Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Invest » Eine Analyse der Privatanleger in Kryptowährungen
    Eine Analyse der Privatanleger in Kryptowährungen

    Eine Analyse der Privatanleger in Kryptowährungen

    von Lennart Ante am 25. Juli 2022 Invest

    Bei Kryptowährungen wie Bitcoin handelt es sich um eine volatile Anlageklasse, bei der mögliche hohe Renditen ebenso grossen Verlusten gegenüberstehen. Obgleich es eine Vielzahl an wissenschaftlichen Untersuchungen zu finanziellen Charakteristika von Kryptos gibt, ist die Forschung zu den Anlegern eher rar.

    Die kürzlich im akademischen Fachjournal „International Journal of Innovation and Technology Management“ veröffentlichte Studie "Individual cryptocurrency investors: Evidence from a population survey" untersucht den finanziellen Erfolg von Investitionen in Kryptowährungen, den Privatanleger erzielten. Darüber hinaus wird in der Studie analysiert, ob dieser von ähnlichen Faktoren abhängt wie dies bei Investitionen in andere Anlageklassen, wie zum Beispiel Aktien, der Fall ist.

    Kryptoanleger in Deutschland überwiegend männlich

    Die Analyse basiert auf einem deutschlandweit repräsentativen Online-Umfragedatensatz von 3'864 Bürgern ab 18 Jahren. Von denen bestätigten 354 Personen und damit 9.2% der Befragten Kryptowährungen zu besitzen. 225 Personen letzterer Gruppe und damit 5.8% der Gesamtanzahl der Befragten, konnten entsprechend der zugrundeliegenden Charakteristika als Investoren klassifiziert werden. Sie erfüllten das Kriterium, die jeweilige Kryptowährung direkt erworben und nicht über Mining oder beispielsweise als Geschenk erhalten zu haben.

    Die Auswertung der Daten haben ergeben, dass Krypto-Anleger überdurchschnittlich oft männlich (77.3% im Vergleich zum Durchschnitt von 50.8%) und mehr als neun Jahre jünger als Personen sind, die nicht in Kryptowährungen investiert haben. Darüber hinaus weisen die Krypto-Anleger überdurchschnittlich oft ein hohes Bildungsniveau in Form eines Universitätsabschlusses oder eines Doktortitels auf.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Die meisten Krypto-Karten verschweigen ihren Emittenten. Warum sich Schweizer Krypto-Karten unterscheiden, zeigt der Blick auf 141 Karten. Hintergrund

    Die Bank, die Sie nie gewählt haben: Wer Schweizer Krypto-Karten wirklich ausgibt

    Robinhood weitet seine Perpetual Futures in Europa auf Rohstoffe und Devisen aus und plant den Krypto-Launch in Grossbritannien. Finanzprodukte

    Robinhood erweitert europäische Perpetual Futures auf Rohstoffe

    Transparenz im Digital Finance basiert auf Proof of Reserves, Merkle Trees, MPC-Verwahrung und 24/7-Monitoring für Solvenznachweise. Basiswissen

    Transparenz als Fundament der Sicherheit im Digital Finance

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Die meisten Krypto-Karten verschweigen ihren Emittenten. Warum sich Schweizer Krypto-Karten unterscheiden, zeigt der Blick auf 141 Karten. Hintergrund

    Die Bank, die Sie nie gewählt haben: Wer Schweizer Krypto-Karten wirklich ausgibt

    Positive Renditen durch Krypto erzielt?

    56% der befragten Krypto-Anleger gaben an eine positive Rendite mit ihrer Investition erzielt zu haben. Dem gegenüber gaben 29% der Befragten an, negative Ergebnisse verzeichnet zu haben. Der Rest der Befragten erzielte nach eigenen Angaben ein ausgeglichenes Ergebnis. Im Durchschnitt lag die Rendite aller 225 Personen bei genau 300%.

    Im Rahmen der Studie wurde die grundlegende Forschungsfrage untersucht, inwiefern sich diese Renditen gegebenenfalls darauf zurückführen lassen, dass es sich bei einzelnen Personen möglicherweise um besonders „kluge“ Anleger handelte oder ob der Grund für die positiven Renditen möglicherweise „nur“ darin liegt, dass der Gesamtmarkt für Kryptowährungen insgesamt so stark gewachsen ist. Um eine kluge Anlagestrategie würde es sich handeln, wenn die Rendite des Anlegers höher ausfällt als der grundsätzliche Preisanstieg des Marktes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Würde der Preis von Bitcoin innerhalb eines Jahres um beispielsweise 60% steigen, ein Krypto-Anleger jedoch „lediglich“ eine Rendite in Höhe von 50% im selben Zeitraum erzielen, so legt dieser Aspekt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei weniger um eine kluge Anlagestrategie, denn Glück bzw. Timing gehandelt hat.

    Kryptomarkt Zuwachs übertrifft Anlegerinvestitionen

    Im Rahmen der Studie konnte identifiziert werden, dass mit 44% weniger als die Hälfte der Krypto-Investoren in der Lage waren höhere Renditen zu erzielen als dies für Bitcoin der Fall war. Dabei stellte Bitcoin die der Studie zugrundeliegende Metrik für die Marktrendite dar. Im Ergebnis liessen diese Erkenntnisse den Schluss zu, dass private Krypto-Anleger im Durchschnitt nicht in der Lage sind, besser als der Gesamtmarkt abzuschneiden. In diesem Aspekt ähneln Kryptowährungen traditionellen Anlagemärkten.

