Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Fokus » Legal/Compliance » CME und ICE drängen US-Regulatoren zu Vorgehen gegen Hyperliquid
    CME und ICE drängen CFTC und Kongress, Hyperliquid unter Aufsicht zu stellen. Streitpunkt: 700 Mio. USD tägliches Öl-Perpetual-Volumen.

    CME und ICE drängen US-Regulatoren zu Vorgehen gegen Hyperliquid

    von Redaktion cvj.ch am 16. Mai 2026 Legal/Compliance

    Die CME Group und Intercontinental Exchange haben in Washington Lobbyarbeit aufgenommen. Konkret wollen die beiden Konzerne, zu denen auch die New York Stock Exchange gehört, die dezentrale Derivate-Plattform Hyperliquid unter US-Aufsicht stellen.

    Wie Bloomberg berichtete, führten sie Gespräche mit Beamten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sowie mit Abgeordneten des Kongresses. Gefordert wird eine Registrierungspflicht, die Kundenidentifikation (KYC), Handelsüberwachung und vollständige Marktaufsicht einschliesst. Im Zentrum der Vorwürfe steht das Geschäft mit Öl-Perpetuals. Der tägliche Umsatz in diesem Segment lag auf Hyperliquid im April 2026 bei durchschnittlich über 700 Mio. USD. Vor Beginn des Ukraine-Russland-Konflikts bewegten sich die Volumina noch im einstelligen Millionenbereich pro Tag. CME und ICE argumentieren, dass diese Grössenordnung globale Ölbenchmarks beeinflussen könnte. Daneben verweisen sie auf zwei weitere Risiken: die Umgehung von US-Sanktionen durch pseudonymen Handel sowie Insider-Handel ohne Überwachungsinstanz.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Marktanteil als Treiber der Eskalation

    Hyperliquid kontrolliert nach Daten von April 2026 rund 70 Prozent des On-Chain-Perpetual-Futures-Volumens. Bei den Gebühren im dezentralen Derivate-Sektor liegt der Anteil im Mai bei 53 Prozent, das Open Interest erreichte zuletzt mit 2.45 Mrd. USD ein Allzeithoch. Zwischen August 2025 und Januar 2026 verarbeitete die Plattform ein kumuliertes Handelsvolumen von 1.59 Bio. USD. Damit ist Hyperliquid die erste dezentrale Börse unter den zehn grössten Perpetual-Marktplätzen weltweit.

    Der DEX-Anteil am globalen Perpetual-Futures-Markt ist von 2.0 auf 10.2 Prozent gestiegen. Jeder zehnte Dollar im Krypto-Perpetual-Handel fliesst durch dezentrale Infrastruktur. Hyperliquid betreibt dafür eine eigene Layer-1-Blockchain mit nach eigenen Angaben über 200'000 Transaktionen pro Sekunde und Sub-Sekunden-Finalität. US-Nutzer schliesst die Plattform offiziell aus. Die regulatorische Argumentation der traditionellen Börsen hat das nicht entschärft.

    Während Hyperliquid auf einen Jahresgewinn von über 1 Mrd. USD zusteuert, erwirtschafteten ICE und CME im Vorjahr zusammen mehr als 5 Mrd. USD. Bei Cerebras-Premarket-Kontrakten verzeichnete Hyperliquid zuletzt ein tägliches Volumen von 230 Mio. USD. Der Nasdaq-Premarket lag im Vergleich bei rund 30 Mio. USD.

    Interessenkonflikt im Hintergrund

    Das Vorgehen der beiden Konzerne fällt in eine Phase, in der beide selbst Krypto-Derivate-Produkte auf den Markt bringen. CME plant für den 1. Juni den Start von Bitcoin Volatility Futures. Am 8. Juni folgen die Nasdaq CME Crypto Index Futures. Die etablierten Anbieter treten damit direkt in jenes Segment ein, in dem Hyperliquid dominiert. Kritiker werten die Lobbying-Initiative entsprechend als Versuch, einen unbequemen Wettbewerber regulatorisch zurückzudrängen.

    CFTC-Vorsitzender Michael Selig nahm den Vorstoss öffentlich auf. Er erklärte, On-Chain-Handelsaktivität auf dieser Skala könne den Spot- oder Futures-Preis auf regulierten Plattformen beeinflussen. ICE-Manager Trabue Bland, Senior Vice President für Futures, sieht die Integrität der Benchmarks gefährdet, wenn ein Markt dieser Grösse vollständig ausserhalb jeder Aufsicht operiere.

