Toyota möchte ein Mobilitätsangebot mittels Blockchain Lab kreieren

Die Toyota Motor Corporation möchte mit Hilfe eines Blockchain Labs die Zukunft der Automobilindustrie erforschen. Das am 16. März gemeinsam mit der Toyota Financial Services Corporation vorgestellte Lab, umfasst sechs Unternehmen innerhalb der Toyota-Gruppe.

Das Lab, welches bereits im April 2019 gegründet wurde, hat in den vergangenen elf Monaten das Potenzial der Blockchain untersucht. Nun versucht der japanische Autobauer erste Initiativen umzusetzen und strategische Partnerschaften ausserhalb des Konzerns aufzubauen. Ziel des Projektes sei es, Toyota verstärkt zum Mobilitätsunternehmen auszubauen. Durch die Blockchain-Technologie möchte die Gruppe eine weitreichende Plattform für verschiedene Transportmöglichkeiten offerieren. Benutzer sollen auf dieser blockchainbasierten Grundlage mit verschiedenen Unternehmen kommunizieren und beispielsweise direkt verschiedene Mobilitätsdienstleistungen buchen können.

Blockchain sowohl zur Verifikation von Kundendaten als auch zur Überwachung von Lieferketten nutzbar

Im Rahmen des Projektes hat das Toyota Blockchain Lab viele Studien und Versuche durchgeführt, welche im November des letzten Jahres erfolgreich abgeschlossen wurden. Die anhand der Tests definierten Haupteinsatzgebiete sind demnach beispielsweise die Kunden- und Fahrzeugverifikation, sowie die Überwachung von Lieferketten und die Digitalisierung von Vermögenswerten.

Die Toyota Motor Corporation mit Sitz im japanischen Toyota war 2016 der nach Produktionszahlen grösste Autobauer weltweit. Das Unternehmen stellte 2016 rund 10,2 Millionen Fahrzeuge her. Im Jahr 2018 beschäftigte das Unternehmen 369.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von rund 249 Milliarden Euro.

Mercedes-Benz China nutzt die Blockchain zum «Wert-Tracking» von Gebrauchtwagen

Erst kürzlich hat auch Mercedes-Benz China eine Plattform angekündigt, welche den Wert von Gebrauchtwagen überblicken soll. Gemeinsam mit dem Start-Up PlatON ist der chinesische Ableger des deutschen Autobauers derzeit an der Konzeption und Realisierung einer Plattform, die das «Restwert-Management» von Gebrauchtwagen erleichtern soll. Nutzer dieser Dienstleistung soll der in Peking stationierte Mercedes Benz Sales Service werden. Damit möchten sie, unter Mithilfe von verschiedenen Daten, den Restwert von Fahrzeugen zu ermitteln. Auch ein «Wert-Tracking» über den gesamten Lebenszyklus der einzelnen Produkte soll durch die Technologie ermöglicht werden.

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Redaktion cvj.ch

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