    Bei der individuellen Betrachtung von Investitionen in Kryptowährungen sollte berücksichtigt werden, dass die hypothetischen Buy-and-Hold-Renditen einer frühen Investition in Bitcoin derart hoch sind, dass es für Privatanleger sehr schwer ist, diesen "Markt"-Index zu schlagen. Darauf deuten insbesondere die vorliegenden Ergebnisse der sehr früh in den Kryptomarkt eingestiegenen privaten Anleger zwischen den Jahren 2009-2012 hin. Sie erzielten Renditen zwischen 51% und 195% und lagen damit bei einer Rendite, die im Vergleich deutlich unter der einer fiktiven Buy-and-Hold-Strategie liegt. Naturgemäss kann davon ausgegangen werden, dass die privaten Anleger ihre Kryptowährungen über die Jahre (zu Teilen) verkauft und möglicherweise zu späteren Zeitpunkten neu erworben haben. Ein Vorgehen, dass folglich einen entsprechenden Einfluss auf die Gesamtrendite des jeweiligen Anlegers hat.

    Über die vorstehend beschriebenen Analysen hinaus wurden erklärende Faktoren für Investitionsergebnisse untersucht. Dabei handelte es sich zum Beispiel um sozioökonomische Charakteristika, die eigene Selbsteinschätzung zum Wissen bzw. das Vertrauen in Kryptowährungen sowie die Portfoliogröße. Im Rahmen dessen konnte unter anderem identifiziert werden, dass ein höheres Einkommen einen signifikant positiven Effekt auf Renditen von Krypto-Anlegern hat. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der Literatur über individuelle Investitionen in Aktien, wo ein geringeres Einkommen mit niedrigeren Renditen verbunden ist.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Schlussfolgerungen aus der Studie

    Die Studie ergänzt die existierende Literatur zu Kryptowährungen durch die spezifische Analyse von Privatanlegern. Um einen Vergleich zu anderen Anlageklassen ziehen zu können, wurde für die Studie auf Literatur aus dem Bereich der individuellen Investoren in Aktien und anderen Anlageklassen aufgebaut. Im Rahmen der Auswertung konnte festgestellt werden, dass Kryptowährungen ähnlichen fundamentalen Beziehungen und Phänomenen unterliegen wie traditionelle Anlageprodukte. Im Speziellen sind die vergleichsweise hohen Renditen der Privatanleger von 300% in Kryptowährungen vermutlich eher auf das fundamentale Marktwachstum denn das individuelle Anlageverhalten zurückzuführen.

    Es ist davon auszugehen, dass der Markt für Kryptowährungen mit seiner zunehmenden gesellschaftlichen Relevanz weiter reifen und sich den traditionellen Finanzmärkten annähern wird. Eine verbesserte und massgeschneiderte Regulierung sowie der Abbau von Informationsasymmetrien stellen dabei nur zwei der potentiellen Ansatzpunkte dar.

    Erste Tendenzen der Konvergenz zwischen traditionellen Aktienmärkten und Kryptowährungsmärkten sind dabei schon heute zu beobachten. Diesen Ausführungen folgend ist es in Zukunft durchaus vorstellbar, dass der Kryptowährungsmarkt zu einem immer wichtigeren und essentiellen Teil der Finanzmärkte wird. Fest steht, dass der Umgang der Regulierungsbehörden mit der Regulierung des Kryptowährungsmarktes nicht nur Auswirkungen auf das Verhalten der Privatanleger, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die Gestaltung der Zukunft des Finanzwesens haben wird.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Lennart Ante
    • Website

    Lennart Ante ist Geschäftsführer und Co-Founder des Blockchain Research Lab. Als Wissenschaftler evaluiert er den Einsatz der Blockchain-Technologie in verschiedenen Sektoren und untersucht die Implikationen und Merkmale von Kryptowährungen und ihren jeweiligen Märkten. Das gemeinnützige Forschungsinstitut Blockchain Research Lab fördert unabhängige Wissenschaft und Forschung im Bereich der Blockchain-Technologie sowie die Veröffentlichung von deren Ergebnissen im Rahmen von Publikationen, Konferenz- oder Medienbeiträgen.

    Verwandte Artikel

    JPMorgan stuft Strategys Verkäufe nicht als grösstes Bitcoin-Risiko ein und benennt Tokenisierung abseits öffentlicher Chains als Gefahr.

    JPMorgan verortet grösstes Bitcoin-Risiko abseits von Strategy

    Das Bundeskabinett will die Bitcoin-Haltefrist in Deutschland streichen und private Krypto-Gewinne künftig mit 26.375% besteuern.

    Klingbeil will Bitcoin-Haltefrist in Deutschland abschaffen

    Trumps strategische Bitcoin-Reserve steckt im Zuständigkeitsstreit zwischen Treasury und Commerce fest, während die Rechtsbasis weiter fehlt.

    Trumps strategische Bitcoin-Reserve stockt im Ministerienstreit

    Ein Field Hearing in New York soll den CLARITY Act vor der Sommerpause durch den Senat bringen. Was auf dem Spiel steht.
    13. Juli 2026

    17. Juli: House-Anhörung soll CLARITY Act im Senat vorantreiben

    US-Justizministerium lässt Anklage gegen BitClub-Drahtzieher Goettsche fallen, kurz vor dem Prozess um 722 Mio. USD Betrug.
    13. Juli 2026

    DOJ lässt Anklage gegen BitClub-Gründer Goettsche fallen

    CVJ Wochenrückblick
    11. Juli 2026

    Wochenrückblick: 80 Mio. Bankkunden in Deutschland erhalten Krypto-Zugang

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.