Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Fokus » Blockchain » UBS, PostFinance und Sygnum Bank testen Quasi-Stablecoin („Deposit-Token“)
    UBS, PostFinance und Sygnum Bank testen Quasi-Stablecoin ("Deposit-Token")

    UBS, PostFinance und Sygnum Bank testen Quasi-Stablecoin („Deposit-Token“)

    von Redaktion cvj.ch am 17. September 2025 Blockchain

    Unter dem Dach der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) haben PostFinance, Sygnum Bank und UBS eine "Deposit Token"-Machbarkeitsstudie durchgeführt. Erstmals haben Banken übergreifend eine rechtlich bindende Zahlung mittels Bankeinlagen und unter Verwendung einer öffentlichen Blockchain abgeschlossen.

    Der dadurch entstandene Ergebnisbericht bilde die Grundlage für eine standardisierte Infrastruktur für blockchainbasierte Finanzdienstleistungen in der Schweiz, heisst es in einer Medienmitteilung. Bereits im Oktober 2024 kündigten die drei Banken das Projekt an, wie CVJ.CH berichtete. Damals tauften die Teilnehmer den Quasi-Stablecoin einen Buchgeld-Token (BGT), der durch Vermögenswerte wie Guthaben bei der Schweizerischen Nationalbank oder Geldmarktinstrumente in der Bilanz des Emittenten besichert wird. Die Machbarkeitsstudie (Proof of Concept, PoC) testete nun die Überweisung von Buchgeld ausserhalb der Blockchain, ausgelöst durch auf der Blockchain tokenisierte Zahlungsanweisungen ("Deposit-Token").

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Technische und rechtliche Machbarkeit gewährleistet

    Die Schweizerische Bankiervereinigung beginnt die Verkündung der Ergebnisse mit einem Eingeständnis. Der Schweizer Zahlungsverkehr im Inland sei bereits sehr effizient und kostengünstig. Dennoch stosse er bei neuen Anwendungsfällen an Grenzen. Klassische Zahlungen sind nicht programmierbar, nicht durchgehend rund um die Uhr für höhere Beträge verfügbar und lassen sich nur eingeschränkt in blockchainbasierte Ökosysteme integrieren. Mit einer Darstellung von Bankeinlagen auf der Blockchain könnten Zahlungen künftig nicht nur sofort und final auf einer gemeinsamen Infrastruktur abgewickelt, sondern auch direkt in automatisierte Geschäftsprozesse eingebunden werden.

    Durch die Machbarkeitsstudie habe man zwei konkrete Anwendungsfälle getestet: Zum einen eine Zahlung zwischen Bankkunden der jeweiligen Banken, zum anderen ein sicherer Treuhand-Verwahrungsprozess (Escrow), bei dem Deposit-Token gegen tokenisierte Vermögenswerte getauscht und die Transaktionen automatisiert abgewickelt werden. Die Governance-Struktur des Systems basiert auf klar definierten Rollen und dem Einsatz von Smart Contracts. Diese ermöglichen überprüfbare Abläufe, technische Sicherheit sowie die Einhaltung von regulatorischen Vorschriften.

    Die Resultate zeigen, dass ein bankenübergreifend eingesetzter Deposit Token – gemäss der in der Machbarkeitsstudie beschriebenen Form – auf einer öffentlichen Blockchain mit zugangsbeschränkten Applikationen technisch funktioniert und rechtlich bindende Zahlungen auslösen kann, so die SBVg. Für die Skalierbarkeit bedarf es zusätzlicher Designanpassungen und einer verstärkten Zusammenarbeit mit weiteren Banken, Infrastrukturbetreibern und Behörden, heisst es weiter. Dennoch lassen sich die Teilnehmer erfreut zitieren.

    "Der getestete Deposit Token ist ein strategischer Schritt Richtung Zukunft und unterstreicht das Innovationspotenzial des Schweizer Finanzplatzes. Mit dem erfolgreichen Proof of Concept sind die Weichen für weitere Arbeiten gestellt – für eine neue, zusätzliche innovative Form des digitalen Bezahlens." - Martin Hess, Chefökonom und Verantwortlicher des Gesamtprojekts Digitale Währungen der SBVg

    Zentrale Untschiede zu Stablecoins

    Das Projekt dürfte als direkte Antwort auf den rasanten Anstieg der Stablecoins zu deuten sein, die unter der Trump-Administration als nationale Priorität erklärt wurden. Allerdings sind die Unterschiede zwischen herkömmlichen Stablecoins und "Deposit-Tokens" wichtig. Stablecoins werden vollständig durch liquide Vermögenswerte wie Staatsanleihen und Bargeldäquivalente gedeckt. Die neue US-Legislation (GENIUS Act) schreibt diese 1:1-Besicherung vor. In der Praxis handelt es sich mehrheitlich um Staatspapiere, deren Einlösung direkt durch die Federal Reserve-Bank gewährleistet wird.

