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    Sie sind hier:Home»Fokus»Hintergrund»Bitcoin-Miner wechseln zu KI-Infrastruktur: Die grosse Transformation der Branche
    Mining Pool

    Bitcoin-Miner wechseln zu KI-Infrastruktur: Die grosse Transformation der Branche

    von Redaktion cvj.ch am 19. Dezember 2025 Hintergrund

    Die Bitcoin-Mining-Industrie steht vor einem fundamentalen Wandel. Mindestens acht börsennotierte Mining-Unternehmen haben innerhalb der letzten 18 Monate Pläne angekündigt, teilweise oder vollständig auf KI-Infrastruktur umzuschwenken.

    Dazu gehören Bitfarms, Core Scientific, Riot Platforms, IREN, TeraWulf, CleanSpark, Bit Digital, MARA Holdings und Cipher Mining. Der Hashprice, die zentrale Kennzahl für Mining-Erträge, ist von rund 55 US-Dollar pro Petahash pro Sekunde im dritten Quartal 2025 auf etwa 35 US-Dollar Anfang Dezember gefallen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 35 Prozent. Parallel dazu notiert Bitcoin etwa 30 Prozent unter dem Allzeithoch von 126'210 US-Dollar vom Oktober 2025.

    Die Gründe für diese strategische Neuausrichtung sind vielschichtig. Nach dem Halving im April 2024 reduzierte sich die Block-Belohnung auf 3.125 BTC. Gleichzeitig kletterte die Netzwerk-Schwierigkeit auf Allzeithochs von 156 Billionen. Die durchschnittlichen Transaktionsgebühren liegen bei historisch niedrigen 0.58 US-Dollar. Dies eliminiert zusätzliche Einnahmequellen. Zudem erhöht die massive Nachfrage nach KI-Rechenkapazität die Attraktivität einer Umstellung. KI-Rechenzentren generieren bis zu 25-mal höhere Umsätze pro Kilowattstunde als Bitcoin-Mining.

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    Bitfarms vollzieht radikalen Strategiewechsel

    Bitfarms hat im November 2025 die bislang weitreichendste Transformation angekündigt: Das Unternehmen plant, bis 2027 vollständig aus dem Bitcoin-Mining auszusteigen und sich ausschliesslich auf KI-Rechenzentren zu konzentrieren. Die Umstellung beginnt mit dem Standort Washington, wo eine 18-Megawatt-Mining-Anlage bis Dezember 2026 in ein hochmodernes KI-Rechenzentrum mit Nvidia-GPUs umgewandelt wird. Die neue Infrastruktur wird Workloads von bis zu 190 Kilowatt pro Rack mit fortschrittlichen Flüssigkeitskühlsystemen unterstützen.

    Das Unternehmen hat eine verbindliche Vereinbarung über 128 Millionen US-Dollar mit einem grossen US-amerikanischen Infrastrukturanbieter abgeschlossen. Damit wird die gesamte Lieferkette gesichert. CEO Ben Gagnon betonte das Potenzial der Transformation: Die Umwandlung des Washington-Standorts könnte mehr Nettobetriebsertrag generieren als das Unternehmen jemals mit Bitcoin-Mining erwirtschaftet hat – obwohl der Standort weniger als ein Prozent des gesamten entwickelbaren Portfolios ausmacht. Die Ankündigung führte dennoch zu einem Kursrückgang von fast 18 Prozent auf 2.60 US-Dollar. Der Markt bewertete das Verlassen des Kerngeschäfts kritisch. Bitfarms hatte im dritten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 46 Millionen US-Dollar verzeichnet. Dies unterstreicht die finanzielle Dringlichkeit der Neuausrichtung.

    Core Scientific und Riot Platforms setzen auf hybride Strategien

    Core Scientific verfolgt einen differenzierten Ansatz. Das Unternehmen positioniert sich als Bare-Metal-KI-Infrastrukturanbieter und bietet H100-Cluster-Vermietungen für KI-Startups und Forschungslabore an. Core Scientific hat eine Serie von 12-jährigen Verträgen mit CoreWeave abgeschlossen. Diese stellen über 200 Megawatt GPU-Hosting-Kapazität für High-Performance-Computing-Operationen bereit. Die Gesamteinnahmen aus diesen Vereinbarungen werden auf über 6.7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Allein der erste Vertrag soll mehr als 3.5 Milliarden US-Dollar generieren. Im Oktober 2025 kündigte CoreWeave zudem an, Core Scientific für rund 9 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Das Geschäft soll voraussichtlich im vierten Quartal 2025 abgeschlossen werden.

