Südkoreaner haben jetzt Blockchain-Führerscheine

Eine Million Südkoreaner haben auf ihren physischen Führerschein zugunsten einer blockchain-betriebenen digitalen Alternative verzichtet. Die Blockchain-Führerscheine erfreuen sich gemäss aktueller Nutzungsstatistiken bereits grosser Beliebtheit.

Das Programm – ab sofort Blockchain-Führerscheine benutzen zu können – wurde erst im Mai gestartet. Dennoch haben sich bereits eine Million Südkoreaner für eine Lizenz, die auf Blockchain basiert entschieden. Dies entspricht in Südkorea mehr als 3% der gesamten Fahrerpopulation, die laut Statista im Jahr 2019 32,6 Millionen Fahrer mit Führerschein umfasste. Dies ist der erste autorisierte digitale Personalausweis, der in ganz Südkorea verwendet wird und im September 2019 vom südkoreanischen Ministerium für Wissenschaft und IKT genehmigt wurde.

Führerschein auf Smartphone speichern und authentifizieren

Das Projekt wurde im Mai von der Nationalen Polizeibehörde in Partnerschaft mit der koreanischen Strassenverkehrsbehörde und den drei wichtigsten Telekommunikationsanbietern des Landes gestartet. Anhand einer Blockchain-Identitäts-App namens PASS, können die Südkoreaner ihre Führerscheine auf ihren Smartphones speichern und authentifizieren. Bis zum vergangenen Monat nutzten 27 der südkoreanischen Führerscheinprüfungszentren die PASS-App zur Erneuerung und Neuausstellung digitaler Führerscheine.

Die gesetzlich anerkannte ID-Lösung kann auch für Identifikations- und Altersnachweisanforderungen eingesetzt werden, zum Beispiel um im Einzelhandel Zigaretten oder Alkohol zu kaufen. Benutzer zeigen ihre Lizenz über einen Barcode oder QR-Code auf der App. Nicht-koreanische Einwohner erhalten englische Versionen der Lizenzen.

Andere Branchen, darunter Mietwagen- und Mitfahrdienste, erforschen ebenfalls die Möglichkeit, diese Ausweise als Ersatz für persönliche Überprüfungen zu verwenden.

Südkorea fördert den Bereich Blockchain

Das Land hat mit einem kürzlich verabschiedeten Änderungsantrag das Handeln und das Halten von Krypto-Währungen gesetzlich legitimiert. Damit wird der Umgang mit Krypto-Währungen vollständig in das Rechtssystem integriert.

Allein in dieser Woche hat Südkorea mehrere Integrationen der Blockchain-Technologie angekündigt.

Beispielsweise können Strandbesucher in Busan ihre Dienstleistungen mit Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) bezahlen. Ebenso plant die grösste Bank Südkoreas die Einführung von Krypto-Verwahrungsdiensten.

Zuletzt hat auch die Südkoreanische Zentralbank vor einigen Monaten den Start eines CBDC-Pilotprogramms bekannt gegeben.

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Redaktion cvj.ch

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