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    Traditionelle Börsen fordern striktere Regulierung bei tokenisierten Aktien

    Traditionelle Börsen fordern striktere Regulierung bei tokenisierten Aktien

    von Redaktion cvj.ch am 26. August 2025 Legal/Compliance

    Weltführende Börsenhäuser appellieren an Regulierungsbehörden, bei tokenisierten Aktien striktere Regeln zu implementieren. Seitdem digitale Aktien zunehmend auf Blockchain-Plattformen gehandelt werden, sehen sich Handelsplätze mit härterer Konkurrenz konfrontiert.

    Handel mit tokenisierten Aktien - digitalen Abbildungen traditioneller Aktien - wächst, insbesondere bei spezialisierten Kryptobörsen wie Kraken und Coinbase. Für traditionelle Börsenbetreiber bedeutet dieser Markteintritt zusätzliche Konkurrenz. Nun fordert die World Federation of Exchanges (WFE), die einige der grössten Handelsbörsen der Welt vertritt, striktere Vorschriften. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsicht (ESMA) und nationale Regulierungsbehörden sollen sicherstellen, dass tokenisierte Wertpapiere denselben Vorschriften unterliegen wie klassische Aktien, berichtet Reuters.

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    Gründe für die Forderung nach Regulierung

    Derzeit ermöglichen diverse Plattformen - insbesondere ausserhalb des EU-Regelrahmens - den Handel von tokenisierten Aktien, etwa auf Ethereum oder Solana. Traditionelle Börsen warnen, so die Quelle, dass dies den traditionellen, streng regulierten Markt unterhöhlt.

    In einem Brief fordert die WFE, dass tokenisierte Aktien denselben Transparenz-, Melde- und Sicherheitsanforderungen unterliegen wie klassische Börsenangebote. Ohne Harmonisierung bestehe die Gefahr, dass Token-Derivate Gewinne in einer Grauzone ermöglichen, während Anleger nicht ausreichend geschützt seien.

    “Wir sind alarmiert über die Vielzahl von Brokern und Krypto-Handelsplattformen, die sogenannte tokenisierte US-Aktien anbieten oder anbieten wollen. Diese Produkte werden als Aktien-Token oder als Aktienäquivalente vermarktet, obwohl sie dies nicht sind.” - WFE-Brief an den Regulator

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    Marktdynamik, Risiken und Zukunftsperspektiven

    Tokenisierte Aktien ermöglichen unter anderem schnelleres Onboarding, digitale Verwahrung und Teileigentum, was neuen Kundenbereichen den Eintritt ermöglicht. Gerade Kryptobörsen mit etablierten Nutzern im Digital Asset-Bereich möchten durch diese Angebote mit dem traditionellen System konkurrieren.

    In den USA hat Coinbase bereits eine Erlaubnis der SEC beantragt, während Robinhood und Kraken den Handel mit tokenisierten Aktien in Europa ermöglichen. Diese Entwicklungen stehen exemplarisch für die zunehmende Verschmelzung traditioneller Finanzstrukturen mit Blockchain-basierter Marktinfrastruktur. Der Wandel hin zu tokenisierten Vermögenswerten, On-Chain-Erträgen und dezentral verwalteter Infrastruktur markiert nicht nur eine strategische Neuausrichtung einzelner Anbieter, sondern den Übergang zu einem global vernetzten, jederzeit zugänglichen Finanzökosystem.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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