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    CVJ Wochenrückblick

    Wochenrückblick: US-Wahlen nehmen der Krypto-Branche den Rückenwind

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    von Redaktion cvj.ch am 7. November 2026 News

    Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Kryptowährungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

    Selektierte Artikel der Woche:

    Die Demokraten übernehmen nach den US-Zwischenwahlen beide Kammern des Kongresses. Damit verliert die Kryptobranche ihren regulatorischen Rückenwind, denn zwei Jahre lang förderte Washington ihre Anliegen eher, als sie zu bremsen. Als greifbares Ergebnis bleibt vorerst der GENIUS Act, der Stablecoins regelt. Der Clarity Act, ein umfassendes Gesetz für den Kryptomarkt, scheiterte dagegen im September im Senat, und das Analysehaus TD Cowen hält einen Fortschritt in den nächsten zwei Jahren für unwahrscheinlich. Zudem erwartet es Untersuchungen zu den Krypto-Geschäften von Präsident Donald Trump. Dabei hatten die Wahlkampfkomitees der Branche 170 Mio. USD ausgegeben, allein in Ohio über 60 Mio. USD gegen den kryptokritischen Demokraten Sherrod Brown. Dieser gewann dennoch und könnte im Senat künftig eine führende Rolle bei der Aufsicht übernehmen. Innerhalb der Branche sind die Ausgaben allerdings umstritten, das Wahlkampfkomitee Fairshake will den Kurs aber auch 2028 fortsetzen.

    Mit dem Wahlsieg der Demokraten in beiden Kammern des Kongresses schwinden für die Krypto-Branche die Chancen auf den Clarity Act.

    Demokraten-Sweep im Kongress zwingt Krypto-Lobby zum Umdenken

    Mit dem Wahlsieg der Demokraten in beiden Kammern des Kongresses schwinden für die Krypto-Branche die Chancen auf den Clarity Act.

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    Blockchain-Verband verlangt von der FINMA mehr Tempo

    Die Swiss Blockchain Federation, der Verband der Schweizer Blockchain-Branche, setzt die Schweiz in ihrem ersten globalen Vergleich auf Rang 6 von 15 Finanzplätzen. Er misst die regulierte Infrastruktur für Wertschriften, Anleihen und Fonds auf der Blockchain. Mit 75.62 von 100 Punkten liegt das Land hinter den USA, Singapur, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Japan. Bei Rechtssicherheit und Blockchain-Infrastruktur erreicht die Schweiz zwar Höchstwerte, was der Verband auf ihren frühen Rechtsrahmen zurückführt. Beim Umsetzungstempo kommt sie jedoch nur auf 6.0 von 10 Punkten, bei der Marktgrösse auf 5.0. Entscheidend ist die Gewichtung, denn Tempo, Marktgrösse und KI machen zusammen 45% des Gesamtwerts aus. Deshalb verlangt der Verband von der Finanzmarktaufsicht FINMA schnellere und berechenbarere Lizenzverfahren sowie einen Rahmen für Stablecoins in Franken. Eine schwächere Aufsicht strebe er dabei nicht an. 

    Im SBF-Benchmark erreicht die Schweiz Rang 6 von 15 Standorten, führt bei Recht und DLT-Infrastruktur, verliert aber beim Tempo.

    Schweiz auf Rang 6 in Benchmark der digitalen Finanzplätze der Zukunft

    Im SBF-Benchmark erreicht die Schweiz Rang 6 von 15 Standorten, führt bei Recht und DLT-Infrastruktur, verliert aber beim Tempo.

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    Analysten rekonstruieren den Binance-Hack

    Den Diebstahl von rund 6.3 Mrd. USD bei der Kryptobörse Binance Ende Oktober haben Analysefirmen inzwischen weitgehend rekonstruiert. Demnach begann die Vorbereitung mindestens 36 Stunden vorher, als ein neues Wallet kleine Beträge über den Verschleierungsdienst Tornado Cash erhielt. Ihren Code testeten die Angreifer zudem mehrmals, zuletzt rund vier Stunden vorher. Den Grossteil der Beute zogen sie dann in rund 20 Minuten aus den Online-Wallets der Börse ab. Normalerweise prüft das Signiersystem einer Börse jede Auszahlung vor der Freigabe. Die Analysefirma TRM Labs folgert jedoch aus gewöhnlichen Überweisungen auf neun Blockchains, dass dieses System selbst für die Angreifer unterschrieb. Die Stablecoin-Herausgeber Tether und Circle, die einzelne Adressen sperren können, griffen erst rund eine Stunde nach Beginn ein. Bis dahin wechselten rund 786 Mio. USD in die nicht sperrbaren Kryptowährungen Ether und TRX. Dennoch bleibt offen, wie die Angreifer eindrangen, denn der angekündigte Bericht zur Ursache bis dato.

