Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Fokus » Legal/Compliance » Endlich: Bundesrat schlägt neue Regulierung für Stablecoins und Krypto-Institute vor
    Bundesrat schlägt neue Regulierung für Stablecoins und Krypto-Institute vor

    Endlich: Bundesrat schlägt neue Regulierung für Stablecoins und Krypto-Institute vor

    von Redaktion cvj.ch am 28. Oktober 2025 Legal/Compliance

    Die Schweiz galt dank klarem Rechtsrahmen und unternehmensfreundlicher Politik lange als Vorreiter der Blockchain-Revolution. Doch der Vorsprung schmilzt. Mit neuen Regeln zur suboptimalen FinTech-Lizenz und für Stablecoins will der Bundesrat die Lücken nun schliessen.

    Seit Trumps Amtsantritt und der Einstufung digitaler Assets als nationale Priorität treiben die USA die Krypto-Regulierung mit Hochdruck voran. Gesetzesentwürfe und Präsidialerlasse schufen binnen Monaten klare Regeln für Token-Emittenten, Börsen, Dienstleister und Stablecoins. Letztere haben sich zu einem der am schnellsten wachsenden Segmente des Marktes entwickelt – mit einer Marktkapitalisierung von über 310 Billionen USD und Transaktionsvolumina auf dem Niveau von Visa und Mastercard. In der Schweiz hingegen gilt aufgrund einer Aufsichtsmitteilung der FINMA faktisch ein Stablecoin-Verbot. Nach über einem Jahr Stillstand reagiert der Bundesrat nun endlich, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Die Schweiz braucht klare Stablecoin-Regulierung

    Stablecoins sind Kryptowährungen, die an Vermögenswerte wie den US-Dollar gekoppelt sind. Das Geschäft ist enorm und brachte dem Marktführer Tether im Jahr 2024 mehr als 10 Milliarden US-Dollar Reingewinn ein. In der Schweiz bleibt die Ausgabe solcher Token jedoch unattraktiv. Nach den Richtlinien der FINMA benötigen Emittenten eine Banklizenz und müssen alle Halter über ein KYC-Verfahren identifizieren. Während der Erwerb einer Banklizenz teuer, aber grundsätzlich möglich ist, macht die zweite Auflage ein Whitelisting erforderlich. Diese Bedingung würde einen Stablecoin in der Praxis sofort disqualifizieren.

    Auf Druck der Branche und die internationale Konkurrenz erkennt der Bundesrat nun dieses Defizit und eröffnet die Vernehmlassung zu einer Änderung des Finanzinstitutsgesetzes. Ziel der Vorlage sei es, die Rahmenbedingungen für die Marktentwicklung, die Standortattraktivität sowie die Integration innovativer Finanztechnologien in das bestehende Finanzsystem zu verbessern.

    "Die neue Regulierung soll die Attraktivität des Wirtschafts- und Finanzplatzes Schweiz für innovative und technologiegetriebene Geschäftsmodelle erhöhen und auch in Zukunft eine gute Positionierung der Schweiz im Vergleich zu anderen wichtigen Finanzzentren sicherstellen. Mit der Vorlage setzt die Schweiz zudem internationale Standards um." - Medienmitteilung des Bundesrats

    Neue Bewilligungskategorien für Krypto-Institute

    Konkret schlägt der Bundesrat zwei neue Bewilligungskategorien vor. Die neue Definition der "Zahlungsmittelinstitute" ersetzt die bisherige "Fintech-Bewilligung." Dabei seien gezielte Anpassungen vorgenommen worden, um die Attraktivität und den Kundenschutz zu verbessern. Kundengelder sollen im Fall eines Konkurses künftig absonderbar sein und somit nicht in die Konkursmasse fallen. Zudem wird die bisherige Limite von 100 Millionen Franken für entgegengenommene Kundengelder aufgehoben. Dadurch können diese Institute wachsen und von Skaleneffekten profitieren. Zahlungsmittelinstitute dürfen eine spezielle Form von Stablecoins ausgeben und unterliegen dabei besonderen Auflagen. Gleichzeitig werden die geldwäschereirechtlichen Sorgfaltspflichten bei der Emission von Stablecoins präzisiert.

