf die Plattformen, die ihre Illinois-Kundschaft erfassen und die Abgabe abführen müssen. Für ausserstaatliche Broker greift zunächst ein Schwellenwert von 100'000 USD jährlicher Einnahmen aus Illinois-Kunden. Wer darunter bleibt, fällt folglich nicht unter die Pflicht. Anbieter oberhalb der Schwelle müssen ihre Illinois-Kundschaft hingegen identifizieren und die Abgabe pro empfangenem Vermögenswert berechnen.

    Der Geltungsbereich ist breit gefasst und umfasst Börsen, Wallet-Anbieter, Verwahrstellen sowie Transfer-Dienstleister. Das Gesetz erfasst allerdings nicht nur Käufe, sondern auch das Halten, den Transfer und die Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Auffällig ist, dass selbst Transfers zwischen eigenen Konten desselben Nutzers unter die Steuer fallen. Eine Verschiebung von Guthaben ohne Verkauf kann somit eine Abgabe auslösen, sofern sie über eine Plattform läuft. Eine Ausnahme für rein private Bewegungen sieht das Gesetz hingegen nicht vor, weshalb die Abgabe auch routinemässige Wallet-Operationen über registrierte Broker erfasst. Letztlich bleibt der einzelne Nutzer formal aussen vor, weil die Plattform die Abgabe abführt, trägt die Kosten aber indirekt mit.

    Am stärksten betroffen sind in Illinois ansässige Firmen wie Zero Hash, Jump Crypto, Bitnomial und Apex Crypto. Diese Anbieter wickeln einen erheblichen Teil ihres Geschäfts über genau jene Transaktionsformen ab, die das Gesetz nun belegt. Berichten zufolge sieht das Gesetz bei Verstössen zudem Haftstrafen von zwei bis fünf Jahren sowie Bussen bis zu 25'000 USD vor. Der Strafrahmen unterstreicht deshalb, dass Illinois die Abgabe nicht als blosse Verwaltungsgebühr, sondern als durchsetzbare Pflicht versteht.

    Kein Pendant im US-Finanzmarkt beim Vergleich mit Aktien und Anleihen

    Auffällig ist, dass kein vergleichbarer staatlicher Transaktionssteuersatz in den USA auf Aktien, Anleihen oder Derivate existiert. Illinois stellt digitale Vermögenswerte damit gezielt schlechter als traditionelle Anlageklassen. Miles Jennings, Head of Policy bei a16z Crypto, hält ebenfalls fest, dass es praktisch keine vergleichbare staatliche Finanztransaktionssteuer auf Aktien, Anleihen oder Derivate irgendwo im Land gebe. Der Schritt schafft damit einen Präzedenzfall ohne regulatorisches Vorbild im US-Recht. Während Wertschriftengeschäfte weiterhin ohne staatliche Transaktionssteuer ablaufen, tragen Krypto-Transaktionen in Illinois künftig eine zusätzliche Abgabe.

    Die Krypto-Industrie hatte sich im Vorfeld deutlich gegen das Vorhaben gestellt. Die Digital Chamber und die Illinois Blockchain Association warnten in einem gemeinsamen Brief vor der Abgabe und bezeichneten sie als inhaltlich unhaltbar, verfahrenstechnisch fehlerhaft und wirtschaftlich destruktiv. Pritzker verweigerte jedoch die von der Industrie geforderte gezielte Streichung einzelner Artikel per punktuellem Veto. Damit blieb der Steuerteil trotz des Widerstands vollständig erhalten. Da die Abgabe Teil des Gesamthaushalts war, hätte ein selektives Veto gleichzeitig die Budgetbalance berührt.