    Beim Binance-Hack zogen Angreifer den Grossteil von 6.3 Mrd. USD in rund 20 Minuten ab, der Ablauf lief laut TRM über das Signiersystem.

    Hinter dem Binance-Hack: Wie der 6.3 Mrd. USD Diebstahl ablief

    Beim Binance-Hack zogen Angreifer den Grossteil von 6.3 Mrd. USD in rund 20 Minuten ab, der Ablauf lief laut TRM über das Signiersystem.

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    Nordkorea verneint Vorwürfe zu Binance-Vorfall

    Nordkorea bestreitet, hinter dem Diebstahl von rund 6.3 Mrd. USD bei der Kryptobörse Binance zu stehen. Kim Yo Jong, die Schwester von Machthaber Kim Jong Un, nannte den Vorwurf der US-Bundespolizei FBI diese Woche „absurde Rhetorik“. Krypto-Diebstahl gilt allgemein als Schlüsselquelle für die Waffenprogramme des Landes. Deshalb deuten Analysten in Seoul das ungewöhnlich schnelle Dementi als Sorge vor schärferen Massnahmen, belegt ist das nicht. Binance selbst meldet derweil, die Abflüsse ihrer Kunden hätten sich normalisiert. Nach dem Hack hatte die Börse die Abhebungen für mehr als zwei Tage eingefroren. Über das letzte Wochenende zogen Kunden netto 4.72 Mrd. USD ab. Seit der Wiederöffnung entsprach der Netto-Abfluss laut der Börse jedoch nur rund 3% der Vermögenswerte auf der Plattform. Zudem lockt Binance mit Gebührenrabatten und Renditen von bis zu 10% auf einzelne Produkte.

    Nordkorea weist die FBI-Zuschreibung des Krypto-Diebstahls von 6.3 Mrd. USD bei Binance zurück, die Börse meldet normalisierte Abflüsse.

    Nordkorea bestreitet Krypto-Diebstahl bei Binance

    Nordkorea weist die FBI-Zuschreibung des Krypto-Diebstahls von 6.3 Mrd. USD bei Binance zurück, die Börse meldet normalisierte Abflüsse.

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    Krypto-Ermittler deckt Angriff auf französische Bank auf

    Ausserdem: Die französische Bank Crédit Mutuel Arkéa bestätigte diese Woche einen Cyberangriff, bei dem Geld vom eigenen Konto in Kryptowährungen floss. Öffentlich machte den Fall zwei Tage zuvor der unabhängige Ermittler ZachXBT, der die Spuren auf öffentlichen Blockchains nachzeichnete. ZachXBT schätzt den Schaden auf über 133 Mio. USD und hält mehr für möglich, die Bank bestätigt nur die Grössenordnung. Nach seiner Rekonstruktion liefen die Gelder über Tauschdienste und teils in die Kryptowährung Monero, die Adressen und Beträge verbirgt. Über 30 Mio. USD liessen sich laut dem Ermittler früh nicht mehr einfach einfrieren, weil die Meldung an die Behörden zu spät kam. Kundenvermögen seien nicht betroffen, erklärt die Bank, zudem gefährde der Betrag ihre finanzielle Stärke nicht. Ein Teil der Gelder ist laut Bank blockiert, der endgültige Verlust deshalb noch offen. Einen Täter haben weder die Bank noch der Ermittler benannt, auch die Methode bleibt ungeklärt.

    Beim Cyberangriff auf Arkéa landete Geld vom bankeigenen Konto in Krypto-Assets, ZachXBT schätzt die Verluste auf über 133 Mio. USD.

    Crédit Mutuel Arkéa bestätigt 133 Mio. USD Krypto-Cyberangriff

    Beim Cyberangriff auf Arkéa landete Geld vom bankeigenen Konto in Krypto, ZachXBT schätzt die Verluste auf über 133 Mio. USD.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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    Bitmine kauft 8'573 Ethereum nach und hält knapp 5% des Angebots, während Tom Lee die Reaktion auf den Binance-Hack konstruktiv nennt.

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