Südkoreas Parlament verabschiedet richtungweisendes Krypto-Währungsgesetz

Mit dem bereits verabschiedeten Änderungsantrag, sollen Krypto-Token und andere virtuelle Währungen formal als digitale Vermögenswerte eingestuft werden. Damit wird der Umgang mit Kryptowährungen vollständig in das Rechtssystem integriert.

Handel und Halten von Krypto-Währungen gesetzlich legitimiert

In Südkorea werden täglich grosse Beträge an Kryptowährungen über die hiesigen Börsen gehandelt. Die südkoreanischen Regulierungsbehörden hingegen, waren in den letzten Jahren eher zurückhaltend, wenn es um die Verabschiedung von Gesetzen für den lokalen Kryptomarkt ging.

Laut einem kürzlich verabschiedeten Änderungsantrag werden das Handeln, soll das Halten von Krypto-Währungen nun auch in der ostasiatischen Nation gesetzlich legitimiert werden. Damit wird der Umgang mit Kryptowährungen vollständig in das Rechtssystem integriert. Dem entsprechend, hat die Nationalversammlung das Gesetz über die Berichterstattung und die Verwendung spezifischer Finanzinformationen angepasst. Die im Parlament des Landes verabschiedete Änderung hat der Präsident des Landes, Jae-in Mooin unterzeichnet. Der Verabschiedungsprozess wird ab dem Datum der Unterzeichnung ein Jahr dauern, danach folgt eine 6-monatige Karenzzeit.

Verifikationsprozesse sollen Geldwäsche verhindern

Gegenwärtig unterliegen über 70 Börsen in Südkorea den Selbstverwaltungsregeln für Kryptowährungen. In Zukunft müssen diese Börsen jedoch strenge Anti-Geldwäsche-Regeln und andere Gesetze zur Verhinderung der Terrorismusfinanzierung einhalten.

Nach dem Verstreichen der Frist, müssen Unternehmen, die sich auf Krypto-Währungen beziehen (Börsen, Trusts etc.) die neuen Regeln einhalten. Dazu gehört auch eine Partnerschaft, welche mit einer anerkannten lokalen Bank eingegangen werden muss. Dies dient zur Verifizierung des realen Namens. Durch die eindeutige Zuordnung einer verifizierten Person mit einem einzigen Bankkonto, sollen Geldwäschefälle bei Einzahlungen oder Abhebungen von Fiat-Währungen verhindert werden.

Unternehmen, die mit Krypto-Währungen arbeiten, müssen zusätzlich eine Zertifizierung des Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) erhalten. Die Korea Internet Security Agency (KISA) bietet diese Zertifizierung an. Anschliessend prüft man, ob die Unternehmen Informationswerte für sich sowie die Informationen der Benutzer schützen können. Dieser Austausch muss innerhalb von sechs Monaten nach der Verabschiedung des Gesetzes erfolgen.

Zentralbank Südkoreas will Blockchain zur Anleihensabwicklung nutzen

Die Bank of Korea (BOK), Südkoreas Zentralbank mit Sitz in Seoul, plant das Blockchain-Potenzial im Bereich der Anleihensabwicklung zu nutzen. Laut dem Portal Business Korea hat die Zentralbank am 18. Februar eine Machbarkeitsstudie bestätigt. Die angekündigte Studie für ein Blockchain basiertes Anleiheemissionssystem soll sich über die erste Hälfte des Jahres 2020 erstrecken. Anschliessend wird eine bankinterne Forschungsgruppe zu Digitalwährungen diese kontrollieren.

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Redaktion cvj.ch

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