Deutsche Grossunternehmen planen Blockchain-Projekt im Logistikbereich

Die deutschen Unternehmen Edeka, Lidl, Henkel, SAP sowie die Lufthansa und einige weitere  Grossunternehmen planen ein gemeinsames Blockchain-Projekt für den Tausch von sogenannten Ladungsträgern.

Namhafte Unternehmen arbeiten an Blockchain-Projekten

Dies wurde vom deutschen Ableger der Standardisierungsorganisation GS1 bekanntgegeben. Die Unternehmen die am Projekt beteiligt sind und allesamt mehrere Milliarden Euro Umsatz erzielen, sowie  tausende Mitarbeiter beschäftigen, zeigen die Relevanz der Blockchain im Logistik-Bereich deutlich auf. Insgesamt 14 Unternehmen wollen partnerschaftlich eine Blockchain basierte Lösung für einen effizienteren und transparenteren Ladungsträgertausch entwickeln – und den Marktteilnehmern zur Verfügung stellen.

Erst im letzten Jahr hatte das Unternehmen VeChain eine kontinentübergreifende Logistik- und Handelslösung lanciert. Auch das Unternehmen Nestlé nutzt die Blockchain für eine höhere Transparenz in der Produktionskette.

Blockchain-Projekt soll in nur zwei Jahren realisiert werden

Ladungsträger sind Objekte, welche verschiedene Güter zu einer Ladeeinheit zusammenfassen. Dies kann beispielsweise in Form von Paletten oder Containern geschehen. Ziel sei es, innerhalb der kommenden zwei Jahren eine Blockchain-basierte Lösung zu entwickeln, welche diesen Prozess digital, transparent und effizient verwalten lässt. „Im Kern der Initiative steht der Tauschvorgang von Ladungsträgern unterschiedlicher Art. Die Prozesse rund um den Ladungsträgertausch sind sehr komplex und von Intransparenz und Ineffizienz geprägt , erklärt Dirk Freda, Lead Competence Center Supply Chain Management bei GS Germany. Er benannte die Ziele des Projekts wie folgt:

„Gemeinsames Ziel im Projekt ist es, mittels Blockchain mehr Transparenz und Effizienz im Markt zu erzeugen. Uns geht es dabei nicht um die Entwicklung einer weiteren Plattform, sondern darum, mittels Blockchain in Verbindung mit Standards Kompatibilität und Synergieeffekte zu schaffen.“

Im ersten Jahr des Projektes soll zuerst ein detailliertes Konzept entwickelt werden, welches im zweiten Jahr dann implementiert werden würde. Anschliessend soll die finale Lösung von den beteiligten Unternehmen im Konsortium betrieben werden.

Bereits 2018 hatte GS Germany ein Blockchain-Projekt getestet und erfolgreich abgeschlossen. Das Resultat des Tests zeigte, dass sich die Nachverfolgung von Spediteuren beim Palettentausch durch die Blockchain-Technologie vollständig digitalisieren lässt.

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Redaktion cvj.ch

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