    Hyperliquid wies die Vorwürfe als unbegründet zurück. Sprecher George Godsal verwies darauf, dass jeder Trade, jede Liquidierung und jede Funding-Zahlung öffentlich überprüfbar seien. Diese Transparenz könne keine traditionelle Börse leisten. Der HYPE-Token reagierte dennoch deutlich auf den Bloomberg-Bericht und fiel um rund 6 Prozent, von über 45 USD auf unter 43 USD. Zuvor hatte der Token in derselben Woche 20 Prozent zugelegt, nachdem Coinbase und Circle Partnerschaften angekündigt hatten.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Krypto-VC-Deals fallen im Mai 2026 auf rund 50, ein Fünfjahrestief. Mega-Runden wie Kalshis Serie F halten das Dollar-Volumen hoch. Hintergrund

    Krypto-VC-Deals fallen auf tiefsten Stand seit 2020

    VanEck listet mit VBNB den ersten US-Spot-BNB-ETF an der Nasdaq. Fee 0.39%, Verwahrung bei Anchorage Digital, kein Staking zum Start. Finanzprodukte

    VanEck startet ersten US-BNB-ETF (VBNB) an der Nasdaq

    Transparenz im Digital Finance basiert auf Proof of Reserves, Merkle Trees, MPC-Verwahrung und 24/7-Monitoring für Solvenznachweise. Basiswissen

    Transparenz als Fundament der Sicherheit im Digital Finance

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Krypto-VC-Deals fallen im Mai 2026 auf rund 50, ein Fünfjahrestief. Mega-Runden wie Kalshis Serie F halten das Dollar-Volumen hoch. Hintergrund

    Krypto-VC-Deals fallen auf tiefsten Stand seit 2020

    Hyperliquid baut eigene Lobby-Infrastruktur in Washington

    Bereits am 18. Februar 2026 gründete Hyperliquid in Washington D.C. das Hyperliquid Policy Center. An der Spitze steht Jake Chervinsky, ein in der Krypto-Branche bekannter Anwalt. Die Finanzierung erfolgte mit 1 Mio. HYPE-Token, zum Zeitpunkt der Bekanntmachung rund 29 Mio. USD wert. Das Zentrum reichte am 30. April einen umfangreichen Kommentarbrief bei der CFTC ein, im Rahmen des Advance Notice of Proposed Rulemaking zu Vorhersagemärkten. Hyperliquid positioniert sich damit frühzeitig als Gesprächspartner für die DeFi-Derivate-Regulierung, nicht nur als Ziel von Aufsichtsmassnahmen.

    Parallel ordnet das Unternehmen sein operatives Setup neu. Den hauseigenen Stablecoin USDH, gestartet im September 2025, stellt die Plattform nach sieben Monaten Betrieb ein. Als Nachfolger dient USDC mit Coinbase als Treasury-Partner. Die Anlehnung an einen US-regulierten Stablecoin und einen börsennotierten US-Partner stärkt die Argumentationsbasis gegen pauschale Vorwürfe der Sanktionsumgehung.

    Regulatorisch fällt der Konflikt in eine offene Phase. Der US Digital Asset Market Clarity Act, über den der Kongress 2026 berät, soll die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC neu ordnen. DeFi-Derivate adressiert der Entwurf allerdings noch nicht abschliessend. Bis dahin bleibt die Frage offen, nach welchen Kriterien eine on-chain operierende Perpetual-Plattform überhaupt unter CFTC-Aufsicht fallen könnte. Die nächsten regulatorischen Wegmarken setzen die CME-Produktstarts am 1. und 8. Juni.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Bessent fordert den Clarity Act bis Sommer und bestätigt Fortschritte bei der strategischen Bitcoin-Reserve der USA mit 328'372 BTC.

    Clarity Act: Scott Bessent drängt auf Verabschiedung

    Strategys erster Bitcoin-Verkauf seit 2022 löst einen 60-Mio.-USD-Polymarket-Dispute aus und stellt UMAs Token-Voting-Oracle auf die Probe.

    Polymarket-Streit über Strategys Bitcoin-Verkauf stellt UMA auf die Probe

    Binance bietet US-Aktien an: gebührenfreier Handel mit über 7'000 US-Titeln ausserhalb der USA, plus bStocks auf der BNB Chain.

    Krypto-Börse Binance bietet Handel mit US-Aktien und ETFs an

    JPMorgan, Citi, Bank of America und Wells Fargo planen ein Netzwerk für tokenisierte Einlagen ab 2027 unter The Clearing House.
    5. Juni 2026

    JPMorgan, Citi, BoA und Wells Fargo planen Netzwerk für tokenisierte Einlagen

    Der Zcash Orchard-Bug blieb vier Jahre unentdeckt und erlaubte theoretisch unbegrenzte ZEC-Fälschung. ZEC brach danach um rund 31% ein.
    5. Juni 2026

    ZEC-Crash: Shielded Labs legt gravierenden Zcash-Bug offen

    ADA-Crash unter 20 Cent: erstmals seit über fünf Jahren, während Gründer Hoskinson eine Pause ankündigt und vor einer Pleitewelle warnt.
    4. Juni 2026

    ADA-Crash: Cardano-Gründer Charles Hoskinson kündigt Pause an

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.