    Der beschriebene "Deposit-Token" hingegen tokenisiert Zahlungsanweisungen und Einlagen bei einer Bank. Diese sind nur limitiert durch tatsächliche Vermögenswerte besichert. Im Falle eines Bankruns kämen die Halter eines herkömmlichen Stablecoins vermutlich besser weg. Einerseits sind Stablecoin-Emittenten verpflichtet, jeden digitalen Dollar durch liquide Vermögenswerte zu decken. Bankeinlagen unterliegen dieser gesetzlichen Pflicht nicht. Andererseits werden Staatsanleihen ausserbilanzlich verwahrt und haben die Garantie der Zentralbank. Dieses Privileg geniessen Einlagen nur bis zu einer Limite von 100'000 Schweizer Franken (esisuisse).

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Sinkende Qubit-Schätzungen rücken die Quantencomputer-Bedrohung für Bitcoin näher und entfachen eine Debatte um Satoshis Coins. Hintergrund

    Quantencomputer setzen Bitcoins Kryptographie unter Druck

    US-Spot-XRP-ETFs verzeichneten 7.18 Mio. USD Abflüsse und beendeten ihre Zuflussserie, während Bitcoin- und Ethereum-ETFs drehten. Finanzprodukte

    XRP-ETFs verzeichnen erstmals seit zwei Monaten Abflüsse

    Kritiker sehen Bitcoin als Kriminellen-Währung. Der Chainalysis Crypto Crime Report zeigt: illegal ist unter 1% des On-Chain-Volumens. Basiswissen

    Mythos: Bitcoin und Kryptowährungen dienen vor allem der Kriminalität

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Sinkende Qubit-Schätzungen rücken die Quantencomputer-Bedrohung für Bitcoin näher und entfachen eine Debatte um Satoshis Coins. Hintergrund

    Quantencomputer setzen Bitcoins Kryptographie unter Druck

    Das Potenzial der Blockchain vollständig nutzen

    In der Machbarkeitsstudie wurde die Abwicklung der Transaktionen letztendlich "Off-Chain" - also bei den Teilnehmerbanken - vollzogen. Auch waren die Deposit-Token programmatisch auf Bankkunden limitiert. Damit entfallen einige der wichtigsten Eigenschaften der Blockchain-Technologie. Im Gegensatz zu herkömmlichen Datenbanken sind dezentrale Technologien über ein Netzwerk von Computern verteilt. Das eliminiert "Single Point of Failures" (dt. = "einzelner Ausfallpunkt") und schützt das System vor externen Angriffen. Die ständige Synchronisierung und die öffentliche Überprüfbarkeit von Blockchain-Datensätzen, die an mehreren Orten gespeichert sind, verhindern Manipulationen und bieten starke Vertrauensgarantien auf der Grundlage kryptografischer Eigenschaften. Zudem sind Stablecoins durch jedermann zugänglich, rund um die Uhr abwickelbar und in DeFi-Anwendungen einsetzbar.

    Wie bereits in der Berichterstattung vom Oktober 2024 ausgeführt, müssen Schweizer Banken diese Eigenschaften nicht nur anerkennen, sondern auch aktiv nutzen. Sonst läuft man Gefahr, sich mit Pilotprojekten zu brüsten, die letztendlich nicht den Kundenanforderungen entsprechen.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Wall Street Blockchain

    Bitcoin sucht Halt, Wall Street baut auf Blockchain

    Volvo Group erprobt eine eigene Kryptowährung auf einem geschlossenen Blockchain-Netzwerk, um Zahlungen mit Lieferanten abzuwickeln.

    Volvo Group testet eigene Kryptowährung für Lieferanten

    Circle setzte sich im Schiedsverfahren gegen den Tether-nahen Fonds Heka Funds durch und wehrte dessen Forderung von 49 Mio. USD ab.

    Circle gewinnt Schiedsverfahren gegen Tether-nahen Heka Funds

    Kritiker sehen Bitcoin als Kriminellen-Währung. Der Chainalysis Crypto Crime Report zeigt: illegal ist unter 1% des On-Chain-Volumens.
    21. Juli 2026

    Mythos: Bitcoin und Kryptowährungen dienen vor allem der Kriminalität

    Wall Street Blockchain
    20. Juli 2026

    Bitcoin sucht Halt, Wall Street baut auf Blockchain

    Sinkende Qubit-Schätzungen rücken die Quantencomputer-Bedrohung für Bitcoin näher und entfachen eine Debatte um Satoshis Coins.
    20. Juli 2026

    Quantencomputer setzen Bitcoins Kryptographie unter Druck

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.