    Dabei trägt Illinois als etablierter Fintech-Standort ein besonderes Risiko, weil Firmen wie Zero Hash und Jump Crypto dort ihren Sitz haben. Die Steuerbelastung trifft somit ausgerechnet jene Branche, die der Standort bislang anzog. Nach Argumentation der Industrie hat ein Finanzstandort dieser Grösse insgesamt besonders viel zu verlieren, wenn ansässige Anbieter abwandern. Ob die betroffenen Firmen ihre Strukturen anpassen, ist wirtschaftlich offen.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Die meisten Krypto-Karten verschweigen ihren Emittenten. Warum sich Schweizer Krypto-Karten unterscheiden, zeigt der Blick auf 141 Karten. Hintergrund

    Die Bank, die Sie nie gewählt haben: Wer Schweizer Krypto-Karten wirklich ausgibt

    Robinhood weitet seine Perpetual Futures in Europa auf Rohstoffe und Devisen aus und plant den Krypto-Launch in Grossbritannien. Finanzprodukte

    Robinhood erweitert europäische Perpetual Futures auf Rohstoffe

    Transparenz im Digital Finance basiert auf Proof of Reserves, Merkle Trees, MPC-Verwahrung und 24/7-Monitoring für Solvenznachweise. Basiswissen

    Transparenz als Fundament der Sicherheit im Digital Finance

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Die meisten Krypto-Karten verschweigen ihren Emittenten. Warum sich Schweizer Krypto-Karten unterscheiden, zeigt der Blick auf 141 Karten. Hintergrund

    Die Bank, die Sie nie gewählt haben: Wer Schweizer Krypto-Karten wirklich ausgibt

    Bundesweiter Präzedenzfall unter wachsendem Regulierungsdruck

    Auf Bundesebene laufen derzeit Diskussionen über einen einheitlichen nationalen Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte (Clarity Act). Illinois geht mit seiner Steuer hingegen einen Sonderweg, der quer zu diesen Bemühungen liegt. Als erster US-Bundesstaat mit einer solchen Transaktionssteuer schafft Illinois einen Präzedenzfall, dem bislang kein anderer Staat gefolgt ist. Ein nationaler Rahmen würde einheitliche Vorgaben anstreben, während ein staatlicher Alleingang die Lage fragmentiert.

    Für überstaatlich tätige Anbieter erhöht der Alleingang die Komplexität erheblich. Massnahmen auf Bundesstaatsebene wie SB 3019 können die Compliance-Anforderungen nicht zuletzt verkomplizieren, wenn jeder Bundesstaat eigene Regeln erlässt. Je nach Ausgang könnte Illinois daher entweder als Modell für Nachahmer oder als Abschreckung wirken. Firmen mit Kunden in mehreren Bundesstaaten müssten in diesem Fall parallele Steuerregime abbilden. Letztlich zwingt bereits ein einzelner Bundesstaat mit eigener Abgabe national tätige Plattformen, ihre Systeme um eine zusätzliche, geografisch abgegrenzte Steuerlogik zu erweitern.

    Kritik gibt es auch am Verfahren selbst. Berichten zufolge bemängelte ein ehemaliger Bundesstaatsanwalt die Einbettung des Gesetzes in die Budgetgesetzgebung ohne ausreichende öffentliche Debatte. Damit steht nicht nur die Steuer, sondern auch der Weg ihrer Verabschiedung in der Kritik. Ob weitere Bundesstaaten nachziehen, dürfte sich schliesslich erst nach dem Inkrafttreten im Januar 2027 zeigen.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Indiens Zentralbank RBI bekräftigt Kurs für Krypto-Verbot

    Ein Schiedsrichter spricht Kraken-Mutter Payward im Schiedsverfahren gegen Mazars 22 Mio. USD zu als Folge von Operation Choke Point 2.0.

    Kraken gewinnt 22 Mio. Operation Choke Point 2.0-Verfahren

    Trumps strategische Bitcoin-Reserve steckt im Zuständigkeitsstreit zwischen Treasury und Commerce fest, während die Rechtsbasis weiter fehlt.

    Trumps strategische Bitcoin-Reserve stockt im Ministerienstreit

    8. Juli 2026

    Indiens Zentralbank RBI bekräftigt Kurs für Krypto-Verbot

    Ein Schiedsrichter spricht Kraken-Mutter Payward im Schiedsverfahren gegen Mazars 22 Mio. USD zu als Folge von Operation Choke Point 2.0.
    8. Juli 2026

    Kraken gewinnt 22 Mio. Operation Choke Point 2.0-Verfahren

    Die meisten Krypto-Karten verschweigen ihren Emittenten. Warum sich Schweizer Krypto-Karten unterscheiden, zeigt der Blick auf 141 Karten.
    8. Juli 2026

    Die Bank, die Sie nie gewählt haben: Wer Schweizer Krypto-Karten wirklich ausgibt

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.