Marktkommentar vom 07.06.2021

Wiederkehrender Marktkommentar zu den Geschehnissen an den Kryptomärkten, zusammengefasst vom Crypto Broker Team der Crypto Finance AG.

Marktkommentar

Guten Morgen!

Bitcoin Konferenz Miami 2021: Meine Einschätzung

Vorweg: Ich war nicht persönlich vor Ort. Ich war nur in der Lage, die Konferenz digital zu beobachten. Ich glaube jedoch, dass ich mehr Inhalte gesehen habe als viele Besucher, die physisch anwesend waren.

Beginnen wir mit der Qualität der Beiträge. Es gab nämlich eine relativ grosse Bandbreite.

Oberes Ende:

Ganz unten:

Auf den Social-Media-Plattformen war es sehr einfach, die schlechten Inhalte zu finden. Es ist also ziemlich schwer zu bestimmen, welche Seite die Oberhand hatte. Meine persönliche Meinung ist, dass zukünftige Konferenzen besser strukturiert sein müssen, um die verschiedenen Themen anzusprechen. Wenn Kryptowährungen eine grössere Rolle spielen wollen (und dafür muss es eine Massenadoption geben), muss der Raum erwachsen werden. Keines dieser Projekte wird einfach die Welt erobern. Und falls das Thema einfach nur „Spass machen“ soll, dann erwähnen Sie es bitte im Voraus…

Meine persönlichen Lieblingsthemen wären:

  • Aufbau des Ökosystems
  • Regulatorische Hürden (Brücken bauen – knüpft an das erste Thema an)
  • Handelsplattformen
  • Blick in die Zukunft (20 Jahre)

Während dem ganzen Tanzen und Trinken kamen einige ziemlich interessante Neuigkeiten heraus, die meiner Meinung nach übersehen wurden, oder zumindest nicht viel besprochen wurden.

Bitcoin gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador

Als Schlagzeile ist das eine grosse Neuigkeit. Aber wenn man es mit Leuten diskutiert, die ein gewisses juristisches Wissen haben und dann die Implemention betrachtet, schrumpft die Schlagzeile dramatisch. Zunächst einmal geht es um den Netzwerkeffekt. Wenn El Salvador (ein relativ kleines Land) beschliesst (das Gesetz muss erst vom Kongress verabschiedet werden), Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zu verwenden, hat das nur einen lokalen Effekt (keinen Netzwerkeffekt). Sie können mehr Details hier finden:

Aber vielleicht wird es eine Bewegung auslösen und andere Länder werden dem Beispiel folgen. Das könnte etwas Druck auf die „alte Rechtsstruktur“ ausüben (ich beziehe mich im obigen Tweet auf die UCC) und Bitcoin würde vielleicht auch in anderen Ländern als gesetzliches Zahlungmittel akzeptiert werden. In Bezug auf die technische Umsetzung (die meiner Meinung nach der Punkt ist, bei dem die Regierung von El Salvador furchtbar falsch liegt) gibt es folgendes Problem:

Die Bürger El Salvadors übergeben im Grunde ihr hart verdientes Geld an ein staatlich geführtes Unternehmen. Sie haben die Kontrolle über ihre Geldbörsen. Dies ist ein sehr sensibles Thema und muss sehr gut durchdacht werden (so wie alle Fragen eines CBDC-Designs durchdacht werden müssen).

Gcash: eine weit verbreitete Zahlungs-App auf den Philippinen

Der mobile Zahlungsdienstleister Gcash erwägt die Integration von Bitcoin in ihre Zahlungsschienen. Diese Schlagzeile hat für mich viel mehr Gewicht. Es ist ein kleinerer Schritt, hat aber einen grossen Netzwerkeffekt. Mal sehen, was passiert, wenn sie von „in Erwägung ziehen“ zu „wir werden es implementieren“ wechseln.

China verschärft weiter die Vorschriften für Miner

Ich habe es in einem früheren Marktkommentar erwähnt; Nachrichten über weitere regulatorische Verschärfungen werden in den nächsten Wochen/Monaten eintrudeln.

Nach dem jüngsten Statement versuchen die Miner umso mehr, ihre Betriebe nach ausserhalb Chinas zu verlagern. Aber noch einmal, ich sehe das nicht als negative Entwicklung für Bitcoin. Langfristig wird es helfen, bestimmte regulatorische Hürden zu überwinden und das Ökosystem nachhaltiger zu machen.


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Über den Autor

Wenn er nicht an den Crypto Broker Trading Desk gefesselt ist - mit 24/7 Trading verfügbar für unsere Kunden - liefert Patrick Heusser aktuelle Kommentare zu den aufstrebenden Crypto Märkten, sowohl für unsere Kunden als auch für die Finanzpresse. Bevor er zu Crypto Broker stiess war Patrick als Zinshändler bei der UBS tätig und hatte verschiedene Positionen in der IRCC (Interest Rate, Commodity, and Currency) Trading Division in London, New York, Singapur und Zürich inne. Patrick ist Experte für Trading und Risikomanagement und verfügt über Erfahrung in der Führung von Startup Projekten.

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