    Riot Platforms entwickelt parallel dazu etwa 112 Megawatt neuer Kapazität am Corsicana-Rechenzentrum-Campus in Texas. Zwei Drittel des Komplexes werden für künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing umgewidmet. CEO Jason Les betonte: Bitcoin-Mining sei ein Werkzeug, um Stromkapazitäten zu erschliessen. Diese Infrastruktur werde nun für eine neue Ära der Rechenleistung genutzt. Im April 2025 berief das Unternehmen Jonathan Gibbs zum Chief Data Center Officer. Er bringt über 15 Jahre Erfahrung in der Entwicklung grosser Rechenzentren und Investitionen von 17 Milliarden US-Dollar mit. Analysten von Bernstein erhöhten daraufhin das Kursziel für Riot von 19 auf 25 US-Dollar. Sie verwiesen auf das KI-Potenzial des 1-Gigawatt-Standorts Corsicana.

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    Strukturelle Vorteile von Mining-Infrastruktur für KI-Strukturen

    Bitcoin-Miner verfügen über entscheidende Infrastrukturvorteile, die den Übergang zu KI-Rechenzentren erleichtern. Mining-Farmen haben häufig direkten Zugang zu Umspannwerken mit Leistungen von über 10 Megawatt. Zudem verfügen sie über effiziente Kühlsysteme für den Betrieb heisslaufender Maschinen in dichten Clustern. CleanSpark demonstrierte diese Agilität eindrücklich: Das Unternehmen konnte eine 100-Megawatt-Anlage in etwa sechs Monaten hochskalieren. Traditionelle KI-Rechenzentren benötigen hingegen drei bis sechs Jahre Bauzeit.

    Die wirtschaftliche Rechnung ist eindeutig: HIVE schätzt, dass 10 Megawatt Nvidia H100-GPUs einen ähnlichen Umsatz generieren wie 100 Megawatt Bitcoin-Mining. Core Scientific erwartet aus seinem CoreWeave-Partnerschaftsvertrag eine Nettorendite von 71 Prozent. CleanSpark erzielte im dritten Fiskalquartal 2025 einen Umsatz von rund 198.6 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 91 Prozent im Jahresvergleich. MARA meldete mit 252,4 Millionen US-Dollar einen Rekordwert. Das Ergebnis drehte von einem Verlust von 124.8 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal in einen Gewinn von 123.1 Millionen US-Dollar. Dennoch blieben nicht alle profitabel: Cipher Mining verzeichnete trotz einer Verdreifachung des Umsatzes auf 71.7 Millionen US-Dollar einen Nettoverlust von 3.3 Millionen US-Dollar.

    Finanzierungswelle und langfristige Aussichten der Branche

    Die Transformation erfordert erhebliche Kapitalinvestitionen. Börsennotierte Bitcoin-Miner haben zwischen Ende 2024 und Anfang 2025 mehr als 4.6 Milliarden US-Dollar durch Kredite und Wandelanleihen aufgenommen. Das Kapital finanziert ihre KI-Projekte. Der CoinShares Bitcoin Mining ETF ist im Jahr 2025 um 70 Prozent gestiegen. Er reflektiert die Markterwartungen an diese strategische Neuausrichtung. Analysten von JPMorgan schätzen: Riot, Cipher und IREN haben eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, kurzfristig weitere HPC-Hosting-Verträge abzuschliessen.

    Die Herausforderungen bleiben jedoch beträchtlich. Nick Hansen, CEO des Luxor-Mining-Pools, bezeichnete den Widerstand gegen die KI-Transition als grösste Herausforderung für Bitcoin-Miner im Jahr 2026. Die meisten grossen Miner erreichen bei etwa 90'000 US-Dollar pro Bitcoin die Gewinnschwelle. Diese Marke wird bei aktuellen Preisen knapp unterschritten. Mining bleibt für Betriebe mit Stromkosten unter 0.12 US-Dollar pro Kilowattstunde profitabel. Für langfristige Rentabilität werden jedoch 0.08 US-Dollar oder weniger empfohlen. Die Diversifizierung in KI-Infrastruktur erscheint damit nicht als opportunistische Expansion. Sie ist vielmehr eine strategische Notwendigkeit für das Überleben einer Industrie, die mit sinkenden Margen und zunehmendem Wettbewerb konfrontiert ist.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch

      Die CVJ Redaktion besteht aus einem Team von Blockchain Experten und informiert täglich und unabhängig über die spannendsten Neuigkeiten.

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