Der erste Picasso wird tokenisiert

Die Spezialisten für digitale Assets und Kunst, Sygnum und Artemundi, haben gemeinsam das Gemälde „Fillette au béret“ von Picasso tokenisiert. Zum ersten Mal wurden die Eigentumsrechte an einem Kunstwerk durch Tokenisierung von einer regulierten Bank auf die Blockchain übertragen.

Die Schweizer Bank für digitale Vermögenswerte und der Pionier für Kunstinvestitionen haben sich zusammengetan, um die Eigentumsrechte an Picassos Gemälde „Fillette au béret“ in sogenannte Art Security Tokens (ASTs) zu fragmentieren. Laut Sygnum hat die Tokenisierung das Potenzial Transparenz zu schaffen und den jährlich 60 Milliarden US-Dollar schweren Kunstmarkt zu demokratisieren.

Mit der Ausgabe von 4.000 Token durch die regulierte Sygnum Bank können Investoren einen Anteil am mit vier Millionen CHF bewerteten Kunstwerk erwerben. Die Token können direkt über die E-Banking-Plattform von Sygnum gezeichnet werden. Die Mindestzeichnung beträgt 5.000 CHF und die Transaktionen werden in Schweizer Franken abgewickelt. Zur Verwendung kommt dabei Sygnums digitaler CHF-Stablecoin (DCHF). Die Token sind auf SygnEx, der Handelsplattform für digitale Vermögenswerte, handelbar.

Tokenisierung ermöglicht Bruchteilseigentum

Der Kunstmarkt ist komplex und erfordert oft tiefes technisches Wissen, persönliche Beziehungen und Millionen von Dollar, um ihn zu betreten. Die Tokenisierung, welche digitale Repräsentationen von finanziellen und realen Vermögenswerten auf der Blockchain schafft, ermöglicht Bruchteilseigentum, senkt finanzielle Barrieren und demokratisiert den Zugang zu Stücken der Kunstgeschichte. Diese innovative Technologie hat das Potenzial, den globalen Kunstmarkt, der jährlich 60 Milliarden US-Dollar beträgt, für eine breite Palette neuer Investoren zu öffnen.

Die Tokenisierung von Fillette au béret stellt zwei weitere Durchbrüche für den Kunstmarkt dar. Indem Kunst in ein handelbares, bankfähiges Wertpapier auf der Blockchain umgewandelt wird, können liquide Sekundärmärkte wie SygnEx, Käufer und Verkäufer direkt miteinander verbinden. Dadurch werden Zwischenhändler überflüssig, was die Transaktionskosten reduziert und die dringend benötigte Transparenz in der Branche schafft. Picassos haben eine nachgewiesene Erfolgsbilanz für eine kontinuierliche Wertsteigerung. Fillette au béret wurde von Artemundi einer strengen Prüfung unterzogen, welche auf mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich Kunstinvestitionen basiert.

In meinen 37 Jahren als Kunstsammler hätte ich mir nie vorstellen können, dass dies passieren könnte. Künstlerische, kulturelle Objekte von universeller Anziehungskraft, die einst einer elitären Gruppe von Sammlern oder den Museen vorbehalten waren, können nun sicher und direkt besessen werden. Ohne die Last hoher Eintrittsbarrieren, wie Informationen, Wissen, Verbindungen und Kapital. Der Kunstmarkt ist absurd intransparent und ineffizient. Diese Eigenschaften werden bald Relikte einer vergangenen Zeit sein.“ – Javier Lumbreras, Miteigentümer und CEO von Artemundi

Nach Schweizer Recht anerkannt

Die Bedeutung dieses Tokenisierungsprojekts liegt auch in der Rechtssicherheit des Eigentums, welche die ausgegebenen Token bieten. Das direkte Eigentum am Kunstwerk – nicht ein Fonds oder ein Investmentvehikel, welches das Gemälde hält – wird tokenisiert. Diese Token sind nach Schweizer DLT-Gesetz (Distributed Ledger Technology) anerkannt, wobei Transaktionen auf der Blockchain als rechtsverbindlich gelten. Als solches sind die Eigentumsrechte geschützt, und die Anleger können mit vollem Vertrauen investieren.

Als regulierte Bank wendet Sygnum einen robusten rechtlichen Rahmen für alle Token-Emissionen auf seiner Plattform an und bietet gleichzeitig eine nahtlose End-to-End-Lösung – von der Primärausgabe über die Abwicklung und Verwahrung bis hin zum Sekundärhandel. So können die Vorteile eines Token-Ökosystems voll ausgeschöpft werden. Sygnum schafft weiterhin neue und einzigartige Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Kunst & Sammlerstücke, Venture Capital, Mid Cap und Immobilien.

Es war von Anfang an die Mission von Sygnum, Investoren einen direkteren Zugang zu Eigentum und Wert zu ermöglichen. Die Tokenisierung von Fillette au béret ist ein Beispiel dafür, wie wir unsere Mission in die Tat umsetzen und ein Universum einzigartiger Anlagemöglichkeiten erschliessen, die für viele zugänglich gemacht werden können.“ – Mathias Imbach, Mitgründer und Group CEO der Sygnum Bank

Das Kunstwerk „Fillette au béret“

Pablo Picasso (1881-1973) malte Fillette au béret im Jahr 1964, Öl auf Leinwand (65 x 54 cm). Das Kunstwerk zeigt eine Büste eines Mädchens in der Mitte der Leinwand, über einem gelben Hintergrund, der von links nach rechts abnimmt. Die starke Farbpalette von Grün, Rot, Schwarz, Gelb und Blau, die in Fillette au béret gezeigt wird, evoziert eine erfüllte, aber auch intensive und kraftvolle Zeit im Leben des Künstlers.

Das Gemälde wurde weltweit in Museen wie der Galerie Beyeler in der Schweiz, dem Moderna Museet Museum in Schweden, der Kunsthalle Nürnberg in Deutschland, dem LACMA und dem Phoenix Art Museum in den USA ausgestellt. Das Kunstwerk wurde den Artemundi-eigenen Untersuchungsprotokollen unterzogen, sowie eine unabhängige Bewertung durch Dritte eingeholt. Das physische Kunstwerk wird in einem hochsicheren Speziallager aufbewahrt.

Quelle Artikelbild: Picasso on the Blockchain aus der Pressemitteilung von Sygnum

 

 

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