    Zusätzlich führt der Bundesrat die neue Bewilligungskategorie der "Krypto-Institute" ein. Diese Institute bieten verschiedene Dienstleistungen rund um Kryptowährungen an. Die Bewilligungs- und Tätigkeitspflichten orientieren sich inhaltlich an jenen für Wertpapierhäuser, sind jedoch weniger umfassend, da Krypto-Institute keine Geschäfte mit Finanzinstrumenten tätigen. Krypto-Institute und andere Anbieter von Kryptodienstleistungen müssen zudem bestimmte Vorgaben erfüllen, um Interessenkonflikte zu vermeiden.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    18 Prozent halten Krypto-Anlagen in der Schweiz, zeigt eine IFZ- und LUKB-Studie. Banken sehen Potenzial von bis zu 1 Million Kunden. Hintergrund

    HSLU- und LUKB-Studie: 18% der Schweizer Bevölkerung halten Krypto-Assets

    Robinhood weitet seine Perpetual Futures in Europa auf Rohstoffe und Devisen aus und plant den Krypto-Launch in Grossbritannien. Finanzprodukte

    Robinhood erweitert europäische Perpetual Futures auf Rohstoffe

    Transparenz im Digital Finance basiert auf Proof of Reserves, Merkle Trees, MPC-Verwahrung und 24/7-Monitoring für Solvenznachweise. Basiswissen

    Transparenz als Fundament der Sicherheit im Digital Finance

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    18 Prozent halten Krypto-Anlagen in der Schweiz, zeigt eine IFZ- und LUKB-Studie. Banken sehen Potenzial von bis zu 1 Million Kunden. Hintergrund

    HSLU- und LUKB-Studie: 18% der Schweizer Bevölkerung halten Krypto-Assets

    Zu wenig und zu spät?

    Die Vernehmlassung des Bundesrats ist der erste Schritt vor der parlamentarischen Beratung eines Gesetzes und läuft in diesem Fall bis zum 6. Februar 2026. Danach folgen die parlamentarische Behandlung, ein mögliches Referendum und die Inkraftsetzung. Der gesamte Prozess dauert mindestens sechs Monate und kann sich über Jahre hinziehen. In der schnelllebigen Krypto-Branche ist das eine halbe Ewigkeit. Will die Schweiz ihre Position als führender Blockchain-Standort halten, muss sie jetzt die Grundlagen für kommende Entwicklungen schaffen. Dafür müssen die Gesetzgeber von einer reaktiven zu einer vorausschauenden Haltung übergehen. Die Schweiz hat den Vorsprung einst durch Mut gewonnen – und könnte ihn nun durch Zögern verlieren.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Sechs Schweizer Krypto-Dienstleister haben eine MiCA-CASP-Autorisierung. AMINA war weltweit erste, Sygnum und Bitcoin Suisse folgten später.

    Schweizer Krypto-Dienstleister sichern sich MiCA-Autorisierung

    Die Verzögerung des Clarity Act spitzt sich zu: Galaxy Research senkt die Chance einer Unterzeichnung 2026 auf 50%, Polymarket auf 39%.

    Zeitfenster verpasst: Clarity Act droht Verzögerung bis 2030

    Über 100 Finanzkonzerne wie BlackRock, Visa und Mastercard gründen das Konsortium Open Standard und planen den OpenUSD Stablecoin für H2.

    OpenUSD: BlackRock, BNY, Visa, Stripe und weitere planen Dollar-Stablecoin

    Sparkassen und Genossenschaftsbanken bringen den Krypto-Handel für Privatkunden direkt in die Banking-App - unter BaFin-MiCAR-Zulassung.
    5. Juli 2026

    Deutsche Sparkassen und Volksbanken öffnen den Krypto-Handel

    CVJ Wochenrückblick
    4. Juli 2026

    Wochenrückblick: Clarity Act wird ins Jahr 2027 verschoben

    JPMorgan warnt vor Strategy-Bitcoin-Verkäufen: Die Bank sieht ein vermeidbares Zweiwege-Risiko für den gesamten Bitcoin-Markt.
    3. Juli 2026

    JPMorgan: Strategy-Verkäufe stellen Risiko für Bitcoin dar

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.