Peking setzt auf Blockchain-Technologie

Vor wenigen Wochen veröffentlichte die Regierung Pekings einen Zweijahresplan, in dem sie ihre Ziele bezüglich der Blockchain-Integration beschreiben. Die chinesische Hauptstadt soll zu einem internationalen „Blockchain-Hub“ werden und die Technologie auch in ihre Verwaltung integrieren.

Die Hauptziele der Regierung werden im 145-seitigen Aktionsplan mit dem Aufbau eines blockchainbasierten einheitlichen Rahmens für die digitale Verwaltung, die Vereinfachung des Datenaustauschs zwischen Behörden und Unternehmen und einer Erleichterung der Abteilungs- und Regionenübergreifenden Zusammenarbeit definiert, wie Technode berichet.

China als Vorreiter im Blockchain-Bereich

Peking ist nicht die erste Stadt Chinas, die aktiv versucht, die Entwicklung der Blockchain-Technologie voranzutreiben. Seit Präsident Xi Jinping im Oktober letzten Jahres dazu aufgerufen hat, sich gründlicher mit der Technologie zu befassen, haben viele chinesische Unternehmen und Lokalregierungen begonnen, diesbezüglich Pläne auszuarbeiten. Peking geht nun einen Schritt weiter und möchte bis 2022 das führende Zentrum für Blockchain-Innovation werden.

Als Erstes möchte Peking eine einheitliche Plattform für Chinas Social-Credit-System aufbauen, was später die Grundlage für weitere staatliche Dienstleistungen darstellt. Laut dem Plan soll die Blockchain der Regierung helfen, Informationen über die Social Credits von Personen und Unternehmen effizienter zu überprüfen und auszuwerten. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit einer nationalen Blockchain Chinas, die von der Zentralregierung gestützt ist.

Verwaltungsorgane der Megastadt sollen auf Blockchain umsteigen

In einem weiteren Entwurf, der letzten Donnerstag veröffentlich wurde, sind die nächsten Schritte aufgeführt. Sie nennen spezifisch zwölf Bereiche, die von der Blockchain-Technologie profitieren können. Darunter sind Themen wie Logistik und Kommunikation zwischen den Verwaltungsabteilungen, die Erfassung von Stromrechnungen, Immobilienverwaltung und E-Governance. Auch im Finanzbereich sieht die Regierung Möglichkeiten, das Netzwerk effektiv zu nutzen.

Ausserdem wird die Stadtverwaltung einen separaten Fonds erstellen, um Blockchain-Projekte mit staatlichen Geldern finanziell zu unterstützen. Um wie viel Geld es sich dabei handelt ist noch unbekannt. Bekannt aber ist, dass die Stadtverwaltung Startups in der ganzen Stadt Räume zur Verfügung stellen und mit Forschungssubventionen unter die Arme greifen will. Zudem werden sie einen Weiterbildungskurs für Regierungspersonal anbieten und Blockchain-Unternehmen ermutigen, eigene Ausbildungszentren aufzubauen.

Angeblich befinden sich bereits 140 öffentliche Dienste auf der Blockchain, darunter sind Applikationen für Datenaustausch, Verknüpfung von Unternehmen und Bekämpfung von COVID-19. Diese hätten geholfen, viel Zeit zu sparen und die Produktion nach dem Lockdown wieder in Gang zu bringen.

 

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Redaktion cvj.ch

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