Wochenrückblick Kalenderwoche 1 – 2021

Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Krypto-Währungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

Als erstes wünschen wir unserer Leserschaft einen guten Start ins neue Jahr. Wir freuen uns, sie auch im neuen Jahr mit den wichtigsten Neuigkeiten und  Hintergründen rund um Blockchain und Krypto Assets informieren zu dürfen.

Beginnen wir mit den zuletzt zu beobachtenden beeindruckenden Kurs-Höheflügen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Möglich wurde dieser Lauf nicht zuletzt dank den Rahmenbedingungen, die im Jahr 2020 für Krypto-Assets geschaffen wurden. Im vergangenen Jahr bildeten richtungsweisende Entwicklungen den Grundstein für ein exponentielles Wachstum des Ökosystems. Neben gewichtigen Fortschritten der juristischen Anerkennung von digitalen Assets, wurde auch ein erstes Aufkeimen von institutionellem Interesse an Bitcoin erkennbar. Dies obwohl mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie auch Kryptowährungen einen kurzfristigen Schock erlitten. Vom Corona-Crash im März über das dritte Bitcoin-Halving im Mai, der Erlaubnis zur Krypto-Verwahrung für US-Banken bis hin zum Markteintritt des Zahlungsdienstleisters Paypal und dem Erwachen von DeFi. Das Jahr 2020 hatte es in sich und wird im CVJ.CH Jahresrückblick kompakt wiedergegeben.

Die institutionellen Rahmenbedingungen für Kryptowährungen verbessern sich zusehends auf internationalem Terrain. Diese Woche erteilte die US-Aufsichtsbehörde „Office of the Comptroller of the Currency“ (OCC) amerikanischen Banken die Erlaubnis, Blockchain-Netzwerke und Stablecoins für Zahlungen zu nutzen. Diese Entscheidung kam für einige überraschend. Notenbanken rund um den Globus, allen voran die Europäische Zentralbank (EZB), äusserten sich wiederholt negativ gegenüber privaten Stablecoins. Sie befürworten stattdessen digitale Zentralbankwährungen (CBDCs), also Stablecoins, welche direkt von Notenbanken ausgegeben werden. Die Vereinigten Staaten lassen nun die Integration von regulierten privaten Stablecoins in das Bankensystem zu und bringen damit das Kryptoökosystem in die traditionelle Zahlungsinfrastruktur.

2020 erfuhr das Ethereum-Netzwerk durch den Aufstieg einer dezentralen Finanzwelt (DeFi) einen starken Zuwachs an neuen Applikationen. Im DeFi Gebiet werden traditionelle Finanzdienstleistungen in vertrauenswürdige und transparente Protokolle umgewandelt, welche ohne Zwischenhändler auskommen. Durchsetzen konnten sich vor allem dezentrale Börsen (Uniswap), Protokolle zur Kreditvergabe (Maker, Aave, Compound), dezentrale Derivate (Synthetix) und das „Yield Farming“ (Yearn Finance), also das zur Verfügung stellen von Liquidität. Die Branche war zu Beginn des Jahres noch völlig unbekannt, heute sind 22.6 Milliarden US-Dollar in Smart Contracts rund um den DeFi Bereich deponiert. Entsprechend dem Wachstum entwickelten sich auch die Tokenpreise der jeweiligen Projekte. Eine Übersicht der Preisverläufe der Top-Performer aus dem Bereich.

Ein DeFi-Projekt, das im Sommer 2020 hervorstach, war Yearn Finance. In der einfachsten Form automatisiert Yearn Finance Zinserträge für die Nutzer der Plattform. Man kann es sich wie ein intelligentes Sparkonto vorstellen, inklusive höherem Risiko. Während die Plattform zuletzt mit stagnierenden Einlagen zu kämpfen hatte, arbeitete das Team an einem Update des Protokolls. Nun kamen durch einen Entwickler einige Hinweise zur Version 2 ans Licht, welche der Plattform zu einer reibungsloseren Anwendungserfahrung verhelfen soll. Die neue Version beinhaltet unter Anderem eine neuwertige Benutzeroberfläche, die Integration unterschiedlicher DeFi-Projekte und neue Strategien.

Ausserdem: Gerade in parabolischen Preisbewegungen wie man es aktuell bei Bitcoin erlebt, wird es für Investoren immer schwerer, mit dem Markt mitzuhalten. Die Geschwindigkeit der Preisbewegungen und die starken Schwankungen führen oftmals zu emotionsgeleiteten falschen Entscheidungen. Dabei ist es allgemein bekannt, dass die legendären Trader des 20. Jahrhunderts mit ihrer emotionslosen Ausführung von Strategien Erfolg hatten. Dieser Ansatz wurde mithilfe von Computern in den automatisierten oder algorithmischen Handel eingebunden. Der Grossteil der Volumina an traditionellen Märkten sowie im Kryptomarkt wird mittlerweile durch Computerprogramme und Algorithmen gesteuert. Thierry Gilgen, CEO der MachinaTrader-Plattform, zeigt die Grundzüge des algorithmischen Handels auf und verweist auf die Grenzen und das ethische Dilemma bezüglich „KI-Bots“.


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Wir wünschen aufschlussreiches Lesen und ein geruhsames Wochenende.

Redaktion CVJ.CH


Selektierte Artikel im Wochenrückblick:

Eine kompakte Zusammenfassung zu den bedeutendsten Entwicklungen des vergangenen Jahres im Kryptouniversum.

Jahresrückblick 2020


Die US-Aufsichtsbehörde OCC erteilt amerikanischen Banken die Erlaubnis, privat ausgegebene Stablecoins zu nutzen. Dabei steht ihre Entscheidung im Kontrast zur Strategie der europäischen Notenbanken.

US Aufsichtsbehörde OCC erteilt Banken Erlaubnis zur Nutzung von Stablecoins


Decentralized Finance (DeFi) kam 2020 scheinbar aus dem Nichts und wurde zu einer milliardenschweren Branche. Eine Übersicht zu den Top-Performern.

DeFi Tokens mit der besten Performance 2020


Neuigkeiten zum DeFi-Protokoll Yearn Finance.

Yearn Finance Entwickler enthüllt Version 2 Teaser


Der algorithmische Handel dominiert die Volumina an traditionellen sowie Kryptohandelsplätzen. Welche Implikationen hat dieser Umstand und werden „Algos“ in Kombination mit künstlicher Intelligenz den menschlichen Händler ersetzen?

Implikationen des Algorithmischen Handels


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